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Krisentelefon für Pflegende und pflegende Angehörige 

In Corona-Zeiten hat sich die Belastung in der häuslichen Pflege für die Angehörigen erheblich verstärkt.

Einschränkungen erschweren die Situation

Kontaktverbote, Angst vor Ansteckung und weitere Einschränkungen haben viele ergänzende Hilfen nicht mehr zugelassen. Entlastende Besuche wie z. B. Spazierengehen, Betreuungsdienste, Tagespflege und vieles mehr waren nicht möglich. Erschwerend hinzu kam, dass viele Angehörige Dienstleistungen von Pflegediensten ausgesetzt haben aus Angst vor Infektionen.

Zu viele Aufgaben führen zu Überlastung 

In der Mehrzahl sind es Frauen, denen die Pflege-Rolle in den Familien zugeschrieben wird. Diese wird oft stillschweigend übernommen und kommt zu den bereits eingenommenen Aufgaben hinzu. Partnerin, Mutter, Hausfrau, Berufstätigkeit, oft noch ein Ehrenamt und jetzt noch die Pflege von nahestehenden Angehörigen. Das sind so große, vielfältige und verantwortungsvolle Aufgaben, dass sich eine Überlastung sehr leicht anbahnen kann.

Eigene Grenzen erkennen, benennen und akzeptieren wird oft nicht in den Familien kommuniziert. "Ich kann nicht mehr!" ist häufig der erste Satz, der von Anrufenden beim Krisentelefon geäußert wird.

Offenes Ohr für Anrufer

Die Mitarbeitenden vom Krisentelefon haben ein offenes Ohr für die Anrufenden. Sie hören zu und versuchen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für das Problem in einer oft ausweglos scheinenden Situation zu finden. Sie arbeiten ehrenamtlich, die Anrufe sind anonym und unterliegen der Schweigepflicht.

Kontaktzeiten des Krisentelefons

Das Krisentelefon für Pflegende und pflegende Angehörige ist montags bis freitags zwischen 16 und 18 Uhr unter der Rufnummer 07031 663-3000 zu erreichen. Montags ist die Beratung auch in türkischer Sprache möglich.