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Grünes Licht für Planungskonzept zum Neubau der Vergärungsanlage 

Nach dem verheerenden Brand der Vergärungsanlage Leonberg im September des vergangenen Jahres hat die Bioabfallverwertung GmbH Leonberg nun grünes Licht für das Planungskonzept der neuen Vergärungsanlage gegeben. Das teilen die zuständigen Landratsämter Böblingen und Esslingen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. 

Die im letzten Jahr abgebrannte Anlage in  Leonberg wird neu errichtet

Nach dem verheerenden Brand der Vergärungsanlage Leonberg im September des vergangenen Jahres, hat die Bioabfallverwertung GmbH Leonberg nun grünes Licht für das Planungskonzept der neuen Vergärungsanlage gegeben.

Das teilen die zuständigen Landratsämter Böblingen und Esslingen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Jährliche Verwertung von 60.000 Tonnen organischen Materials

Die Anlage wird von der im letzten Sommer gegründeten Bioabfallverwertung GmbH Leonberg betrieben. Diese hat bereits im vergangen Herbst beschlossen, die Anlage auf Leonberger Gemarkung neu zu errichten.

Die neue Anlage soll die Bioabfälle aus beiden Landkreisen vergären und aus dem entstehenden Gas Energie erzeugen. Dabei sollen jährlich 60.000 Tonnen organisches Material verwertet werden.

Biogas wird zu Biomethan

Das Biogas kann künftig in den vorhandenen Blockheizkraftwerken verstromen, zu Biomethan aufbereitet, ins Erdgasnetz eingespeist oder an einem externen Standort direkt genutzt werden.

Berücksichtigung bei der Sanierung der Kläranlage "Mittleres Glemstal"

Das bei der Biomüllverwertung anfallende Abwasser wird der Kläranlage im Mittleren Glemstal zugeführt.

"Wir werden dies bei der Planung der anstehenden Sanierung der Kläranlage entsprechend berücksichtigen", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. Und weiter: "Die Stadt Leonberg hat bereits in der Vergangenheit Projekte des Abfallwirtschaftsbetriebes Böblingen unterstützt, sowohl den Bau der abgebrannten Biomüllvergärungsanlage, als auch beispielsweise die Deponieabdichtung mit Deponiegasverwertung in Warmbronn. Auch der Neuerrichtung einer modernen Verwertungsanlage für Bioabfälle am bisherigen Standort stehen wir positiv gegenüber. Der Standort ist hierfür sehr gut geeignet".

Zeitplan

Die Inbetriebnahme der Vergärungsanlage ist in der zweiten Jahreshälfte 2023 vorgesehen.

Im ersten Schritt wird bis August die Brandruine abgetragen. Anschließend folgt der Bau eines neuen Verwaltungs- und Betriebsgebäudes, bevor es mit dem Neubau der Verwertungsanlage weiter geht.