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Entscheidung zu August Lämmle im Gemeinderat getroffen 

Gestern Abend hat der Leonberger Gemeinderat entschieden, die August-Lämmle-Schule umzubenennen. Zudem wird der Name August Lämmle in der Liste der Ehrenbürger gestrichen. Die entsprechenden Straßennamen bleiben erhalten, sollen aber um Tafeln der Aufklärung ergänzt werden.    

Rolle des Mundartdichters während des NS-Regimes neu bewertet

Am gestrigen Donnerstagabend (19.11.) hat der Leonberger Gemeinderat entschieden, die August-Lämmle-Schule umzubenennen.

Grundlage ist ein Gutachten des Münchener Historikers Dr. Peter Poguntke, welches die Rolle des zu seiner Zeit bekanntesten schwäbischen Mundartdichters während des NS-Regimes neu bewertet.

OB Cohn: Pflicht der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit

"In unserer Stadt gab es immer wieder Diskussionen um die Rolle des Mundartdichters August Lämmle während der NS-Zeit. Diese dürften nun mit der Entscheidung des Gemeinderates beendet sein", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und ergänzt: "Es ist unsere Pflicht, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich danke allen Beteiligten für die sachlichen Beratungen und Herrn Dr. Poguntke für die fundierten und differenzierten Ausführungen. Die Schulkonferenz wird nun um eine Stellungnahme sowie einen Vorschlag für einen neuen Namen der Schule gebeten."

Streichung in Ehrenbürger-Liste

Überdies wird der Name August Lämmle in der Liste der Ehrenbürger der Stadt Leonberg gestrichen.

Ergänzung entsprechender Straßennamen um Aufklärungstafeln

Der August-Lämmle-Weg in Leonberg sowie die Lämmlestraße in Warmbronn sollen erhalten bleiben. Diese sind jedoch mit entsprechenden Tafeln der Aufklärung zu versehen.

Der Warmbronner Ortschaftsrat wird hierzu noch gehört.