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16.02.2022

"Leonberg 2040": Pläne für die künftige Stadtentwicklung Leonbergs laufen 

Wo kann im Stadtgebiet künftig gebaut werden? Wo wird es Gewerbegebiete der Zukunft geben? Wo finden Kitas Platz? Wie schafft man bei all diesen Anforderungen gleichzeitig auch kreative Freiräume und ruhige Orte zur Erholung? Mit diesen und weiteren Fragen setzt sich die Stadt Leonberg bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes "Leonberg 2040" auseinander. 

Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans #Leonberg2040 soll die künftige Nutzung der Flächen in Leonberg und den Teilorten festgelegt werden.

Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans #Leonberg2040 soll die künftige Nutzung der Flächen in Leonberg und den Teilorten festgelegt werden.

 

Flächennutzungsplan – ein schwer verdauliches Wort. Was sich nach Bürokratie und Papierbergen anhört, ist eigentlich ein hoch spannendes Unterfangen. Denn die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans hat – in aller Kürze – das Ziel, festzulegen, wie die Flächen in Leonberg und den einzelnen Ortsteilen genutzt werden sollen. Wie sieht die räumliche Zukunft Leonbergs im Jahr 2040 aus? Wie werden wir leben, wohnen, arbeiten, uns versorgen, fortbewegen und unsere Freizeit verbringen? „Seit der Aufstellung des letzten Flächennutzungsplans aus dem Jahr 2006 haben sich die Anforderungen an das Leben in der Stadt etwa durch den demographischen Wandel, den Klimawandel und die Veränderungen der Lebensstile und Bedürfnisse der Bevölkerung stark geändert. Die Auswirkungen dieser Trends auf die Stadt möchten wir breit diskutieren und die Grundzüge der Stadtentwicklung mit konkreten Zielen und Maßnahmen festlegen“, so Baubürgermeister Klaus Brenner, der in seinem Dezernat für das Projekt "Leonberg 2040" zuständig ist. Eine offizielle Auftaktveranstaltung ist am 27. April geplant. Nähere Infos hierzu folgen in Kürze.

Ein Teil von „Leonberg 2040" ist das Projekt "Zukunftsfähige Innenstadt". Es beschränkt sich auf die Kernstadt ohne Teilorte und Randgebiete. Ziel dabei ist es, die Innenstadtzentren Alt-Eltingen, Neuköllner Platz/Römerstraße und die historische Altstadt Leonbergs zu einer attraktiven Innenstadt zu vernetzen. Dazu sollen vielfältige Versorgungs-, Event- und Kulturangebote in der Innenstadt geschaffen werden. Zudem sollen ansprechende Grün- und Freiräume entstehen und die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden. Letzteres wird bereits seit Mitte 2021 mit dem Mammutprojekt "Stadt für Morgen" in Angriff genommen. Diese Leonberger Mobilitätswende ist, genau wie die "Zukunftsfähige Innenstadt", ein Teil vom Großprojekt "Leonberg 2040". 

"Attraktivität der Innenstadt erhöhen"

"Wir wollen die Attraktivität der Innenstadt auch als Bildungs- und Arbeitsstandort erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Leonbergs Zentrum verbessern", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. "Die Entwicklung des Flächennutzungsplanes 'Leonberg 2040' für die gesamte Stadt mit ihren Ortsteilen, die 'Stadt für Morgen' sowie das Projekt 'Zukunftsfähige Innenstadt' sind daher richtungsweisend für Leonbergs Zukunft. In dieser spielen die Bürgerinnen und Bürger die Hauptrolle. Daher werden die Einwohnerinnen und Einwohner auch dazu aufgerufen sich bei der Entwicklung für ein attraktives Leonberg zu beteiligen", ergänzt Cohn.

Neben der Auftaktveranstaltung zu "Leonberg 2040", also dem Flächennutzungsplan der Gesamtstadt inklusive ihrer Teilorte, wird es daher auch mehrere Veranstaltungen für die Entwicklung einer attraktiven Innenstadt geben. In Fachforen werden Leonbergerinnen und Leonberger über die Bereiche Wohnen, Gewerbe, Mobilität, Einzelhandel, Klima, Nachbarschaft und Kultur/Bildung informiert und können anschließend an verschiedenen Bürgerbeteiligungsformaten teilnehmen.

Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept und die damit verbundene formelle Neuaufstellung des Flächennutzungsplans "Leonberg 2040" wird aus eigenen Mitteln finanziert. Die entsprechenden Haushaltmittel wurden bereits letztes Jahr im Gemeinderat beschlossen. Für die Planung einer attraktiven Innenstadt erhält die Stadt eine Förderung. Im Juli 2021 hat das Bundesministerium bereits zur Beteiligung am Projekt "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" aufgerufen. Städte und Gemeinden waren aufgefordert, innovative Konzepte und Handlungsstrategien einzureichen. Das offizielle Ziel: Die Innenstädte, Stadt- und Ortsteilzentren sowie den vom Strukturwandel betroffenen Einzelhandel zu stärken. Das Stadtplanungsamt hat daher im September eine Projektskizze eingereicht. Für diese ging im Dezember ein positiver Zwischenbescheid ein. Ende Januar 2022 gratulierte die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz, Leonberg zum positiven Bescheid schriftlich. Die Gesamtprojektsumme umfasst 470.000 Euro. Davon werden 75 Prozent, also 352.500 Euro, als Fördermittel bereitgestellt. 

Was ist ein Flächennutzungsplan?

Der neu aufzustellende Flächennutzungsplan "Leonberg 2040" ist eine Art Landkarte, in der auf grober Maßstabsebene die Bodennutzung im gesamten Stadtgebiet dargestellt wird. Der Flächennutzungsplan fügt alle Einzelthemen (unter anderem auch Gewerbe, Verkehr und Schulen) zu einem räumlichen Gesamtbild zusammen. Dabei sieht das Baugesetzbuch vor, die räumlichen Vorgaben der Bodennutzung nach etwa 15 Jahre zu überprüfen und bei der Neuaufstellung wichtige Trends und Entwicklungen zu berücksichtigen. Ein Landschaftsplan, der in den Flächennutzungsplan integriert wird, dient als Entscheidungshilfe für eine nachhaltige, flächen- und landschaftsschonende Entwicklung. Im Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan "Leonberg 2040" sollen soziale, wirtschaftliche und umweltschützende Belange miteinander in Einklang gebracht und die nachhaltige städtebauliche Entwicklung Leonbergs gewährleistet werden. Der Flächennutzungsplan entfaltet gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern keine unmittelbaren rechtlichen Wirkungen. Baurechte aus den Darstellungen des Flächennutzungsplanes können daher nicht hergeleitet werden. Er verpflichtet jedoch die Verwaltung und andere Behörden und liefert somit die Grundlage, um für bestimmte kleinere Teilbereiche der Stadt so genannte Bebauungspläne aufzustellen, die das Gebiet städtebaulich ordnen. In Bebauungsplänen werden planungsrechtliche Vorgaben für Grundstücke (Art und das Maß der Nutzung, örtlichen Verkehrsflächen, überbaubare Grundstücksflächen u.a.) rechtsverbindlich festgesetzt. Nach dem Baugesetzbuch sind Bebauungspläne aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln.

 

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