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28.07.2021

Hochwasser von 2010: Starkregenmarken zur Erinnerung 

Vier Starkregenmarken sollen in ganz Leonberg, samt Teilorten, als Zeitzeugen dienen: sie erinnern an das Hochwasser aus dem Jahr 2010 und zeigen, welche Schutzmaßnahmen Leonberg traf. 

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (li.) und Baubürgermeister Klaus Brenner präsentieren die Marken an der Kreuzung Rutesheimer Straße/Mühlstraße

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (li.) und Baubürgermeister Klaus Brenner präsentieren die Marken an der Kreuzung Rutesheimer Straße/Mühlstraße  | © Stadt Leonberg

 

Details per QR-Code

Über einen QR-Code bekommen Interessierte wissenswerte Informationen zur damaligen Katastrophe an besonders stark betroffenen Stellen.

Im Fokus stehen auch Maßnahmen, die die Stadtverwaltung einleitete, um die Katastrophen künftig zu verhindern. Oberbürgermeister Martin Georg Cohn sowie Baubürgermeister Klaus Brenner präsentieren die vier Marken an der Kreuzung Rutesheimer Straße/Mühlstraße.

Bedeutung des Starkregens

Die jüngsten Ereignisse in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zeigen auf schreckliche Art und Weise, welche Gefahr vom Starkregen ausgeht. Über 150 Menschen verloren Mitte Juli ihr Leben. Einige werden bis heute noch vermisst.

"Diese Wassermassen in Schach zu halten, ist wahrscheinlich unmöglich. Aber zu den wesentlichen Aufgaben einer Kommune gehört es, alles dafür zu tun, um das Leben der Bürgerinnen und Bürger zu schützen", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, während er an einer Laterne oberhalb der Clausenmühle die Starkregenmarke der Öffentlichkeit präsentiert.

Bevölkerungsschutz ausgeweitet

Die Stadtverwaltung habe in den vergangenen elf Jahren viel für die Sicherheit der Bevölkerung getan.

"Wir haben aus den Erfahrungen der verheerenden Katastrophe im Jahr 2010 gelernt und unsere Hausaufgaben gemacht. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben", so Cohn.

Markierung besonders betroffener Ort

Insgesamt vier Starkregenmarken werden in Leonberg an folgende Orten hängen:

  • Rutesheimer Straße / Mühlstraße (Clausenmühle)
  • Lahrensmühle / In der Au (beim städtischen Baubetriebshof)
  • Bahndurchlass im Höfinger Täle (beim dem über aus Gebersheim zufließenden Fockenbach/Rechen zur Verdolung)
  • Warmbronn Im Brenntenhau (südlich von Warmbronn in der Waldfläche "Brenntenhau" beim Schützenhaus oberhalb des Sindelfinger Wegs)

Die Starkregenmarken repräsentieren Orte in Leonberg, an denen das Hochwasser besonders stark wütete. Interessierte können einen QR-Code mit ihrem Smartphone einscannen und gelangen auf eine Internetseite, die ihnen Informationen zum damaligen Geschehen liefern. Zudem erhalten Bürgerinnen und Bürger Auskunft über die Maßnahmen, die die Stadtverwaltung zum Schutz vor weiteren Überschwemmungen umsetzte.

Ziel: Schutz und frühe Warnungen

Über das Flut-Informations- und Warnsystem Fliwas etwa, können örtliche Hilfsorganisationen die aktuellen Pegelstände an besonders neuralgischen Punkten überwachen. Leonberg ist im modernen, webbasierten Hochwasser-Krisenmanagementsystem vertreten. Alle verfügbaren Hochwasserinformationen des Landes und der Kommunen werden hier auf einer Plattform gebündelt.

Auf diese Weise kann Leonberg Frühwarnungen bei lokalen Hochwassern in ihre Pläne einbeziehen und individuelle Hochwasser-Alarm- und Einsatzpläne erstellen, die auf die örtlichen Verhältnisse ausgerichtet sind. Im Hochwasserfall visualisieren digitale Lagekarten das Ausmaß des Hochwassers.

Ein Job mit großer Verantwortung

Einer, der die Maßnahmen in Leonberg über Jahre hinweg immer wieder vorantrieb, ist Manfred Schmickl. Der ehemalige Mitarbeiter der Verwaltung ging vor wenigen Monaten in Rente.

"Leonberg vor Starkregen zu schützen, war seit dem Hochwasser 2010 eine meiner Hauptaufgaben", erinnert sich Schmickl, während er an der Glemsbrücke in der Nähe des Baubetriebshofs auf das Wasser hinunterblickt. Auch hier wird eine Starkregenmarke angebracht. Sollte es wieder zum Starkregen kommen, können Experten heute etwa anhand eines angebrachten Pegels den Stand dauerhaft überprüfen.

20 Meter weiter befindet sich eine weitere eher unscheinbare, aber extrem wichtige Maßnahme, die die Stadtverwaltung vor einigen Jahren umsetzte. Das Tiefbauamt und der Baubetriebshof schaufelten mit schwerem Gerät am Ufer der Glems eine Anhöhung.

"Der bauliche Schutz an dieser neuralgischen Stelle war dringend erforderlich. Und wir haben ihn schnell umgesetzt. Jetzt haben es die Wassermassen schwer, das Ufer zu überspülen – zum Glück", sagt Schmickl.

Nachfolger setzt Mission fort

Seit 1. Januar 2021 beerbt Michael Reiter das Amt des Leonberger Urgesteins im Tiefbauamt der Stadtverwaltung. Auch Reiter hat sich unter anderem dem Schutz vor Starkregen verschrieben. Er betont, dass man sich in Leonberg nicht erst jetzt mit dem Thema ernsthaft beschäftigt.

"Das Starkregenereignis vom 4. Juli 2010 hat die Leonberger wachgerüttelt. Die aktuell laufende Maßnahme zum vorbeugenden Hochwasserschutz Gebersheim mit Ausbau des oberen Fockenbach/Renaturierung (Bauphase im Jahr 2022) zeigt, dass man konkrete bauliche und naturverträgliche Umsetzungen zur Prävention anstrebt. Es ist auch meinem Vorgänger zu verdanken, der sich dafür eingesetzt hat, dass für Leonberg Starkregengefahrenkarten erarbeitet wurden, die auch als Instrument in der Bauverwaltung und bei Erschließungsabfragen zum Einsatz kommen. Im Zuge der Aktualisierung der Starkregengefahrenkarten ist im kommenden Jahr eine Bürgerinfoveranstaltung seitens der Glems-Anrainerkommunen geplant. Zudem existiert bei der Stadtverwaltung Leonberg bereits ein Handlungskonzept Starkregenrisikomanagement, was noch überarbeitet wird. Auch die jüngsten Ereignisse in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beweisen, dass wir weiter am Schutz vor Hochwasser arbeiten müssen. Das tun wir. Gemeinsam mit anderen Kommunen in der Glems-Region."

 

 

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