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07.05.2021

Modellprojekt in Leonberg: 21 mobile Luftfilter für das Halden-Kinderhaus 

Die Stadtverwaltung investiert rund 8.000 Euro: Die mobilen Luftfilter sollen Coronaviren im Rahmen eines Modellprojekts im Halden-Kinderhaus bekämpfen. 

Die abgebildeten Personen (von links): Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, Marita Rasche, Ilonka Gairing und Thomas Classen im Halden-Kinderhaus Leonberg

Die abgebildeten Personen (von links): Oberbürgermeister Martin Georg Cohn, Marita Rasche, Ilonka Gairing und Thomas Classen im Halden-Kinderhaus Leonberg

 

Investition von rund 8.000 Euro

Die Stadtverwaltung investiert rund 8.000 Euro in mobile Luftfilter und startet damit ein Pilotprojekt. Ziel ist es Kinder, deren Eltern und die Erzieher vor dem Coronavirus zu schützen und damit einen weiteren Teil zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen.

Projektbegleitung durch Universität Stuttgart

Das Projekt wird von der Universität Stuttgart begleitet.

Kaum vorstellbar, dass dieser unscheinbare weiße Kasten aus Plastik zum Retter in der Pandemie werden könnte. Schließlich ist er nur einen halben Meter hoch, unterliegt damit sogar den herumtollenden Kindern und soll sie doch vor einem noch viel kleineren Winzling schützen, der unsere Gesellschaft seit über einem Jahr in Atem hält - im wahrsten Sinne. Die Rede ist von einem mobilen Luftfilter. Er bildet ab Montag, 10. Mai, im Haldenkinderhaus mit seinen 20 elektrischen Kollegen eine Allianz gegen das Coronavirus.

Aktiv gegen Schließungen

Die Stadtverwaltung Leonberg hat sich für ein Modellprojekt entschieden und geht damit neue Wege.

"Ich will nicht mehr dabei zusehen, wie Kitas geschlossen werden. Leider kommt das immer häufiger vor. Denn das Coronavirus ist mit der britischen Variante B1.1.7 noch tückischer geworden – gerade bei Kindern", betont Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. "Wir wollen jetzt noch mehr tun als nur zu testen und setzen die mobilen Luftfilter ein. Ich bin schon gespannt, welche Ergebnisse in einigen
Wochen auf uns warten", sagt Cohn mit einem entschlossenen Lächeln im Gesicht, das hinter seiner Maske seitlich hervorblitzt.


Zurecht. Denn dass das Haldenkinderhaus mit diesem Piloten nun die Chance bekommt, vielleicht schon bald zu einem etwas normaleren Betrieb zurückzukehren, ist nicht selbstverständlich. Für die Investition in die 21 Luftfilter in Gesamthöhe von rund 8.000 Euro gab es weder einen Zuschuss vom Land, noch vom Kreis. Die Stadtverwaltung nimmt das Geld allein in die Hand.

Aerosole sollen im Gerät gebunden werden

"Die Summe spielte hier für mich nur eine untergeordnete Rolle. Jede Investition, die den Kindern in der Pandemie eventuell helfen könnte, ist sinnvoll", sagt OB Cohn – bewusst zurückhaltend.

Denn ob die mobilen Luftfilter wirklich das halten, was sie versprechen, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Bundesweit untersuchen Universitäten in Testphasen die Wirksamkeit. Viele Wissenschaftler gehen aber jetzt schon fest davon aus, dass sie einen Großteil der sogenannten Aerosole, die das Virus in der Luft verteilen, einsaugen und binden können und damit unschädlich machen.

Förderverein forcierte die Anschaffung

Ohne Dr.-Ing. Marita Raschke und Dr. rer. nat. Thomas Classen vom Förderverein Haldenkinderhaus hätte das Pilotprojekt nicht so schnell an den Start gehen können.

Sie haben sich mit dem Thema intensiv beschäftigt und lieferten die zündende Idee für Leonberg. "Los ging es bei mir, als ich bei der Zahnärztin saß", erzählt Thomas Classen schmunzelnd. "Die wollte ihre Patienten schützen und hatte einen solchen Luftfilter bei sich aufgestellt. Da habe ich sofort gedacht: Sowas brauchen wir in der Kita auch", sagt er.

Der hauptberufliche Physiker nahm Kontakt mit Marita Raschke auf. Wochenlang wälzten sie Fachlektüre, eigneten sich Fachkompetenz an und durchforsteten Studien im Internet. "Dann waren wir uns sicher, dass wir einen Test hier in der Kita ausprobieren sollten", sagt Raschke.

Ein Anruf bei Oberbürgermeister Martin Georg Cohn folgte prompt. Der Grundstein war gelegt.

Freude aufseiten der Kita-Leiterin 

Zustimmung erhält das Trio von Ilonka Gairing. Sie leitet die Kita in der Gotthold-Ege-Straße und weiß am besten, wie gebeutelt und gefrustet Eltern und Kinder von der Pandemie sind. "Ich freue mich deshalb sehr, dass wir diese Chance nun bekommen. Dafür möchte ich mich bei Herrn Cohn und der gesamten Stadtverwaltung bedanken", sagt sie.

Wissenschaftliche Begleitung dieses und weiterer Tests

Begleitet wird das Pilotprojekt von der Universität Stuttgart. In der Landeshauptstadt laufen parallel ähnliche Tests in Schulen.

"Es ist wichtig, dass wir diese Phase wissenschaftlich beurteilen lassen. In einigen Wochen erwarten wir erste Ergebnisse. Egal was dabei rauskommt - wir sind danach schlauer und können uns nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben. Ich bin aber sehr optimistisch, dass das Projekt erfolgreich sein wird. Und wenn das klar ist, könnte ich mir gut vorstellen die Luftfilter auch in anderen Bereichen zu nutzen – etwa im Klassenzimmer", sagt Cohn.

Von langfristigem Einsatz profitieren

Sollte der Luftfilter zum Erfolgsmodell werden, profitieren Kitas und Schulen nicht nur in der Pandemie, sondern auch langfristig. "Sie wären für uns ebenfalls während der jährlichen Grippewelle ein großer Gewinn", sagt Kita-Leiterin Gairing.

Spätestens dann wären mobile Luftfilter eine unverzichtbare Investition in eine gesunde Zukunft in Leonberg.


 

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