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26.05.2021

Gerhart-Hauptmann-Realschule setzt auf echte Digitalisierung im Unterricht 

Die Stadtverwaltung stattet Lehrende aller Schulen in Trägerschaft der Stadtverwaltung sowie Schülerinnen und Schüler einer Klasse im künftigen achten Jahrgang der Gerhart-Hauptmann-Realschule (GHR) mit Tablets aus. 

Birgit Schurr, Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik der Stadtverwaltung (links), Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, Schulleiter Marc Schwarz und Konrektorin Juliane Wittig im Chemieraum der GHR

Birgit Schurr, Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik der Stadtverwaltung (links), Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, Schulleiter Marc Schwarz und Konrektorin Juliane Wittig im Chemieraum der GHR

 

Tablets für alle Lehrende

Die Stadtverwaltung stattet Lehrende aller Schulen in Trägerschaft der Stadtverwaltung sowie Schülerinnen und Schüler einer Klasse im künftigen achten Jahrgang der Gerhart-Hauptmann-Realschule (GHR) mit Tablets aus.

Der Unterricht dieser Klasse soll dann über Bildschirme laufen. Damit investiert die Stadtverwaltung in ein Pilotprojekt, das als Vorbild für die Zukunft aller Schulen in Leonberg fungieren soll.

Pilotprojekt einer achten Klasse ab Schuljahr 2021/2022

Statt Füller und Heft holen die Kinder nur noch Tablet und Pen aus ihrer Tasche. Was sich nach Science-Fiction anhört, könnte bereits in wenigen Monaten an der Gerhart-Hauptmann-Realschule Realität werden. Denn eine künftige achte Klasse erprobt ab dem Schuljahr 2021/2022, wie Tablets den Unterricht der Zukunft in Leonberg verändern werden.

Leonberg möchte Vorreiter werden

"Dass die Technik aus den Schulen nicht mehr wegzudenken sein wird, ist bereits heute klar. Wir wollen uns als Stadt Leonberg aber darauf bestmöglich vorbereiten und auch Vorreiter in der Region werden. Unser Pilotprojekt wird uns dabei helfen, herauszufinden, wie die Vision flächendeckende 'Tabletklassen' realisiert werden kann", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn optimistisch. "Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr ist uns allen klargeworden, dass auch wir als Stadtverwaltung noch mehr tun müssen, als ohnehin schon. Unsere Kinder müssen uns das einfach Wert sein", so der OB.

Schulleiter sieht Schritt in die Zukunft des Lehrens und Lernens

Die Idee des Pilotprojekts "Tabletklasse" hatte Marc Schwarz. Der selbstbewusste Schulleiter der GHR mit Vollbart ist sichtlich stolz auf die künftige Errungenschaft, als er den Piloten im Chemieraum seiner Schule praktisch veranschaulicht. "Tablets haben sehr viele Vorteile. Wenn die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrerinnen und Lehrer nur noch hiermit arbeiten, haben wir einen riesigen Schritt in die Zukunft des Lehrens und Lernens gemeistert", sagt er.

Virtueller Rucksack wiegt leicht

Warum das so wichtig ist? Schwere Schulranzen können zu erheblichen und nachhaltigen Rückenproblemen bei Kindern und Jugendlichen führen. Federtaschen, Hefte und Bücher brauchen die Schülerinnen und Schüler der Pilotgruppe dann nicht mehr schleppen. Sie haben alle wichtigen Unterlagen in ihrem virtuellen Rucksack immer dabei.

Gelebte Medienkompetenz

Und nicht nur das. Sie lernen den Umgang mit Medien nicht mehr nur noch theoretisch. "Medienkompetenz fängt schon früh in der Schulbildung an. Das ist auch gut und richtig. Aber wenn die Kinder direkt im Unterricht das Erlernte anwenden können, ist der Effekt deutlich größer", erklärt Silke Eichner, Lehrerin an der GHR.

Direkter Blickkontakt mit den Schülern

Ein weiterer Vorteil sei, dass sie sich künftig nicht mehr von ihren Schützlingen abwenden muss, um das Whiteboard oder die Tafel zu bestücken. "Mit dem Tablet in der Hand, kann ich Notizen machen und schaue die Jugendlichen dabei an. Sie brauchen auch nicht ständig von der Tafel abschreiben, sondern erhalten die Unterlagen und das Erarbeitete direkt aufs Tablet. Die Zeitersparnis ist immens", sagt sie überzeugt.

Dadurch hätten die Kinder künftig mehr Zeit, um den Stoff tatsächlich zu üben und dadurch besser zu verstehen. Statt mühsam abschreiben, heißt es künftig: Erlerntes verinnerlichen und anwenden.

Praktische Umsetzung wichtig

"Ich kann mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass wir die Zeitersparnis für Projekte einsetzen und kurze Filmchen zu den einzelnen Themen drehen. So bleibt der Stoff wirklich im Kopf. Die Jugendlichen sollten nicht mehr nur aufschreiben und dann stur auswendig lernen. Sie müssen das praktisch umsetzen. So wird die Zukunft der Schule aussehen", ist sich Schulleiter Schwarz sicher.

Eltern werden informiert

Nach den Pfingstferien informiert die Schule die Eltern der heutigen Siebtklässler bei einem Elternabend über das gemeinsame Vorhaben mit der der Stadtverwaltung.

Praktische Umsetzung

Doch wie soll der immense finanzielle Aufwand gestemmt werden? Ein Vorschlag, der nun geprüft werden soll: Eltern schließen mit der Stadtverwaltung einen Leasingvertrag ab, die monatliche Gebühr wird von der Stadtverwaltung und den Eltern gemeinsam finanziert. Die Schülerinnen und Schüler besitzen das Gerät dann nicht nur im Unterricht, sondern auch in ihrer Freizeit. Der geringe monatliche Betrag summiert sich bis zum Schulabschluss.

"Dann wollen wir, dass die Kinder das Gerät behalten. Wenn ihnen das Tablet nämlich gehört, gehen sie damit pfleglicher um. Auch dafür wollen wir ein Bewusstsein schaffen", sagt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Lernen am Piloten, Ausweitung denkbar

Derzeit befindet sich das Pilotprojekt "Tabletklasse" noch in der Planungsphase. "Wir prüfen gerade, wie wir das dann konkret umsetzen. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg", sagt Cohn.

Sollte sich das Vorhaben zu einem Erfolgsmodell entwickeln, will die Stadtverwaltung das Projekt nach und nach auf alle weiterführenden Schulen in Leonberg ausweiten. "Wir lernen aus dem Piloten. Wenn alles gut geht, denken wir groß", sagt der OB.


 

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