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Leonberger Schulen bekommen Tablets für knapp 350.000 Euro 


Aus dem Bundesförderprogramm "DigitalPakt Schule" erhält Leonberg 350.000 Euro. Diese Summe wird in den Kauf und in die Inbetriebnahme von bis zu 600 Tablets investiert – das hat der Gemeinderat während seiner vergangenen Sitzung am 28. Juli beschlossen. Nach den Sommerferien sollen die Geräte zeitnah zur Verfügung stehen.

Wichtige Unterstützung für den Unterricht und das Lernen zu Hause

"Die coronabedingten Schulschließungen haben deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung an unseren Schulen weiter vorangetrieben werden muss. Mobile Endgeräte sind für den Unterricht und das Lernen zu Hause eine wichtige Unterstützung. Die finanziellen Mittel aus dem 'Digitalpakt Schule' sind daher gut investiert", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. Das Stadtoberhaupt weiter: "Seit Oktober 2018 ist eine städtische Beschäftigte ausschließlich für die Digitalisierung an unseren Schulen zuständig. Das zeigt, wie wichtig uns das Thema ist."

Mobile Endgeräte für alle Schulen

Im vergangenen Jahr wurden bereits vier Schulen in Leonberg mit Apple-Tablets ausgestattet: das Albert-Schweitzer-Gymnasium erhielt zehn Tablets, die Mörikeschule 30, das Johannes-Kepler-Gymnasium 45 und die Gerhart-Hauptmann-Realschule 45 sowie 15 Apple-TV. Aufgrund der positiven Resonanz wurde beschlossen, die gleichen mobilen Endgeräte für alle weiteren Schulstandorte anzuschaffen.

Kosten für Support und Ersatzbeschaffungen trägt die Stadt

Anfang Juli dieses Jahres wurde in einer Sitzung mit den Schulleitungen in Trägerschaft der Stadt eine Standardausstattung für die mobilen Endgeräte vereinbart. Daher werden die neuen Geräte  mit einer Schutzhülle mit Tastatur und einem Mobile Device Management (MDM) System ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine Software zur Verwaltung der Geräte. Die Gesamtkosten für ein Tablet liegen bei rund 500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Installation und Vorbereitung der Tablets sowie für die Erweiterung und Einrichtung des MDM-Systems.

Die Kosten für den laufenden IT-Support oder Ersatzbeschaffungen sind nicht Bestandteil des Förderprogramms und werden von der Stadt Leonberg getragen werden.

Kriterien für die Verteilung

Die Verteilung der Tablets auf die Schulen orientiert sich an der Schülerzahl und Schulart der jeweiligen Schule. In einer Arbeitsgruppe werden zudem Kriterien erarbeitet, die für die Vergabe bzw. Ausleihe innerhalb der Schule in Betracht gezogen werden können. Diese Kriterien werden mit dem Gesamtelternbeirat abgestimmt.

Die Tablets sollen für jeweils ein Schuljahr ausgeliehen werden können.

Breitbandausbau an Schulen

Fünf Schulstandorte sind bereits mit einer Glasfaseranbindung versorgt. Nach einem Markterkundungsverfahren des Zweckverbands Breitbandausbau Landkreis Böblingen gelten sechs Schulstandorte in Trägerschaft der Stadt Leonberg als unterversorgt.

Für diese Standorte ist im Rahmen des Bundesförderprogramms "Breitband" über den Sonderaufruf zur Antragseinreichung "Schulen und Krankenhäuser" eine Förderung möglich. Die Anträge hierfür sind in Bearbeitung.

Um die Zeit bis zur Realisierung und Fertigstellung der geförderten Breitbandanbindungen zu überbrücken, wurde bzw. wird die Bandbreite der vorhandenen DSL-Internetanbindung in diesen Schulstandorten auf den maximal verfügbaren Wert erhöht.