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12.11.2021

Elisabeth Kolofon ist neue ehrenamtliche Inklusionsvermittlerin 

Seit einigen Wochen arbeitet Elisabeth Kolofon als ehrenamtliche Inklusionsvermittlerin für die Stadtverwaltung Leonberg.

Die neue Stelle soll die Verbindung zwischen Menschen mit Behinderung, Organisationen und Verwaltung stärken. 

Die neue kommunale Inklusionsvermittlerin Elisabeth Kolofon (vorne), gemeinsam mit der Amtsleiterin für Jugend und Soziales, Gabriele Schmauder, und Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, im Foyer des Rathauses

Die neue kommunale Inklusionsvermittlerin Elisabeth Kolofon (vorne), gemeinsam mit der Amtsleiterin für Jugend und Soziales, Gabriele Schmauder, und Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, im Foyer des Rathauses  | © Stadt Leonberg / Küster

 

Nahtstelle zwischen Menschen mit Behinderung und Stadtverwaltung

"Ich habe zwei Kinder mit Behinderung. Mein 32-jähriger Sohn hat das Down-Syndrom, meine 30-jährige Tochter wurde mit einer Querschnittslähmung geboren", sagt Elisabeth Kolofon.

Sie weiß deshalb genau, welche Probleme im Alltag auf Menschen mit Handicap warten - und möchte daran etwas ändern.


Gerade verschafft sie sich noch einen Überblick, lernt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung kennen. Einige sind ihr bereits bekannt. Aber viele eben auch noch nicht. Trotz stressigem Alltag ist für Kolofon die Inklusionsvermittlung ein Herzensprojekt.

Daher musste sie nicht lange überlegen, ob sie das Angebot der Verwaltung annimmt. Vieles laufe schon gut in Leonberg. Es gebe einen Arbeitskreis, der sich regelmäßig zum Thema Inklusion austauscht und sehr engagierte Organisationen, die im Umfeld von Menschen mit Behinderung tätig sind. "Aber da geht noch mehr!", sagt sie.


Sieben Jahre Erfahrung in der Lebenshilfe

Kolofon weiß, wovon sie spricht. Nicht nur aufgrund der Behinderung ihrer Kinder.

Seit sieben Jahren arbeitet die aufgeweckte, herzliche Frau hauptberuflich beim Leonberger Lebenshilfe e. V. in der Ulmer Straße. Der Verein hat vielfältige Angebote für Menschen mit Behinderung in jedem Alter und unterstützt die betroffenen Familien mit Rat und Tat.

"Ich habe durch meine persönliche Situation und durch die Arbeit bei der Lebenshilfe sicher einen besonders gefärbten Blick auf das Miteinander von Menschen. Ich bin überzeugt davon, dass es nicht der schlechteste Blick ist und dass er eine Bereicherung ist", so Kolofon voll Überzeugung. Und diesen Blick zu teilen, sieht sie als ihre Aufgabe an: "Ich will die Nahtstelle zwischen Menschen mit Behinderung und Stadtverwaltung sein."


Bewusstsein für Vielfalt schaffen

Doch was heißt Schnittstelle eigentlich? Kommunale Inklusionsvermittler und -vermittlerinnen, kurz KIV, sind im Auftrag der Kommune tätig. Sie bauen im Wesentlichen ein Netzwerk und Strukturen zwischen Organisationen, Menschen mit Behinderung und Verwaltung auf. Dadurch wird das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung verbessert.

Inklusionsvermittlerinnen wie Elisabeth Kolofon sind Ansprechpartner für den Abbau von Barrieren und den Aufbau für Vielfalt in den Städten und Gemeinden. "Das ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Beide Seiten zusammenzuführen und für die Ansprüche und Probleme sensibilisieren – nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern eher mit Verständnis und Kommunikation. Denn: Inklusion gelingt zuerst im Kopf", sagt sie.


Keine Einzelkämpferin

Kolofon ist aber keine Einzelkämpferin. Im Landkreis Böblingen gibt es zehn weitere Inklusionsvermittler und –vermittlerinnen, die sich um die Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung kümmern.

"Wir tauschen uns regelmäßig aus und lernen voneinander. Was hat funktioniert? Was hat weniger gut geklappt? Wie gelingt die Kommunikation noch besser? Und welche Schwerpunkte setzen andere Gemeinden eigentlich? Diese und weitere Fragen helfen dabei, noch schneller voranzukommen", ist sich Kolofon sicher.


Austausch mit Verwaltung im Fokus

Neben den fleißigen Helferinnen und Helfern in anderen Kommunen in der Region tauscht sich Kolofon vor allem intensiv mit der Amtsleiterin für Jugend und Soziales, Gabriele Schmauder, aus.

"Ich bin sehr froh, dass wir Frau Kolofon für diese entscheidende Funktion gewinnen konnten. Sie wird sich dieser Aufgabe mit viel Erfahrung, Engagement und Herzblut annehmen. Wichtig ist, dass wir weiterhin eng miteinander arbeiten. Darauf freue ich mich sehr", sagt Schmauder.

Beste Besetzung der Position

Auch Oberbürgermeister Martin Georg Cohn freut sich über das herausragende Engagement: "Ich danke Elisabeth Kolofon bereits jetzt für ihren Einsatz in der Vergangenheit und vor allem in der Zukunft. Ihre Position ist eine große Herausforderung. Aber wer könnte diese Stelle besser erfüllen als sie?". Vor kurzem haben sich Kolofon und Cohn zusammengesetzt und intensiv über Zusammenarbeit und Erwartungshaltung gesprochen.

"Ich bin mir sicher, dass wir mit Kolofons Expertise noch viel mehr in Leonberg für die Inklusion erreichen können", sagt Cohn.


Kontakt zur kommunalen Inklusionsvermittlerin

Elisabeth Kolofon hat ein offenes Ohr für alle Leonbergerinnen und Leonberger, die Fragen rund um Inklusion haben.

Bei ihr können Hürden und Barrieren gemeldet werden – egal ob im Straßenbau oder bei Veranstaltungen. Auch Verbesserungsvorschläge sind bei ihr immer willkommen. Elisabeth Kolofon ist über die neu eingerichtete Mailadresse inklusion@leonberg.de erreichbar.


 

Kontakt

Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Belforter Platz 1
71229 Leonberg
 
Telefonnummer 07152 990-1011

Telefonnummer 07152 990-1020



Raum Rathaus Leonberg Belforter Platz, Zi. 05.14




 

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