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Am 21. August: 'Kunst auf Rädern' auf dem Leonberger Marktplatz 

Fahrbare 30-Minuten-Konzerte mit der Künstlerinitiative "InterAKT". 

Performance auf dem Marktplatz

Lesungen im Pomeranzengarten, ein Festival auf dem Bürgerplatz und Open Air Kino auf dem Engelberg - der Sommer 2020 in Leonberg entwickelt sich trotz oder gerade wegen der besonderen Umstände zu einem echten Kultursommer.

Auch die Künstlerinitiative "InterAKT" rund um Nikola Lutz beteiligt sich und macht auf dem Leonberger Marktplatz Station. Am Freitag, den 21. August, um 18.30 Uhr überraschen die Künstler mit einer Performance aus experimenteller Musik und neuen Texten.

Lastwagen als Showbühne

Zusammen mit Stuttgarter Künstlerinnen und Künstlern hat die aus Leonberg stammende Saxophonistin, Komponistin und Performerin Nikola Lutz, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ein interdisziplinäres Projekt entwickelt. Mit diesem tourt die junge Initiative in unterschiedlicher Besetzung durch die Region. Ausgestattet mit einem "Truck" zeigen sie von einem Lastwagen aus ihre Performance auf Plätzen und Straßen. Passanten werden dabei zu Zuschauern, das Erleben bleibt spontan und unkompliziert.

Unter der Leitung der ukrainischen Dirigentin und Sängerin Viktoriia Vitrenko interpretiert "InterAKT" dabei Fluxus-Aktionen von Nam June Paik, John Cage, George Brecht, Dick Higgins und Yoko Ono neu.

"Kunst auf Rädern" ist Aktionskunst, die gemäß ihrer experimentellen Ausrichtung neue Formate und neue Orte erkundet - auch in Leonberg. Der Truck ist die Bühne, Passanten sind das Publikum.

Während der Aktion sind alle momentan geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten – auch werden Kontaktdaten erhoben. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Was ist Fluxus?

"Wenn Du es definieren kannst, ist es kein Fluxus", so der Fluxus-Dichter Emmett Williams. Fluxus (lat. fließend/ vergänglich) entwickelte sich zum Beginn der 1960er Jahre aus dem Neo-Dadaismus in den USA und der daraus resultierenden Pop Art.

Fluxus strebt nach einer Aufhebung des Unterschiedes zwischen Leben und Kunst und wendet sich gegen das Absichts- und Bedeutungsvolle professioneller Kunstausübung ("Jeder Mensch ist ein Künstler", so Joseph Beuys).

Charakteristisch für ein Fluxus-Event sind die collagenartige Aneinanderreihung kurzer, prägnanter Stücke unter Verwendung unterschiedlicher Medien. 1962 wurde erstmals ein Fluxus-Festival in Wiesbaden veranstaltet.