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06.05.2021

Verwaltung & Bürgerinitiative gemeinsam für mehr Sicherheit in Stuttgarter Straße 

Schulterschluss zwischen Verwaltung und Bürgerinitiative: Mehr Sicherheit in der Stuttgarter Straße durch zwei Zebrastreifen und Verkehrsinsel. 

Wichtige politische Bürger-Beteiligung

Wie wichtig politische Beteiligung der Leonbergerinnen und Leonberger an der Politik tatsächlich ist, beweist die viel befahrene Stuttgarter Straße. Der Gemeinderat gab nicht nur Grünes Licht für ein Projekt, das die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger erhöhen wird. Er befürwortete damit auch eine Initiative, die aus der Bürgerschaft heraus entstand, von einem Workshop mit Anwohnern erarbeitet wurde und nun vom Tiefbauamt der Stadtverwaltung umgesetzt wird.

Umbau fand 2007 statt

Im Jahr 2007 baute die Stadt die Stuttgarter Straße um. Das Tiefbauamt ließ die Fahrbahn erneuern. Wie sich nach kurzer Zeit herausstellte: Schön für die Autofahrer, schlecht für die Anwohner. Denn die Verschönerung zog plötzlich immer mehr Bleifüße an, die die neue Stuttgarter Straße als Rennpiste nutzten – so zumindest die Auffassung vieler Anwohner. Umsicht und Sicherheit? Fehlanzeige.

Zusammen Lösungen erarbeiten

Mit einem Problem beginnt eine Erfolgsgeschichte. Die Anwohner gründeten eine Initiative, nahmen Kontakt mit der Stadtverwaltung auf. Ihr Ziel: gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, um Fußgängern sicheres Terrain zu bieten und Rasern die Stirn bieten.

OB Cohn: Beweis für gelebte Demokratie

"Ich bin stolz auf die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinitiative und Stadtverwaltung. Das Ergebnis kann sich schon jetzt sehen lassen. Erst recht wenn die Maßnahmen umgesetzt sind. Diese Kooperation ist ein gutes Beispiel dafür, wie konstruktiv Interessen in Leonberg ausgetauscht werden können – und ein Beweis für die gelebte Demokratie", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Zwei Fußgängerüberwege und eine Mittelinsel

Die Verwaltung setzt nun Teile der im Herbst 2020 im Workshop erarbeiteten Vorschläge um. Es sollen zwei zusätzliche Fußgängerüberwege sowie eine Mittelinsel errichtet werden. Eine Querungsmöglichkeit entsteht am Kreisverkehr zwischen Stuttgarter Straße und Forchenrainstraße, eine andere an der Stuttgarter Straße 118. Die Mittelinsel wird an der Einmündung Im Wengert installiert.

Mehr Sicherheit auch auf Höhe Kita-Nord

Außerdem plant die Stadtverwaltung eine sichere Querungsmöglichkeit im Bereich der Kita-Nord mit dazugehörigen Parkplätzen an der Stuttgarter Straße. Diese sollen spätestens nutzbar sein, sobald in der Kita die ersten Kinder ihren Alltag verbringen dürfen.

Prüfung eines Tempolimits

Die Bürger wünschten sich außerdem ein Tempolimit. Statt 50 sollen in der Stuttgarter Straße nur noch 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen.

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn kann den Wunsch der Anwohner gut verstehen. Die Umsetzung liegt allerdings nicht allein in der Hand der Verwaltung.

"Tempo 30 ergibt in der Stuttgarter Straße durchaus Sinn. Aber leider ist es nicht so einfach das Tempolimit umzusetzen, wie es sich manche Bürgerinnen und Bürger vorstellen. Ich werde mich für eine Prüfung einsetzen. Und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt", so Cohn.