Seiteninhalt

Hochwasserschutz in der Bau(leit)planung – worauf es ankommt 

Am 4. Juli 2010 haben extreme Niederschläge in kürzester Zeit in Teilen der Kommunen entlang der Glems großflächige Überschwemmungen und enorme Schäden angerichtet. In diesem Jahr jährt sich das Hochwasser nun zum zehnten Mal. Dies ist der Anlass, Informationen zum Thema "Starkregen- und Hochwassergefahren" zu bieten – hier geht es um Hochwasserschutz in der Bauplanung.

Bauen in Überschwemmungsgebieten

Das Bauen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist nicht bzw. nur unter strengsten Anforderungen möglich.

Ausnahmen für Bauverbote in solchen Arealen sind Hochwasserschutzanlagen sowie Maßnahmen der Gewässerunterhaltung und des Gewässerbaus und bedürfen der Genehmigung der Gemeinde – ggf. mit Einverständnis anderer Behörden.

Überschwemmungsgebiete bei Extremhochwasser

Bauvorhaben in Gebieten, die erst bei einem Extremhochwasser überschwemmt werden würden, steht grundsätzlich nichts im Wege – es sei denn, die Regelungen zur Vermeidung und Verminderung von Hochwasserschäden sowie Sicherung von Hochwasserabfluss und -rückhaltung werden missachtet.

Bauleitplanung steuert bauliche Entwicklung der Städte und Gemeinden

Mit der Bauleitplanung steuern die Kommunen die bauliche Entwicklung der Städte und Gemeinden.

Im Flächennutzungsplan stellen sie ihre beabsichtigte städtebauliche Entwicklung dar, was schließlich mit den Bebauungsplänen konkretisiert wird.

Gemeinde prüft hochwasserangepasstes Bauen

Die Gemeinde ist generell für die Prüfung zuständig, ob hochwasserangepasstes Bauen vorliegt – der Fokus liegt hierbei u. a. auf Tiefgaragen, Kellerräumen und -fenstern, Abwasser- und Heizungsanlagen oder Elektroinstallationen. Insbesondere durch die in jüngster Vergangenheit häufiger auftretenden lokal begrenzten Extremniederschlagsereignisse (Starkregen) entsteht eine beträchtliche Gefahr der Überflutung dieser Gebäudebereiche.

Schutz- und Vorsorgemaßnahmen

Während gute unverzügliche Schutzmaßnahmen wegen der kurzen Vorwarnzeit nur bedingt definierbar sind, lassen sich längerfristige Vorsorgemaßnahmen durchaus angehen – etwa mit Hilfe der Starkregengefahrenkarten.

Im Gegensatz zu den bereits etablierten Hochwassergefahrenkarten werten Starkregengefahrenkarten Stellen und Straßenzüge aus, wo sich Niederschlagswasser ansammeln und ggf. nicht schnell genug abfließen könnte.

Weitere Infos zu Starkregen- und Hochwassergefahren

Mehr Informationen zum Thema "Starkregen- und Hochwassergefahren" sind unter www.leonberg.de/Hochwasserschutz abrufbar.