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18.08.2021

Sieger des Skulpturenwettbewerbs steht fest 

Birgit Feils Darstellung der Katharina Kepler wurde als Siegerin des Skulpturenwettbewerbs anlässlich des 475. Geburtstages und 400. Todestages von Katharina Kepler im Jahr 2022 gekürt. Die Skulptur soll im kommenden Jahr vor dem Geburtshaus aufgestellt werden.

Skulptur der Katharina Kepler von Birgit Feil (Foto: Birgit Feil)

Skulptur der Katharina Kepler von Birgit Feil (Foto: Birgit Feil)

 

Drei Entwürfe zur Wahl

Die drei Künstlerinnen Birgit Feil, Katja Geisselhardt und Nina Koch, die sich am Wettbewerb beteiligten, stellten zuletzt ihre Entwürfe einer sechsköpfigen Jury, bestehend aus drei Mitgliedern des Bürgervereins Eltingen, Elisabeth Josenhans, Rolf Böhmler und Dietmar Plesch, der Leiterin des Stadtarchivs, Bernadette Gramm, der Abteilungsleiterin Kultur, Katja Rohloff, sowie dem Kunsthistoriker Dr. Tobias Wall, vor.

Im Anschluss daran beriet sich die Jury und diskutierte die Entwürfe. In einer geheimen Abstimmung sprach sich die Mehrheit der Jurymitglieder für den Entwurf von Birgit Feil aus. Dieser erhielt vier der sechs Stimmen, der Entwurf von Katja Geisselhardt zwei.

Finale Entscheidung der Jury

Im Vorfeld waren alle Leonbergerinnen und Leonberger eingeladen, ihren Favoriten zu wählen und damit gemeinsam eine zusätzliche Stimme im Auswahlverfahren zu bilden. 346 Stimmkarten sind beim Amt für Kultur und Sport eingegangen. Dabei entfielen 225 Stimmen auf den Entwurf von Katja Geisselhardt, 69 auf den Entwurf von Nina Koch und 52 Stimmen auf den Entwurf von Birgit Feil. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger stimmten somit für den Entwurf von Katja Geisselhardt. Dieses Ergebnis bildete die siebte Stimme in der finalen Entscheidung der Jury.

Insgesamt entfielen vier Stimmen auf den Entwurf von Birgit Feil und drei Stimmen auf den Entwurf von Katja Geißelhardt. Nina Kochs Entwurf erhielt keine Stimme. Somit steht Birgit Feil als Gewinnerin des Skulpturenwettbewerbs fest.


Entwurf von Birgit Feil

Birgit Feils Darstellung der Katharina Kepler zeigt eine Frau, die dem Betrachter lebensecht gegenübertritt. Eine Frau ihrer Zeit, die gleichzeitig zeitlos erscheint; selbstverständlich menschlich, mit einem Gesicht "wie du und ich".

Ihre Säulenhaftigkeit symbolisiert Standhaftigkeit und verweist auf ihr Schicksal ebenso wie auf ihre innere Haltung. An der aufgewühlt modellierten Oberfläche werden schmerzhafte Erfahrungen und ein verletzliches Inneres offenkundig. Sie trägt entsprechend den damaligen Normen ein langes Kleid, einen Übermantel und eine Haube. Versteckt in den Falten des Kleides sind Gravuren und Stempelspuren sichtbar, die bei genauerer Betrachtung immer wieder das Wort "Hexe" formen.

Als Symbol der Brandmarkung stellen sie die Figur in ihren historischen Kontext. Gleichzeitig mahnen sie den Betrachter vor Diskriminierung und Vorverurteilung im heute. Die Figur steht ohne künstliche Erhöhung bodengleich auf einer Stahlplatte. Weitere in die Straße eingearbeitete Platten unterschiedlicher Größe zeichnen einen symbolischen Weg hinüber zu Katharina Keplers Geburtshaus.

Hintergrund zu Katharina Kepler

Katharina Kepler wurde am 8. November 1547 in Leonberg-Eltingen geboren und lebte dort bis zu ihrer Heirat mit Heinrich Kepler. Anschließend zog Kepler in das Elternhaus ihres Ehemannes in Weil der Stadt. Nur einige Jahre später zog die kleine Familie in das württembergische Leonberg, an den heutigen Marktplatz.

Ihr Ehemann verließ 1589 die Familie und kam bei einem Einsatz als Söldner ums Leben. Danach zog die nun wohlhabende Witwe in die Klosterstraße. Kepler wandte sich vermehrt der Zubereitung von Arzneien und Salben zu und widmete sich im Laufe der Jahre der Krankenpflege. Ihr Sohn selbst nannte sie in einem Manuskript "kräutersammelnde Zauberin und Geisterseherin".

Im Jahr 1615 wurde Katharina Kepler als Hexe verdächtigt und später angeklagt. Die Beschuldigungen und die Anklage gegen sie zogen sich bis ins Jahr 1620, in dem sie schließlich verhaftet wurde.

Einer der bekanntesten Württembergischen Hexenprozesse folgte, bei dem ihr, nicht zuletzt, die Bemühungen ihres Sohnes, Johannes Kepler, zu einem Freispruch verhalfen. Auch ihre Standhaftigkeit, sich trotz Androhung von Folter nicht der Hexerei schuldig zu bekennen, waren sicher ausschlaggebend für die Freilassung.

Gezeichnet von den Strapazen des Prozesses und der langen Haft verstarb Katharina Kepler am 13. April 1622.


 

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