Seiteninhalt

Zugänglich bis Sonntag im Galerieverein: Isabelle Hannemanns Ausstellung "DIARY" 

Isabelle Hannemann liefert mit "Diary" ein persönliches Zeitzeugnis, welches bereits virtuell seit Sonntag, den 17. Januar zu sehen ist als Rundgang im Galerieverein.

Die bis Sonntag, den 14. März verlängerte Ausstellung im Galerieverein ist aufgrund der ab gestern in Kraft getretenen Lockerungen unter Einhaltung der vorgegebenen Corona-Regeln und des Hygienekonzepts ab heute wieder zugänglich.

Die Öffnungszeiten des Galerievereins sind Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag – jeweils von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. 

Persönliches Zeitzeugnis der Künstlerin

Mit über 150 kleinformatigen Ölbildern hat die in Leonberg lebende Künstlerin Isabelle Hannemann eine Art Tagebuch des Jahres 2020 geschaffen.

Das Amt für Kultur und Sport zeigt in der Ausstellung "Diary" vom 17. Januar bis zum 28. Februar eine Auswahl dieser Werke.

Da aufgrund der momentanen Ausnahmesituation Kultureinrichtungen geschlossen bleiben müssen, ist die Ausstellung ab Sonntag als virtueller Rundgang erlebbar und unter www.galerieverein-leonberg.de abrufbar.

Gemaltes Tagebuch

Innerhalb einer Spanne von 24 Stunden – ein Drittel davon verbringt der Mensch schlafend – reiht sich für uns Menschen Ereignis an Ereignis, bewusst und unbewusst und oft sich gegenseitig überlagernd.

Wer Tagebuch schreibt, trifft eine Auswahl dieser Erlebnisse, Eindrücke und Impulse und dokumentiert sie – üblicherweise in Wort und Schrift.

Isabelle Hannemann ist Malerin und hat ein gemaltes Tagebuch geschaffen. Aus dem Bedürfnis, der immensen täglichen Bilderflut Herr zu werden und diese bewusst durch Konzentration zu bewältigen, sind mehr als 150 kleinformatige Dokumente des persönlichen Lebens entstanden.

Zeitdokument des Jahres 2020

Zusammengefasst in der Ausstellung "Diary" wird diese Sammlung zu einem bildgewordenen Zeitdokument des Jahres 2020.

Die Grenze bleibt dabei fließend: Privates mischt sich mit Öffentlichem, Besonderes mit Banalem.

Auch wenn es auf den ersten Blick die Sicht einer Einzelnen auf die Welt ist, geht es nie darum, den Blick einzuengen.

Im Gegenteil: Losgelöst von der Enge der öffentlichen Meinung eröffnet der persönliche Fokus eine erweiterte Sicht und ein zusätzliches ästhetisches Fenster.

Menschliche Zustände im Mittelpunkt

In Isabelle Hannemanns Malerei und Grafik steht die Frage nach menschlichen Zuständen im Mittelpunkt: Ängste, Glücksmomente, Eigenheiten, Unternehmungen, Erinnerungen und Beziehungen nimmt sie in den Fokus. Und oft entstammen ihre Bildideen alltäglichen Erlebnissen.

Dabei ist immer die Frage nach dem Betrachter und der Betrachterin für Hannemann von Interesse. Wie reagiert der Rezipient auf das Dargestellte? Was bringt er an Empfindungen mit und was geschieht mit diesen Emotionen bei der Betrachtung des Werkes? Dabei unterstützt die Charakteristik ihrer Bilder den Prozess. Ihnen allen ist im Bildnerischen eine gewisse Offenheit und Leichtigkeit eigen, die stets als Angebot verstanden werden kann, die vorgefundene Welt um die der eigenen zu vergrößern.

Über die Künstlerin

Isabelle Hannemann wurde 1979 in Heidenheim an der Brenz geboren. Sie studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart und an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. Sie wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Isabelle Hannemann lebt und arbeitet in Leonberg.

Das vollständige "Diary" ist auch unter https://diary.isabellehannemann.de abrufbar.