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Gedenkstunde zum Volkstrauertag findet nicht statt 

Zwei Sonntage vor dem ersten Advent wird in der Regel bundesweit an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht.

Anlässlich 75 Jahren Kriegsende wurde für die diesjährige Veranstaltung das Motto "75 Jahre Frieden" ausgewählt. 

Diesjähriges Motto "75 Jahre Frieden"

Die zentrale Gedenkstunde der Stadt Leonberg zum Volkstrauertag am 15. November am Friedensmahnmal im Stadtpark findet aufgrund der momentanen Ausnahmesituation nicht statt.

Zwei Sonntage vor dem ersten Advent wird in der Regel bundesweit an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht. Anlässlich 75 Jahren Kriegsende wurde für die diesjährige Veranstaltung das Motto "75 Jahre Frieden" ausgewählt.

"Zusammenstehen in Gedanken"

"Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten terroristischen Anschläge in unseren Nachbarländern erinnert der Volkstrauertag an die Bedeutung des Friedens", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und ergänzt: "An verschiedenen Denkmälern im Stadtgebiet werden auch in diesem Jahr symbolisch Blumengestecke und Kränze niedergelegt. Aufgrund der momentanen Lage ist ein gemeinsames Gedenken an unserem Friedensmahnmal im Stadtpark leider nicht möglich." Das Stadtoberhaupt weiter: "Lassen Sie uns an diesem Tag dennoch zusammenstehen – wenn nicht während der traditionellen Veranstaltung, dann in Gedanken."

Ursprünglich geplantes Programm

Auf dem Programm zum Volkstrauertag in Leonberg hätten unter anderem die Gedenkrede durch Oberbürgermeister Martin Georg Cohn sowie eine Ansprache von der evangelisch-methodistischen Pastorin Anna Marinova gestanden.

Appell, Frieden zu stiften

"Der Volkstrauertag erinnert uns daran, dass Krieg sinnlos ist. Er mahnt die Menschheit, zur Besinnung zu kommen und Frieden zu stiften", so die Pastorin. Die traditionelle Totenehrung
wäre durch den Sozialverband VdK Leonberg erfolgt.

"Wir gedenken der Toten, der Witwen, der Waisen, der Verwundeten und allen Opfern des Wahnsinns der Kriege. Wir müssen die Erinnerung an diese Zeiten wach halten und an unsere junge Generation weiter geben, damit sich so etwas bei uns niemals wiederholt und dass es woanders schnellstmöglich beendet wird", so Wolfgang Wendorf, der erste Vorstand des VdK Ortsverbands Leonberg.

Für die musikalische Begleitung der Gedenkstunde war das Ensemble der Johanneskantorei Leonberg unter der Leitung von Attila Kalman vorgesehen.

Entfall auch in Höfingen

Auch die Veranstaltung zum Volkstrauertag in Höfingen findet nicht statt.

Hintergrund

1922 wurde der Volkstrauertag auf Vorschlag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der 1919 gegründet wurde, erstmals begangen.

Der Volkstrauertag ist ein Tag des stillen Gedenkens, der Trauer, aber auch der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. An diesem Tag wird zurückgeblickt auf die Schrecken des Krieges, aber auch voraus auf die Wahrung des Friedens.