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Einstufung von Kontaktpersonen an weiterführenden Schulen 

Das Gesundheitsamt Böblingen ändert die Strategie bei der Einstufung von Kontaktpersonen an weiterführenden Schulen. Die Anpassung erfolgt aufgrund von Erfahrungswerten sowie den Erkenntnissen aus einer Studie des Landesgesundheitsamtes. 

Landratsamt Böblingen zeigt die neue Vorgehensweise auf

Das Gesundheitsamt Böblingen folgt Erfahrungswerten sowie den Erkenntnissen aus einer Studie des Landesgesundheitsamtes.

"Nach den Herbstferien wird auch im Landkreis Böblingen, wie in vielen anderen Landkreisen auch, eine geänderte Strategie an den weiterführenden Schulen gefahren, wenn eine infizierte Person ausgemacht worden ist", erklärt das Landratsamt Böblingen in einer Pressemitteilung.

Bei Ausbrüchen in Schulklassen werden künftig die Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen differenzierter in Kategorien 1 und 2 aufgeteilt – d.h. in solche, die näheren Kontakt und damit höheres Infektionsrisiko haben, und solche, bei denen das Infektionsrisiko geringer einzustufen ist.

Differenzierteres Testen

Ein Testangebot richtet sich dann gezielter an diejenigen mit größerem Ansteckungsrisiko.

Bei den Testungen ganzer Klassen treten erfahrungsgemäß sehr selten weitere positive Fälle auf, das zeigte auch eine Untersuchung des Landesgesundheitsamts, nach der sich Schülerinnen und Schüler meist nicht in der Schule anstecken, sondern eher in der Freizeit oder im Familienverbund.

Lehrkräfte nicht zwingend in Quarantäne

Ebenfalls aufgrund der geänderten Strategie im Kontaktpersonenmanagement müssen Lehrkräfte künftig nicht zwingend in Quarantäne, wenn sie eine Klasse unterrichtet haben, in der ein Schüler positiv getestet wurde. Denn durch das konsequente Umsetzen der Hygieneregeln sind sie seltener als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen. Voraussetzung ist das Einhalten der Hygienekonzepte und das konsequente Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Weitere Kontakte, z.B. im Lehrerzimmer, werden bei den Entscheidungen mit berücksichtigt.

Funktionierender Schulbetrieb soll ermöglicht werden

"Bei allen, die näheren Kontakt hatten, wird die Quarantäne natürlich angeordnet und ein Test angeboten", betont das Gesundheitsamt Böblingen, und weiter: "Bei allen, die Symptome zeigen oder als besonders vulnerabel einzustufen sind, werden Tests gemacht."

Mit dieser neuen Teststrategie gehe man zum einen schonender mit den schwindenden Testressourcen um, und habe zum anderen einen möglichst gut weiterlaufenden Schulbetrieb im Blick, so die Leiterin des Gesundheitsamts.

Genaue Analyse der Kontaktsituation

In der Praxis wird es so sein, dass eine Klasse nach Bekanntwerden eines Corona-Falls zwar zunächst zügig heim geschickt werden soll. Anhand der Sitzpläne und sonstiger Informationen wird jedoch genauer differenziert, wer tatsächlich in Quarantäne muss.

Im Einzelfall entscheidet das das Gesundheitsamt. So können im Rahmen der Einstufung auch individuelle Aspekte - wie etwa Sportunterricht - berücksichtigt werden.

Handlungsleitfaden in Arbeit

Ein in Arbeit befindlicher Handlungsleitfaden des Sozialministeriums soll Schulen bei der einheitlichen Handhabung unterstützen und hilfreiche Orientierung bieten.

Darin enthalten sind auch die neuen und laufend aktualisierten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Ein Fokus des Leitfaden liegt insbesondere auf der Maskenpflicht an den Schulen. Denn diese trägt dazu bei, dass die Zahl derer, die zwingend in Kategorie 1 einzustufen sind, sinkt.

Weitere Informationen

Auf der Internetseite des Landkreises www.lrabb.de finden sich hilfreiche Informationen und Links, u.a. auch zu den Kriterien, was Kategorie 1 und 2 bedeutet.

Auch auf der Seite des Landes werden viele Fragen zu Corona beantwortet.