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07.10.2021

Reinhard Siegfarth - ein RadLer mit Ausdauer 

Vierter Teil der Serie: Leonberg erweckt Lokale Agenda zum Leben. 

Reinhard Siegfarth  von der Agendagruppe RadL

© Stadt Leonberg / Küster

 

Neue Serie 'Lokale Agenda leben'

Nachhaltigkeit, Naturschutz, Fairer Handel – in Leonberg sind das keine Worthülsen. Hier erwecken Menschen Werte zum Leben. Im Jahr 2021 verpflichtete sich die Verwaltung selbst die 17 Ziele auf kommunaler Ebene umzusetzen. Bis heute ist viel passiert.

In der Serie "Lokale Agenda leben" stellt die Stadtverwaltung Protagonisten vor, die ihren Alltag der Lokalen Agenda verschrieben haben. Im vierten Teil berichtet Reinhard Siegfarth über seinen unermüdlichen Einsatz auf seinem Drahtesel in der Initiative RadL.

Sicher durch die Stadt?

Das kommt man in Leonberg nur mit dem Auto. Zumindest wenn man Reinhard Siegfarth fragt. Der 66-Jährige spricht aus Erfahrung. Denn Siegfarth strampelt regelmäßig durch die City.

"Gerade die Brenner- oder Römerstraße sind neuralgische Punkte in der Innenstadt. Hier müsste es längst Fahrradwege geben, wenn man die Verkehrswende einleiten will und mehr Aufenthaltsqualität schaffen möchte", sagt Siegfarth, während sich hinter ihm am Neuköllner Platz die Blechlawinen im Schneckentempo bewegen.

Neue Mobilitäts-Ära im Blick

Dass in den vergangenen Jahrzehnten in der Keplerstadt eher aufs Auto und nicht aufs Zweirad gesetzt wurde, ist offenkundig. Doch damit soll Schluss sein. Oberbürgermeister Martin Georg Cohn hat mit seinem zukunftsträchtigen Umbau der City, genannt "Stadt für Morgen", eine neue Mobilitäts-Ära eingeleitet.

Das Ziel: Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger, weniger Autos. Der Gemeinderat stimmte den Plänen vor wenigen Monaten zu.

Der neue Leiter für innovative und intermodale Mobilität, Stephan Kerner, hat mit der Erhebung der Verkehrsdaten, die für die "Stadt für Morgen" essenziell sind, bereits begonnen. Die ersten Förderanträge zur Verbesserung des Leonberger Radverkehrs werden beim Land Baden-Württemberg vorbereitet und noch dieses Jahr eingereicht. Erste Planungen im Bereich der Poststraße laufen bereits, die Bereiche Römer-, Eltinger und Leonberger Straße, sowie der Neuköllner Platz folgen voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Bis die "Stadt für Morgen" steht, wird es zwar noch einige Jahre dauern. Doch die Ampeln für RadL stehen auf "Grün".


Ideal für Pendler: Parken im Fahrradhaus

Genau wie die Farbe des Fahrradhauses am Bahnhof. Bisher nutzen nur wenige Leonbergerinnen und Leonberger die sichere und trockene Abstellmöglichkeit für ihre Drahtesel. Reinhard Siegfarth kann es sich nicht erklären, warum das Angebot nur bedingt auf Anklang stößt.

"Eigentlich ist das eine super Sache", sagt er. Mit dem Bau sollte der Anreiz, mit dem Fahrrad zum Bahnhof zu fahren und von dort aus die S-Bahn zum Arbeitsplatz zu nutzen, gestärkt werden. "Ich glaube, dass viele noch im Homeoffice sind. Je mehr Menschen mit teuren Pedelecs unterwegs sind, desto mehr werden auch das Angebot des Fahrradhauses nutzen", ist sich Siegfarth sicher.

Von Anfang an dabei

Der freundliche Mann mit breitem Lächeln engagiert sich schon seit der Gründung der Lokalen Agenda im Jahre 1999 in der Gruppe RadL ("Radel aktiv durch Leonberg").

Warum? "Weil ich hier aktiv an dem Ziel für ein lebenswerteres Leonberg mitarbeiten kann. Daher wünsche ich mir, dass das Fahrrad wieder vermehrt im Alltag benutzt wird – gerade für kurze Fahrten in der Stadt", so der passionierte Biker.

Er empfindet es als seine Aufgabe, gemeinsam mit der Stadtverwaltung, dem Referat Innovative und Intermodale Mobilität, dem Ordnungsamt, dem Planungsamt und auch dem Tiefbauamt für die Verbesserung der Radfahrersituation zu arbeiten, immer wieder Anreize zu setzen und auf Missstände hinzuweisen.

RadL wurde schon im Jahr 1996 gegründet. Die Initiative begeht ihr 25-jähriges Bestehen – pandemiebedingt leider ohne Feier. Dennoch: "wir sind überzeugt: wer Radwege sät, wird Radverkehr ernten", so Siegfarth.

Leonberger Radwegekonzept

Schon vor acht Jahren beschloss der Gemeinderat ein Radwegekonzept für Leonberg. Bisher wurden nur wenige festgeschriebenen Punkte umgesetzt. Damals wurden etwa die Römerstraße, die Eltinger- und die Leonberger Straße als Haupt-Fahrrad-Achsen definiert. Sie sollten bereits Fahrradstreifen erhalten. Bisher ist nur ein kleiner Abschnitt in der Römerstraße realisiert worden.

Aber es gibt auch Verbesserungen. Siegfarth nennt beispielhaft viele Einbahnstraßen, die für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben wurden, um Umwege zu vermeiden. Oder Beschilderungen auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen, damit Radfahrer nicht verpflichtend auf Gehwegen fahren müssen, um Konflikte mit Fußgängern zu vermeiden. Hinzu kommt das Mammutprojekt "Stadt für Morgen", das Fuß- und Radverkehr in den Mittelpunkt der Flächenplanung stellt.

Bis alle Radwege ausgebaut und umgesetzt wurden, wird es noch etwas dauern.

Situation selbst 'er-fahren'

Deshalb veranstaltet Siegfarth mit seinen Kollegen zur besseren Sicherheit in Zusammenarbeit mit der Polizei immer wieder ein Fahrradsicherheitstraining. "Um die schwierigen Situationen für Radfahrer in der Stadt zu zeigen, hat RadL Orientierungsfahrten mit Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderätinnen und Gemeinderäten durchgeführt. Alles wurde dokumentiert - mit dem Ziel Abhilfe zu schaffen" so Reinhard Siegfarth.

Fahrrad-Börse geplant

Außerdem finden Fahrradtouren in der näheren Umgebung statt und im Frühjahr wird es wohl wieder eine Fahrrad-Börse auf dem Bürgerplatz vor der Stadthalle geben, bei der viele Fahrräder ihren Besitzer wechseln.

 

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