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30.06.2021

Wegen Delta-Variante: Testpflicht bleibt in Leonberger Kitas bestehen

Die Delta-Variante des Coronavirus wurde in Leonberg bereits mehrfach nachgewiesen. Neben zwei Schulen ist auch eine Kita betroffen.

Knapp die Hälfte aller Infektionen im gesamten Landkreis Böblingen gehen auf Leonberg zurück.

Die Testpflicht in Kindertagesstätten bleibt bis zum 31. Juli. Wird innerhalb einer Woche kein Kind positiv auf das Virus getestet, erlischt die Testpflicht. Welche Art der Antigen-Schnelltests verwendet werden, können Eltern selbst entscheiden. 

Corona-Schnelltest (Foto: Plyushkin, iStockphoto)

© Plyushkin, iStockphoto

 

"Die Delta-Variante des Coronavirus bereitet mir große Sorgen. Sie wurde bei uns schon mehrfach bestätigt. Deshalb müssen wir handeln und die Testpflicht in den Kitas aufrecht erhalten. Um die Kinder selbst sowie die Erzieherinnen und Erzieher und auch die Eltern und Großeltern vor einer Ansteckung zu schützen", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

"Wir wollen ein Zeichen setzen"

Auch die für die Kindergärten und das Ordnungsamt zuständige erste Bürgermeisterin, Josefa Schmid, hält die verpflichtenden Tests für sinnvoll. "Wir wollen ein Zeichen setzen und damit zeigen, dass wir die Entwicklung in Leonberg ernst nehmen. In unserer Stadt kommen zwei wesentliche Faktoren zusammen: Die verhältnismäßig hohen Fallzahlen und die Delta-Variante. Beide Punkte zusammen machen die Allgemeinverfügung zur Testpflicht in Kitas verhältnismäßig", so Schmid.

Denn Fakt ist: die Corona-Variante "Delta" ist auch für Kinder hoch ansteckend. Wo in Schulen die Maskenpflicht herrscht und Abstände eingehalten werden können, ist das in Kitas und Krippen jedoch nicht möglich. "Dort weiter verpflichtend zu testen, ist deshalb notwendig. Und viele Eltern in Leonberg finden das Testen ohnehin richtig. Das wird der Stadtverwaltung aus den Einrichtungen bestätigt", so Cohn.

Testpflicht kann früher enden

Sollte innerhalb einer Woche kein Kind positiv getestet werden, gilt die Pflicht zur Testung nicht mehr. „Das heißt aber nicht, dass gar nicht mehr getestet wird. Dann erfolgen Tests auf freiwilliger Basis. Welche Antigen-Tests verwendet werden, ist egal. Sie müssen jedoch zugelassen sein“, sagt OB Cohn.

Wie besorgniserregend die Lage in Leonberg tatsächlich ist, zeigt die besondere Maßnahme des baden-württembergischen Sozialministeriums. Es hat den Landkreis Böblingen damit beauftragt eine Sonder-Impfaktion am kommenden Samstag, 3. Juli, in der Berufsschule mit dem Impfstoff des Herstellers "Johnsson & Johnsson" zu organisieren - unter anderem weil die Mutante in Leonberg in Schulen und einer Kita bereits nachgewiesen wurde.

Voller Impfschutz schützt, erste Impfung nur bedingt

Wer mit den Impfungen der Hersteller Biontech, Moderna oder Astrazeneca geimpft wird, benötigt zwei Spritzen um einen vollen Immunschutz aufzubauen. Gerade vor der neuen Delta-Variante schützt die erste Impfdosis aber nicht ausreichend. Auch das macht diesen Virustyp so tückisch. Bei dem Hersteller von Johnsson & Johnsson haben Geimpfte schon zwei Wochen nach der ersten Spritze einen vollen Schutz. Eine zweite Immunisierung wird nicht benötigt. Für die Sonder-Impfaktion ist eine telefonische Anmeldung unter der Sonderrufnummer 07031 663-3555 unbedingt erforderlich. Die Nummer ist von Mittwoch bis Freitag diese Woche, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr erreichbar.

Hohe Fallzahlen in Leonberg machen Testpflicht nötig

Doch nicht nur die hohe Ansteckungsgefahr in Kitas, auch die verhältnismäßig hohen Fallzahlen in Leonberg spielten bei der Entscheidung über die Testpflicht, die sich die Stadtverwaltung nicht leicht gemacht hat, eine wichtige Rolle. Denn seitdem die Delta-Variante nachgewiesen werden kann, wurden im Landkreis insgesamt 30 Delta-Fälle registriert (Stand: 30. Juni). Davon leben 20 Personen in Leonberg. 10 von ihnen sind Kinder oder Jugendliche. Bei den Pflichttests in Schulen und Kitas wurden drei dieser bestätigten Fälle entdeckt. Ohne die Tests bei den symptomlosen Kindern wären diese nicht aufgedeckt worden. Sie hätten das Virus in der Kitagruppe und in den Schulen weitergeben können.

Bisher keine Impfung für Kinder unter zwölf Jahren

Und das ist noch nicht alles. "27 der derzeit insgesamt 60 Infizierten im Landkreis Böblingen leben in Leonberg. Das ist fast die Hälfte. Tendenz steigend. Da ergeben zwangsläufig Maßnahmen – gerade mit Blick auf die Variante 'Delta' und Kitas – Sinn", sagt OB Cohn. Warum? Eltern haben bisher überhaupt keine Möglichkeit Kinder unter zwölf Jahren zu impfen. Wäre die Testpflicht ausgelaufen, wären die Kinder einer Ansteckung mit dem Coronavirus ohne Impfschutz ausgeliefert. Auch sie können – wenn auch selten – schwer an Covid-19 erkranken, an Langzeitfolgen leiden, oder das Virus unbewusst mit nach Hause bringen und Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde anstecken. "Das wollen wir mit der weiterführenden Testpflicht unbedingt vermeiden", sagt Cohn.

Das Gesundheitsamt des Landkreises teilt die Auffassung der Verwaltung und unterstützt – auch bei der Ausarbeitung der Allgemeinverfügung der Kommune. Sie soll noch heute veröffentlicht werden und bereits ab morgen, 1. Juli, in Kraft treten.

Allgemeinverfügung

Das Gesundheitsamt des Landkreises teilt die Auffassung der Verwaltung und unterstützt – vor allem bei der Ausarbeitung der Allgemeinverfügung der Kommune.

Sie tritt morgen, Donnerstag, 1. Juli, in Kraft.

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