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27.04.2021

Bundesweite Notbremse schafft einheitliche Corona-Regeln 

Der Bundestag hat eine Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. So gilt künftig die bundesweite Notbremse für Stadt- und Landkreise, die an drei aufeinander folgenden Tagen den im jeweiligen Lebensbereich maßgeblichen Schwellenwert der 7-Tages-Inzidenz überschreiten.

Ergänzend gilt die Corona-Verordnung der Landesregierung, die zuletzt an die Regelungen des Bundes angepasst wurde. Für den Landkreis Böblingen gelten zusätzlich die Allgemeinverfügungen des Landratsamtes, etwa zur Testpflicht in Kindertageseinrichtungen.

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Regelungen vor. 

Seit dem 24. April gelten unter anderem folgende Regelungen

Kontaktbeschränkungen
Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen dabei nicht mit.

Ausgangssperre
Zwischen 22 und 5 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Bis 24 Uhr ist es jedoch möglich, alleine draußen zu joggen oder spazieren zu gehen. Ausnahmen gelten unter anderem für medizinische Notfälle und den Weg von oder zur Arbeit.

Einzelhandel
Ab einer 7-Tages-Inzidenz über 100 muss der Einzelhandel schließen. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie etwa Supermärkte. Unter anderem bleiben auch Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Babyfachmärkte geöffnet. Bis zu einer Inzidenz von 150 ist jedoch ein Einkauf im Einzelhandel mit Termin und tagesaktuellem negativen Test möglich. Darüber hinaus darf der Einzelhandel Click & Collect, also bestellen und abholen, anbieten.

Freizeit und Sport
Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Gastronomie und Hotellerie bleiben geschlossen. Ausnahmen bilden Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten mit einem tagesaktuellen negativen Schnelltest.
Sport ist alleine, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes möglich. Kinder bis 14 Jahre können draußen in einer Gruppe mit bis zu fünf anderen Kindern kontaktfrei Sport treiben.

Friseure und körpernahe Dienstleistungen
Der Friseurbesuch sowie die Behandlung bei der Fußpflege bleiben – mit Maske und tagesaktuellem negativen Corona-Test – weiter möglich. Andere körpernahe Dienstleistungen, die einem medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zweck dienen, sind ebenso erlaubt.

Schulen und Kitas
Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 ist Wechselunterricht in den Schulen vorgeschrieben. Schüler und Lehrer müssen zweimal wöchentlich getestet werden, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen. Bei einer Inzidenz über 165 müssen Schulen und Kitas schließen. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen und Förderschulen.


Beerdigungen
Ab einer Inzidenz von 100 dürfen maximal 30 Menschen an einer Beerdigung teilnehmen.

Öffentlicher Personenverkehr
Fahrgäste müssen in Bus und Bahn eine FFP2-Maske tragen. Das Kontroll- und Servicepersonal darf OP-Masken verwenden.

Homeoffice und Schnelltests
Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten, sofern "keine zwingenden, betriebsbedingten Gründe entgegenstehen" Homeoffice anbieten, wenn es die Tätigkeit zulässt.
Zudem müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, mindestens einen Corona-Test pro Woche anbieten. Letztere Regelung ist in der Arbeitsschutzverordnung festgeschrieben.