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Vergärungsanlage: Pläne zum Wiederaufbau vorgestellt 

Bereits kurz nach dem Brand im Herbst 2019 wurde die Neuerrichtung beschlossen. 

Erhöhung der Verarbeitungskapazität

Im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Landkreises Böblingen wurden Mitte Juli die Pläne zum Wiederaufbau der Vergärungsanlage vorgestellt. Bereits kurz nach dem Brand hat die Bioabfallverwertungs GmbH Leonberg im vergangenen Herbst beschlossen, die Anlage neu zu errichten.

Die Pläne sehen vor, die Verarbeitungskapazität von 35.900 auf 60.000 Tonnen Bioabfall aus den Landkreisen Böblingen und Esslingen zu erhöhen. Zudem sollen 6.000 Tonnen Häckselmaterial verarbeitet werden.

Einsatz moderner Technik

"Die Bioabfälle werden künftig nicht mehr über einen Querstromzerspaner, sondern über modernere Techniken zerkleinert. Zudem werden die Gärreste nicht wie bisher in einem Bandtrockner entwässert, sondern in einen 'Presskuchen' und eine 'Flüssigphase' geteilt. Das Abwasser wird anschließend der Kläranlage Leonberg zugeführt. Der 'Presskuchen' wird hingegen zu Kompost weiterverarbeitet. Das entstandene Biogas wird als Biomethan an Dritte vermarktet und nicht wie zuletzt in Blockheizkraftwerken zur Stromgewinnung verwertet", heißt es aus dem Landratsamt Böblingen.

Neues Verwaltungs- und Betriebsgebäude

Das Verwaltungs- und Betriebsgebäude blieb vom Brand zwar verschont, jedoch ist dieses für den künftigen Betrieb zu klein. Daher wird das bestehende Gebäude abgerissen und ein neues zweigeschossiges Gebäude errichtet. Mit dem Neubau des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes soll bereits Ende dieses Jahres begonnen werden, damit dieses schon während der Bauarbeiten der Vergärungsanlage genutzt werden kann.

Abbrucharbeiten bis Ende September

Derzeit laufen bereits die Abbrucharbeiten der Brandruine. Diese werden voraussichtlich bis Ende September dauern.