Seiteninhalt

Leonberger Bäderbetriebe werden 2021 in Stadtwerke eingegliedert 

Die städtischen Badeeinrichtungen - Leobad, Hallenbad und Sauna - werden ab dem 1. Januar 2021 als eigenständige Sparte "Bäderbetriebe" in den Eigenbetrieb Stadtwerke Leonberg integriert. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 26. Mai beschlossen.

Die Netto-Entlastung für den städtischen Haushalt beträgt rund zwei Millionen Euro pro Jahr. 

Eigenständige Sparte "Bäderbetriebe"

Die städtischen Badeeinrichtungen - Leobad, Hallenbad und Sauna - werden ab dem 1. Januar 2021 als eigenständige Sparte "Bäderbetriebe" in den Eigenbetrieb Stadtwerke Leonberg integriert. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 26. Mai beschlossen. Die Netto-Entlastung für den städtischen Haushalt beträgt rund zwei Millionen Euro pro Jahr.

"Das gesamte Anlagevermögen und das in den Bäderbetrieben beschäftigte Personal werden auf den Eigenbetrieb Stadtwerke Leonberg übertragen", heißt es in der Beratungsvorlage. Und weiter: "Das Anlagevermögen der Bäderbetriebe von derzeit 24,7 Mio. Euro wird in Form einer Erhöhung der Rücklage der Stadt Leonberg in die Bilanz der Stadtwerke eingebracht".

Zur Sicherung der Liquidität der Stadtwerke wird ihnen aus dem städtischen Haushalt ab dem Haushaltsjahr 2021 ein Zuschuss gewährt. Dieser beträgt im ersten Jahr ca. 1,7 Mio. Euro. Er wird jährlich im städtischen Haushalt veranschlagt. Im Gegenzug wird der städtische Haushalt um den Bäderabmangel von rund vier Millionen Euro jährlich entlastet.

Langfristige Entlastung des städtischen Haushalts

Technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte gaben den Ausschlag für die Entscheidung. In den Bereichen Facility Management und Parkraumbewirtschaftung gibt es hohe Synergien zwischen den Stadtwerken und dem Bäderbetrieb.

Synergieeffekte nutzen

Gerade bei der Instandhaltung weisen die Gewerke eine hohe Gleichartigkeit aus. Durch eine Reduzierung der Hierarchieebenen gegenüber der bestehenden Organisation – die Bäder sind bislang im Amt für Kultur und Sport angesiedelt – werden zudem Entscheidungswege verkürzt.

"Auch können Synergieeffekte im kaufmännischen Bereich des Bäderbetriebs und des Rechnungswesens der Stadtwerke erschlossen werden. So muss beispielsweise nur noch ein Jahresabschluss erstellt werden. Das Personal kann sich untereinander ergänzen. In Summe bedeutet die Maßnahme eine langfristige Entlastung des städtischen Haushalts um rund zwei Millionen Euro jährlich", bewertet Dr. Ulrich Vonderheid in Funktion als Finanzbürgermeister und als Erster Betriebsleiter der Stadtwerke die Entscheidung in doppelter Hinsicht positiv.

Anpassung der Verrechnungsmodelle

Die Verrechnungsmodelle der Bäder mit den Schulen und Vereinen werden in diesem Zusammenhang angepasst. Bei den Schulen ist künftig die Miete von Bahnen im Bad pro Stunde Grundlage für die Rechnung. Es werden die gebuchten Bahnen berechnet. Vereine müssen die volle Nutzungsgebühr entrichten. Auf Antrag der Vereine erfolgt eine Kostenbeteiligung der Stadt über die Vereinsförderung. Das Verrechnungsmodell mit der Volkshochschule bleibt dabei unverändert.

Inhaber von Jahreskarten erhalten eine kostenlose Parkberechtigung für die Parkplätze des Hallenbades und des Leobads für die Dauer des Badeaufenthaltes. An den Parkplätzen am Leobad und an der Berliner Straße müssen die Bädegäste Parkscheiben einlegen. Die Höchstparkdauer beträgt wochentags zwischen 8 und 20 Uhr sechs Stunden.

Für die Umsetzung der Eingliederung werden die Betriebssatzung und Geschäftsordnung der Stadtwerke sowie die Bädersatzung entsprechend angepasst. Diese werden dem Gemeinderat im Herbst zur Beschlussfassung vorgelegt.

Hintergrund

Der Gemeinderat hat die Verwaltung im November 2018 damit beauftragt, eine Konzeption zur Ausgliederung der Bäderbetriebe aus dem Amt für Kultur und Sport und zur Eingliederung in die Stadtwerke Leonberg zum 1. Januar 2021 zu erstellen. Das Konzept wurde im Sommer 2019 dem Gremium vorgestellt. Daraufhin wurden eine verwaltungsinterne Projektgruppe sowie ein Lenkungsausschuss gebildet. Bei regelmäßigen Treffen wurde die Konzeption vertiefend erarbeitet.