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Ab 1. Dezember: Speziell für Leonberg erstellter Mietspiegel tritt in Kraft 

Morgen am 1. Dezember tritt für Leonberg ein einfacher Mietspiegel in Kraft. Das hat der Gemeinderat während seiner vergangenen Sitzung beschlossen. 

Der erste eigens für Leonberg erstellte Mietspiegel

Am 1. Dezember tritt für Leonberg ein einfacher Mietspiegel in Kraft. Das hat der Gemeinderat während seiner vergangenen Sitzung beschlossen.

"Es ist der erste nur für Leonberg erstellte Mietspiegel", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und ergänzt: "Die enthaltenen Daten geben eine fundierte und verlässliche Übersicht mit wesentlichen Informationen zu den ortsüblichen Mieten in unserer Stadt."

Zuvor diente der Mietspiegel aus Fellbach als Orientierung – eine Stadt mit einem vergleichbaren Mietniveau wie Leonberg.

Statistische Absicherung der Preisstruktur

Die Preisstruktur im neuen einfachen Mietspiegel wurde mithilfe von Angaben zu Fläche, Baujahr, Lage und Kaltmieten in Mietinseraten statistisch abgesichert; das Preisniveau anhand von Vergleichen mit qualifizierten Mietspiegeln in der Region Stuttgart diskutiert und festgelegt.

Zudem sind Ausstattung und Wohnlage bei der Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete über ein Punktesystem berücksichtigt.

In einer Prüfliste sind auch Ausstattungs- und Lagemerkmale aufgeführt, die mietsteigernde oder mietsenkende Effekte haben.

Durchschnittliche Mietspiegelpreisniveau

Das durchschnittliche Mietspiegelpreisniveau für Wohnungen zwischen 35 und 160 Quadratmetern beträgt 8,80 Euro pro Quadratmeter.

Der Mietspiegel steht ab sofort auch als Online-Version, als Kurzversion im pdf-Format zum Download unter www.leonberg.de/Mietspiegel sowie als Broschüre zur Verfügung.

Hintergrund

Rechtsgrundlage für den einfachen Mietspiegel ist § 558c BGB.

Demnach ist ein Mietspiegel "eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete, soweit die Übersicht von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist".

Mietpreisbremse in Leonberg

In Leonberg gilt seit dem 1. Juni die Mietpreisbremse – wie landesweit in 88 weiteren Städten und Gemeinden. Hiernach dürfen Mieten in neu abgeschlossenen Mietverträgen künftig maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Höhe der Vergleichsmiete orientiert sich in der Regel am aktuellen Mietspiegel.

In diesen Kommunen gilt die Kappungsgrenze 

In denselben 89 Kommunen, die von der Mietpreisbremse erfasst werden – also auch in Leonberg – gilt zudem auch eine von 20 auf 15 Prozent reduzierte Kappungsgrenze für Mieterhöhungen.

Will der Vermieter die Miete erhöhen, muss er künftig zwei Grenzen beachten: die ortsübliche Vergleichsmiete und eben die Kappungsgrenze: Der Vermieter darf die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 15 Prozent (früher 20 Prozent) erhöhen, auch wenn die ortsübliche Vergleichsmiete noch nicht erreicht ist.