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26.05.2021

Stadtsauberkeit: Mülleimer, Halteverbot und mehr Bewusstsein 

So soll die Stadt Leonberg noch sauberer werden. Denn ein sauberes, ordentliches Stadtbild liegt der Verwaltung am Herzen. Deshalb werden an mehreren Orten besondere Maßnahmen umgesetzt. 

Beispiele gefällig?

Im Gewerbegebiet Leo-West werden Betriebe darum gebeten, den umliegenden öffentlichen Raum im Blick zu halten. Außerdem werden weitere Mülleimer aufgestellt. Damit die von der Stadtverwaltung neu angeschaffte Kehrmaschine auch an verwinkelten Stellen ihre Arbeit verrichten kann, wird es übergangsweise und an vereinzelten Orten in der Neuköllner Straße Haltverbote geben.

Oberbürgermeister begrüßt die neuen Maßnahmen

"Ein sauberes und ordentliches Stadtbild hat Leonberg immer ausgezeichnet. Ich will, dass das so bleibt. Dafür muss aber auch die Verwaltung etwas tun", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Er begrüßt daher die neuen Maßnahmen, die schon bald in die Tat umgesetzt werden sollen. "Wir haben bereits in der Vergangenheit viel dafür getan, damit der Müll im öffentlichen Raum auch tatsächlich in den Eimern landet. Es gibt aber immer Luft nach oben", sagt der OB.


Fast 800 Meldungen über Leonberger Mängelmelder

Über die Leo-Oh-App etwa können Bürgerinnen und Bürger einfach, unbürokratisch und schnell Müll oder Schäden im öffentlichen Raum melden. Das Angebot wird rege genutzt. Seit der Inbetriebnahme der App am 4. Februar 2021 sind 784 Meldungen eingegangen.

Die Zuständigkeiten liegen in unterschiedlichen Ämtern. Für jede Meldung fällt eine Bearbeitungsdauer von durchschnittlich rund 25 Minuten an. Dieser Aufwand wird hochgerechnet und bei den Personalbedarfsmeldungen zum Haushalt 2022 berücksichtigt.


Zeitnahe Umsetzung der Aufträge

Die Information zu bekommen, ist die eine Sache. Schnell darauf zu reagieren, eine andere. Nur in seltenen Fällen ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung möglich sofort und spontan zum Einsatz auszurücken. In aller Regel ist der Terminkalender der fleißigen Männer und Frauen bereits gut gefüllt.

Die Information wird abgearbeitet, wenn der nächste Einsatz in der Gegend laut Plan stattfindet. Das kann manchmal mehrere Tage in Anspruch nehmen. Sollte eine Meldung kurz nach einem Einsatz im jeweiligen Gebiet eingehen, kann es noch etwas länger dauern.

"Es kann sein, dass es vereinzelt zu längeren Wartezeiten kommt. Dass sich manche Bürgerinnen und Bürger darüber ärgern, ist nachvollziehbar. Aber unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben immer ihr Bestes. Wir versuchen so gut es geht alle Aufträge so zeitnah wie möglich umzusetzen", sagt Oberbürgermeister Cohn.

Teststrecke für Kehrmaschine

Die Stadtverwaltung möchte aber nicht nur nach einer Meldung aus der Bürgerschaft reagieren. Auch deshalb wurde vor kurzem eine teure Kehrmaschine angeschafft. Ein Problem ist bisher, dass die Maschine nicht an jede schmale, verwinkelte Stelle vordringen kann, weil parkende Autos den Weg versperren.

Um das Problem zu lösen, wird die Neuköllner Straße bald zu einer Teststrecke. Für einen kurzen Zeitraum wird hier ein Haltverbot entstehen. Dafür werden Schilder platziert. Wann genau der Test beginnt und von wann bis wann ein Verbot eingeführt wird, ist noch nicht klar. Fakt ist: Die Aktion soll Anfang Juli 2021 anlaufen.


Zusätzliche Mülleimer

Im Gewerbegebiet Leo-West setzt die Stadt künftig auf eine Doppelstrategie: Auf der einen Seite wirbt die Verwaltung bei ansässigen Firmen sowie Grundstückseigentürmern der noch nicht bebauten Flächen dafür, auf vermüllte Orte in ihrer unmittelbaren Umgebung zu achten. Darüber hinaus werden an der Bushaltestelle im Gewerbegebiet zusätzliche Mülleimer angebracht. Einige Bürger hatten sich bei der Stadtverwaltung über Müll in dieser Gegend beklagt. Mehrere Kontrollen der Ortspolizei konnten diesen Eindruck jedoch nicht bestätigen.

Frühjahrs-Putzaktion im April 2022 geplant

Und selbstverständlich will die Stadt so schnell wie möglich auch selbst Hand anlegen. Nach heutigem Stand soll an einem Samstag im April 2022 von 10 bis 13 Uhr die Aktion "Putzete" wieder stattfinden – vorausgesetzt die Pandemie lässt es zu. Wie jedes Jahr können sich zahlreiche Vereine, Schulen, Fraktionen sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Frühjahrsputz im öffentlichen Raum beteiligen. Zangen, Handschuhe und Warnwesten stellt die Stadtverwaltung.

OB Cohn lobt Einsatzbereitschaft

"Die Putzete ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil in Leonberg geworden. Die Aktion wird von ganz vielen Bürgerinnen und Bürgern gerne angenommen. Für dieses große Engagement bin ich allen Beteiligten sehr dankbar. Wir räumen nicht nur die Stadt auf. Wir schaffen bei den Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig noch mehr Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Abfall. Für mich ist das ein ganz wichtiger Baustein für eine saubere Zukunft Leonbergs", sagt OB Cohn.