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Folgeschäden nach Hochwasser durch zielgerichtetes Vorgehen verhindern

Am 4. Juli 2010 haben extreme Niederschläge in kürzester Zeit in Teilen der Kommunen entlang der Glems großflächige Überschwemmungen und enorme Schäden angerichtet. Im vergangenen Jahr hat sich das Hochwasser zum zehnten Mal gejährt. Dies nehmen wir zum Anlass, Informationen zum Thema "Starkregen- und Hochwassergefahren" zu veröffentlichen. 

In diesem Beitrag informieren wir darüber, wie nach dem Ereignis durch ein zielgerichtetes Vorgehen Folgeschäden verhindert werden können.

Zielgerichtete Nachsorge nach Hochwasser

Nach dem Rückgang des Wassers muss so schnell wie möglich der Normalzustand wiederhergestellt werden. Eine zielgerichtete Nachsorge kann das Ausmaß der Schäden begrenzen und Folgeschäden verhindern.
Verunreinigte Gegenstände, Bauteile und offene Lebensmittel müssen entsorgt werden. Sandsäcke sind als Sondermüll zu entsorgen.

Schäden dokumentieren

Bevor elektrische Geräte, Heizungen, Tankanlagen und Kamine wieder in Betrieb genommen werden, sollten diese geprüft werden. Alle Schäden sind durch Fotos oder per Video zu dokumentieren und umgehend der Versicherung zu melden. Es wird empfohlen, erreichte Wasserstände im und am Gebäude durch Striche oder Kennzeichnungen zu markieren.

Auspumpen und Lüften

Der Keller sollte erst ausgepumpt werden, wenn das Wasser komplett abgelaufen ist. Ein vorschnelles Abpumpen kann zu Stabilitätsverlusten und dauerhaften Schäden am Mauerwerk führen. Betroffene Bereiche sind so schnell wie möglich zu Trocknen. Unter Umständen sollten Kellerfenster und Türen ausgehängt werden. Falls eine Durchlüftung nicht ausreicht, werden spezielle Trocknungsgeräte benötigt. Diese können im Fachhandel gekauft oder geliehen werden. Sogenannte Gas-Bautrockner können zielgerichtet auf nasse Wände angesetzt werden und sind zudem preiswert und effektiv.

Zielgerichtete Trocknung auch durch Fachfirmen möglich

Ebenso kann die Trocknung auch von einer Fachfirma durchgeführt werden. Eine vollständige Trocknung der Räumlichkeiten kann Monate oder auch ein ganzes Jahr dauern.
Mehr Informationen sind unter www.hochwasser-bw.de, in der Rubrik "Aktiv werden" unter dem Link "Nachsorge" zu finden. Weiteres zum Thema "Starkregen- und Hochwassergefahren" ist unter www.leonberg.de/Hochwasserschutz abrufbar.