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Johannes Kepler: Ein Jubiläumsjahr zum 450. Geburtstag 

Johannes Kepler, einer der bedeutendsten Leonberger, hätte am 27. Dezember 2021 seinen 450. Geburtstag gefeiert.

Trotz der aktuell geltenden Einschränkungen soll das Jubiläum begangen werden und im Stadtbild sichtbar sein. 

Jubiläums-Logo als Kennzeichen

Johannes Kepler, einer der bedeutendsten Leonberger, hätte am 27. Dezember 2021 seinen 450. Geburtstag gefeiert. Trotz der aktuell geltenden Einschränkungen soll das Jubiläum begangen werden und im Stadtbild sichtbar sein. Das Amt für Kultur und Sport möchte dieses Jahr Johannes Kepler und seinen Errungenschaften für die Naturwissenschaften widmen.

Neben einer Neugestaltung des Kepler-Raums im Stadtmuseum soll es Vorträge, Lesungen, Aufführungen und Veranstaltungen geben. Hierfür wurde eigens ein Logo kreiert, das auf alle Aktivitäten rund um das Kepler Jahr hinweist.

Über Kepler

Der Mathematiker, Astronom und Physiker Johannes Kepler wurde am 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt geboren. Im Alter von 4 Jahren zieht er mit seinen Eltern Heinrich und Katharina, gebürtig aus Eltingen stammend, in ein Haus am Marktplatz. In Leonberg besucht er zunächst die Deutsche Schule, darf aber bald in die Lateinschule wechseln, das heutige Stadtmuseum.

Durch den Umzug von der Reichsstadt in die herzoglich württembergische Landstadt erhält der offensichtlich begabte Junge Zugang zu einem hervorragenden Bildungssystem, dessen unterste Stufe die Lateinschule darstellt.

Nach dem erfolgreich bestandenen Landexamen, einer Ausleseprüfung, kommt er in den Genuss des kostenlosen Besuchs der höheren Schulen, der evangelischen Klosterschulen Adelberg und Maulbronn.

Die letzte Stufe dieser sogenannten Schwäbischen Laufbahn ist das kostenlose Studium in Tübingen. Bereits im Alter von nicht einmal 16 Jahren wird "Joannes Keppler Leomontanus" dort immatrikuliert. Die staatliche Förderung zielt auf ein kirchliches Amt, das Kepler auch anstrebt.

Doch noch vor Abschluss des Theologiestudiums erhält er durch Vermittlung der Universität im Alter von 22 Jahren eine Professur für Mathematik an der Evangelischen Stiftsschule in Graz. Neben dem Lehrauftrag arbeitet er dort an seinem Erstlingswerk "Mysterium Cosmographicum" (Weltgeheimnis), das 1596 erscheint

Durch dieses Werk wird Tycho Brahe, der kaiserliche Hofmathematiker am Hofe des Kaiser Rudolfs II. in Prag auf Johannes Kepler aufmerksam und lädt ihn nach Prag ein. Kurz darauf verstirbt Brahe unerwartet und Kepler wird durch den Kaiser zum Nachfolger Brahes ernannt.

Der Kaiser überträgt Kepler die Aufgabe, anhand Brahes Aufzeichnungen neue Tafeln zur exakten Vorbestimmung der Planentenbahnen zu errechnen. Eine Aufgabe, welche die Grundlage für die ersten beiden Kepler‘schen Gesetze schafft. Das dritte Kepler‘sche Gesetz vervollständigt die Grundlage der Planetenbewegungen und somit auch die der modernen Astronomie.

Immer wieder zieht es Kepler zurück nach Leonberg, so auch 1620. Zu diesem Zeitpunkt wird seine Mutter Katharina bereits seit fünf Jahren der Hexerei bezichtigt und nun endgültig angeklagt. Johannes Kepler steht seiner Mutter bei und sorgt für eine juristisch fundierte Verteidigung. Dank seines Einsatzes und ihrer Standfestigkeit wird Katharina Kepler freigesprochen.

Finanzielle Sorgen und das Ausbleiben der kaiserlichen Gehaltszahlungen machen Johannes Kepler viele Jahre zu schaffen. Dies veranlasst ihn 1628 eine Stelle als Hofastrologe in Schlesien anzutreten, da der Herzog Albrecht von Wallenstein ihm die Übernahme der noch ausstehenden Forderungen beim Kaiser zusagt. Jedoch wird der Herzog, bedingt durch die Gegenreformation, von der katholischen Liga abgesetzt und kann nun seinen Versprechen nicht mehr nachkommen. Zur Eintreibung fehlender Zinszahlungen reist Johannes Kepler nach Linz, wo er noch unterwegs, geschwächt durch seine Reise, am 15. November 1630 im Alter von 58 Jahren verstirbt.

Johannes Kepler gilt heute als einer der Begründer der modernen Naturwissenschaften und schaffte ein Bild unseres Sonnensystems, das bis heute gültig ist. Als Namensgeber für zahlreiche Schulen, Universitäten und Sternwarten sowie ein Weltraumteleskop, einen Asteroiden und einen Mondkrater ist sein Name auch heute noch in aller Munde.

Rubrik "Wussten Sie" zu Kepler

Im Laufe des Jubiläumsjahres wird über Johannes Keplers Leben und Wirken auch in der Rubrik "Wussten Sie…", welche sich bislang vor allem mit den Thema Stadtsauberkeit befasst hat, im Amtsblatt berichtet. Außerdem soll hier – soweit möglich – auf aktuelle Jubiläumsveranstaltungen hingewiesen werden.

Kontakt für Aktionen und Beteiligungen

Die Umsetzung aller Aktionen und Projekte zum Jubiläum ist vom Pandemieverlauf abhängig. Eine Beteiligung von Vereinen am Jubiläumsjahr ist erwünscht.

Weitere Auskunft hierzu erhalten sie beim Amt für Kultur und Sport bei Katharina Mikait, die unter 07152 990-1421 telefonisch und per E-Mail an k.mikait@leonberg.de zu erreichen ist.