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Premiere: Freiburger Barockorchester zu Gast in der Stadthalle 

Im Rahmen einer Konzerttournee als Dank an Helferinnen und Helfer während der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg gastiert das international renommierte Freiburger Barockorchester am Donnerstag, den 22. Oktober um 19.30 Uhr in der Stadthalle. 

Konzerttournee als Dank der Hilfe

Im Rahmen einer Konzerttournee als Dank an Helferinnen und Helfer während der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg gastiert das international renommierte Freiburger Barockorchester am Donnerstag, den 22. Oktober um 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Leitung: Gottfried von der Goltz

Mit dem Konzert des weltweit gefragten Ensembles unter der Leitung von Gottfried von der Goltz präsentiert das Kultur- und Sportamt einen echten Hochkaräter.

Das vielfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Ensemble gastiert zum ersten Mal in Leonberg. Das Konzert ist eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Freiburger Barockorchesters e.V., realisiert durch die Stadt Leonberg und gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.

Das Programm

Auf dem Programm stehen zwei Violinkonzerte und zwei Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart, darunter die berühmte Haffner-Sinfonie. Insgesamt fünf Violinkonzerte aus der Feder Mozarts sind überliefert. Vier davon entstanden zwischen Juni und Dezember 1775, als der 19-jährige Komponist Konzertmeister bei Erzbischof Colloredo in Salzburg war. Wenngleich Mozart mit der Geige sein täglich Brot verdiente, sah er sich zu anderem berufen. Für ihn war die Oper das Maß aller Dinge, im Musikdrama sah er seine Bestimmung und seine Zukunft – was häufig zu Konflikten mit seinem Vater oder dem Erzbischof führte.

Dass sich Mozart beim Verfassen des Violinkonzertes in G-Dur KV 216 an vokalen Vorbildern orientierte, ist also wenig verwunderlich. Die Violine fungiert hier quasi als Sängerin über dem Orchester. Auch die musikalischen Stimmungsumschwünge von hell nach dunkel, von kontemplativ bis aufbrausend, erinnern an die Affekte der Oper. Für den Mozart-Forscher Alfred Einstein ist klar: "Wenn es ein Wunder in Mozarts Schaffen gibt, dann ist es
die Entstehung dieses Konzertes."

Erinnerung an Konzerttradition der Mannheimer Schule

Das Konzert in D-Dur KV 218 wiederum erinnert an die Konzerttradition der Mannheimer Schule: Pompöse Einleitung mit Marschcharakter und viel Raum für virtuose Kaskaden des Solisten. Während Beethoven die Gattung der Sinfonie in neue Bahnen lenken sollte und den Rahmen des bis dahin Gehörten sprengte, vervollkommnete Mozart die Sinfonie seiner Zeit – in seinen Sinfonien kumuliert dieses Genre, und Beethoven hatte später keine andere Wahl mehr, als neue Wege zu beschreiten.

Damit scheint zu gelten: Die Sinfonie der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte mit Mozart ihren Höhepunkt. Auch Mozarts Entwicklung innerhalb der Gattung ist beeindruckend: Während die Sinfonie in Es-Dur KV 183 (1773) noch im Stil einer italienischen Opernsinfonia gehalten ist, erklingt die Haffner-Sinfonie (1782) bereits als viersätziges, breit angelegtes Klangbild, dessen kompositorische Komplexität die Sinfonie KV 183 bei weitem überstrahlt.


Das Orchester


Das Freiburger Barockorchester zählt heute zu den führenden Ensembles seiner Art. Seit mehr als 30 Jahren prägt es das internationale Musikleben und setzt mit seinen Konzerten und Einspielungen musikalische Maßstäbe. Das Orchester gastiert regelmäßig in den bedeutendsten, internationalen Konzertsälen, unter anderem in der Berliner Philharmonie, in der Wigmore Hall London, im Lincoln Center in New York, im Concertgebouw Amsterdam oder in der Philharmonie de Paris.

Konzerttourneen führen das Ensemble auf sämtliche Kontinente – von Südamerika bis Australien. Das Kernrepertoire des Orchesters ist die Musik des Barocks und der Klassik, doch wird auch immer wieder die Musik der Romantik aufgeführt. Für Opernaufführungen oder Orchesterwerke in großer Besetzung, arbeitet das Ensemble mit namhaften Dirigenten wie Sir Simon Rattle oder Teodor Currentzis zusammen.

Die außerordentliche musikalische Vielfalt des Freiburger Barock Orchesters ist auf zahlreichen Einspielungen dokumentiert, die mit einer Vielzahl an Preisen und Auszeichnungen dekoriert wurden, darunter mehrere ECHO Klassik, Nominierungen für den Grammy und der Deutschen Schallplattenkritik.





Gottfried von der Goltz


Gottfried von der Goltz hat sich als Barockgeiger und künstlerischer Leiter des Freiburger Barockorchesters einen international beachteten Namen gemacht. Sein Repertoire erstreckt sich vom Frühbarock bis in die musikalische Gegenwart, illustriert durch eine breite Diskografie, die ihn als ungemein vielseitigen und flexiblen Musiker ausweist.

Neben seinen zahlreichen Auftritten mit dem Freiburger Barock Orchester arbeitet Gottfried von der Goltz regelmäßig als Gastdirigent und Solist mit den Berliner Barocksolisten, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem hr-Sinfonieorchester, dem Tafelmusik Baroque Orchestra und anderen Ensembles zusammen. Für einige Jahre war er dem Norsk Barokkorkester als künstlerischer Leiter eng verbunden. Als Professor an der Hochschule für Musik Freiburg ist er ein gefragter Lehrer für barocke und moderne Violine.




Eintrittskarten

Karten für das Konzert sind ab dem heutigen Mittwoch, 12 Uhr erhältlich beim i-Punkt im Rathaus, in der Stadthalle Leonberg, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de.

Im Vorverkauf kosten Tickets 27 bzw. 17 Euro und 7 Euro ermäßigt. An der Abendkasse fällt eine zusätzliche Gebühr von zwei Euro an.