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Corona: Kontaktpersonenmanagement nach Kategorie 1 oder 2 

Jeder Fall ist individuell zu betrachten beim Kontaktpersonenmanagement (KPM). Es gibt aktuell die Kategorien 1 und 2 sowie die Kategorie 3, die ausschließlich für medizinisches Personal ist.

KPM ist bedeutend im Kampf gegen Corona

"Im Kampf gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen kommt dem sogenannten Kontaktpersonenmanagement (KPM) eine entscheidende, wenn nicht die entscheidende Bedeutung zu. Wenn es gelingt, potentielle Überträger frühzeitig zu informieren und in häusliche Quarantäne zu beordern, werden neue Infektionsketten unterbunden." Das teilt das Gesundheitsamt Böblingen in einer aktuellen Meldung mit.

Wer muss sich wie verhalten?

Zu dieser Frage orientiert man sich bundesweit einheitlich am Schema des Robert-Koch-Instituts (RKI), welches seine Informationen dazu auch ständig anpasst.

Demnach gibt es zwei Kategorien, eine dritte gilt nur für medizinisches Personal. Kontaktpersonen der Kategorie 1 haben ein höheres Infektionsrisiko und werden deshalb anders behandelt als die der Kategorie 2 mit geringerem Infektionsrisiko.


Indizien für Kategorie 1

Indizien für Kategorie 1 sind verkürzt gesagt ein enger Kontakt, d.h. unter 1,5 Metern, über mindestens 15 Minuten. Man spricht auch vom "face-to-face-Kontakt". Oder aber der gemeinsame Aufenthalt in einem Raum bei mangelnder Frischluftzufuhr und über eine halbe Stunde.

Indizien für Kategorie 2

Dagegen wird jemand in Kategorie 2 eingeteilt, dessen "Nahkontakt" zu einer infizierten Person unter den genannten 15 Minuten war oder der sich nur kurz, d.h. unter einer halben Stunde, in einem Raum mit einer infizierten Person aufgehalten hat.

Zuständigkeit des Kontaktpersonenmanagements liegt beim Gesundheitsamt

Für das Kontaktpersonenmanagement ist in erster Linie das Gesundheitsamt zuständig.

Ist eine Person infiziert, muss sie in der Regel alle Kontakte angeben, die sie bis zwei Tage vor Auftreten von Symptomen bzw. vor dem positivem Test hatte. Diese werden dann entsprechend kategorisiert, die Personen in Kategorie 1 werden angerufen, informiert und bereits telefonisch aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben. Die schriftliche Anordnung der Quarantäne erfolgt dann über die jeweiligen Ortspolizeibehörden (Rathäuser).

Dauer der Quarantäne

Im Landkreis Böblingen beträgt die Quarantäne, entsprechend der Empfehlung des RKI, 14 Tage - ein negativer Test verkürzt diese Quarantäne nicht! Erst nach Ablauf dieser 14-tägigen Frist bzw. 48 Stunden nach Symptomfreiheit, wenn man Symptome entwickelt hat, wird die Quarantäne aufgehoben.

Individuelle Betrachtung 

Dabei muss jeder Fall individuell beleuchtet werden. So ist die Kernfamilie einer infizierten Person in der Regel immer Kategorie 1, wird also unter Quarantäne gestellt. Dagegen sind zum Beispiel die Eltern eines Kindes, in dessen Klasse ein Corona-Fall aufgetreten ist, nicht als Kategorie 1 einzustufen. Als Kontaktperson einer Kontaktperson besteht hier nur ein geringes Ansteckungsrisiko.

Weitere Informationen

Auf unserer Sonderseite zum Corona-Virus sowie der Internetseite des Landkreises sind weitere Informationen zu Fragen rund um Corona zusammengestellt.