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22.02.2022

Schulmensa sucht ehrenamtliche Unterstützung

Der Verein Triangel e.V. versorgt seit 2009 im Auftrag der Stadt Schülerinnen und Schüler der Gerhart-Hauptmann-Realschule, des Albert-Schweitzer- und des Johannes-Kepler-Gymnasiums mit einem frisch gekochten Mittagessen. Für die Zubereitung der warmen Mahlzeit ist der Verein auf freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen und sucht daher weitere Unterstützung. 

Von Montag bis Donnerstag kreieren die Kocheltern ehrenamtlich frische Gerichte für die Schulkinder.

Von Montag bis Donnerstag kreieren die Kocheltern ehrenamtlich frische Gerichte für die Schulkinder.  | © Leila Fendrich

 

Selma Poell kippt zwei Kisten rote Paprika in das Wasser im Waschbecken. "Gestern hat uns eine Kochmama abgesagt, weil sie krank ist. Deshalb müssen wir heute etwas schneller schnippeln." Selma Poell ist die Hauswirtschaftsleitung der Mensa Triangel. Seit vielen Jahren kochen Eltern, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer, Seniorinnen und Senioren und „ehemalige“ Eltern ehrenamtlich in der Triangel. Der Spaß gemeinsam zu Kochen, der Austausch mit unterschiedlichen Menschen und die erwartungsvollen Augen der Kinder, zeichnen die Arbeit in der Triangel aus. "Heute gibt’s Wraps mit Hähnchenfleisch und Gemüse, dazu Salat." Auch eine vegetarische Version mit Frischkäse bieten sie an. 

Täglich frische Mahlzeiten

177 Schülerinnen und Schüler haben sich heute zum Essen angemeldet. Seit 8.30 Uhr stehen fünf Haupt- und Ehrenamtliche in der Küche der Mensa und waschen, schneiden und putzen Paprika, Gurken, Salat, Zucchini und das Fleisch. Im Durchschnitt werden in der Unterrichtszeit 1.100 Essen an insgesamt vier Tagen in der Woche ausgegeben. Täglich sind es rund 270 Essen. Möglich wären bis zu 600 Mahlzeiten am Tag. 

Spaß am Kochen, flexible Einsatzzeiten

Damit von Montag bis Donnerstag pünktlich um 12.15 Uhr ein warmes Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, der Gerhart-Hauptmann-Realschule und des Johannes-Kepler-Gymnasiums bereitsteht, wird laufend Unterstützung gesucht. "Viele unserer Kocheltern möchten etwas zurückgeben, weil ihre Kinder hier in der Triangel essen", erklärt Selma Poell. "Jeder kann so oft mithelfen wie er oder sie möchte." Helferinnen und Helfer benötigen keine Kochausbildung, nur Spaß am Kochen sollte man haben.

Die Freiwilligen bestimmen selbst, ob sie nur einmal im Jahr oder regelmäßig in der Küche helfen. Die reguläre Einsatzzeit ist von 8.30 bis circa 14.30 Uhr. Kürzere Arbeitszeiten, ein späterer Beginn, ein früheres Ende oder ein Kommen nur zur Ausgabe sind problemlos, nach Absprache, möglich.

Interessierte können sich mit Frau Poell, Hauswirtschaftsleiterin der Triangel e.V., per E-Mail an mail@triangel-leonberg.de in Verbindung setzen. Auch ein Schnupperkochen ist jederzeit möglich. Wer regelmäßig in der Triangel kochen möchte, muss Mitglied im Verein werden und außerdem an einer Hygieneschulung beim Gesundheitsamt teilnehmen. Beides ist kostenlos für die freiwilligen Helferinnen und Helfer. 

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Hintergrund zur Mensa Triangel

1986 wurde die Triangel von ehrenamtlichen Kocheltern gegründet. Der Verein Triangel e.V. hat 2009, im Rahmen des Umzugs an seinen heutigen Standort, einen Betreibervertrag mit der Stadt Leonberg abgeschlossen und sich verpflichtet, für alle Schülerinnen und Schüler, sowie für das Lehrpersonal der drei Schulen an allen Schultagen ein Mittagessen anzubieten.

Derzeit prüft die Verwaltung, ob der Betrieb der Mensa dauerhaft als "Betrieb gewerblicher Art" fortgeführt werden kann. Dazu sollen die Kosten, die durch den Wegfall des "Betriebs gewerblicher Art" entstehen würden sowie die Folgekosten ermittelt werden. Aufgrund der coronabedingten Schulschließungen und Einschränkungen kam es zu hohen Umsatzeinbußen, die vertraglich nicht abgesichert sind. Aus steuerrechtlicher Sicht kann die Stadt den Betrieb der Mensa nur zu einem kleinen Teil finanziell unterstützen.

Zudem wurden in den letzten Jahren deutlich weniger Mahlzeiten ausgegeben, als eigentlich machbar wären. Da die Schülerinnen und Schüler häufig gleichzeitig Unterrichtsschluss haben, bilden sich lange Schlangen an den beiden Ausgabetheken. Aufgrund der häufig längeren Wartezeiten versorgen sich die Mädchen und Jungen daher mit Essensangeboten in der Umgebung der Schulen.

 

Kontakt

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