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Gemeinderat fasst wichtige Beschlüsse zur Stadtentwicklung 

In der Sitzung vom 28. April hat der Gemeinderat mehrere sogenannte "Satzungsbeschlüsse" zu Bebauungsplanverfahren gefasst. Damit liegen nun die rechtlichen Voraussetzungen vor, neue Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude sowie Kitas zu bauen.

Bekanntmachung der Bebauungspläne in Kürze

In der Sitzung vom 28. April hat der Gemeinderat mehrere sogenannte "Satzungsbeschlüsse" zu Bebauungsplanverfahren gefasst, denn Bebauungspläne erlangen ihre Rechtskraft in Form einer Satzung. Damit liegen nun die rechtlichen Voraussetzungen vor, neue Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäude sowie Kitas zu bauen.

Die Bekanntmachung der jeweiligen Bebauungspläne erfolgt in Kürze im Amtsblatt sowie auf der städtischen Homepage.

In drei Schritten zum Bebauungsplan

Aufstellungsbeschluss
Als ersten Schritt hin zum fertigen Bebauungsplan ist es notwendig, dass der Gemeinderat für die geplanten Projekte einen Aufstellungsbeschluss fasst: Das Gremium sieht eine städtebauliche Notwendigkeit und beauftragt die Verwaltung, das Plankonzept zu entwerfen.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Als zweiter Verfahrensschritt findet eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit über die Ziele, Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung statt. Ebenso werden Behörden und sonstige Träger Öffentlicher Belange in die Aufstellung des B-Plans
einbezogen – auch um Umweltbelange und die Belange des örtlichen und regionalen Einzelhandels zu berücksichtigen.

Satzungsbeschluss
Danach muss das Plankonzept öffentlich ausgelegt werden, ehe es zur finalen Entscheidung, dem Satzungsbeschluss, wieder in den Gemeinderat geht.

Satzungsbeschlüsse wurden vom Gemeinderat Ende April für folgende Projekte gefasst

Wohnbebauung am TSG-Areal
Auf dem ehemaligen Vereinsgelände der "TSG Leonberg" an der Jahnstraße entstehen mehrere Reihen- und Mehrfamilienhäuser mit rund 150 Wohneinheiten. Zudem sind unter anderem Flächen für Einkaufsläden und Cafés vorgesehen. Im Zentrum des Wohnquartiers entsteht eine Grünfläche mit Kinderspielplatz. Ein Viertel der Wohnfläche wird bezahlbarer Wohnraum sein.

Wohn- und Geschäftshäuser in der Stadtmitte
Die bisher vorwiegend als Parkplatz genutzte Fläche zwischen LEO 2000 und der Volksbank wird mit mehreren Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Es entstehen drei fünfgeschossige sowie vier drei- bis viergeschossige Häuser. Damit soll das Stadtzentrum als Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Wohnstandort aufgewertet und gestärkt werden.

Bosch baut Campus an der Römerstraße
Auf dem ehemaligen Gelände des Möbelhauses Hofmeister baut die Firma Bosch ein sechsstöckiges, terrassenförmiges Bürogebäude mit zwei Innenhöfen und einem Atrium. Im Erdgeschoss ist eine Passage mit Gastronomie und einer Kindertagesstätte geplant. Zudem entsteht daneben ein weiterer Bau, in dem auch eine große Kantine vorgesehen ist.

Neubau von zwei Kindertageseinrichtungen geplant
In der Sitzung wurden auch Beschlüsse zum Bau zweier städtischer Kitas gefasst. Für die Kita Nord wurde die Satzung beschlossen und für die Kita an der Schweizermühle der Beschluss zur öffentlichen Auslegung gefasst.

Neubau der Kita Nord kann starten
An der Oberen Burghalde entsteht ein Kita-Neubau, in dem künftig 75 Kinder betreut werden. Im Obergeschoss entstehen drei Zweizimmerwohnungen und eine Vierzimmerwohnung. Eine weitere Dreizimmerwohnung wird für eine Tagespflegegruppe für Kleinkinder (Tagespflege in anderen geeigneten Räumen, kurz: TAPiR) genutzt. Zudem entstehen ca. 30 neue Stellplätze, auch als Besucherstellplätze für das umgebende Quartier. Mit dem Satzungsbeschluss ist der Weg für den Neubau nun frei.

Planungen zur Kita West gehen voran
Am westlichen Rand der Kernstadt, an der "Schweizermühle", entsteht eine sechsgruppige Kita mit bis zu vier Wohnungen. Die Kindertageseinrichtung soll Platz für 105 Kinder bieten. Es entstehen zwei Krippengruppen, drei Ganztagesgruppen und eine Gruppe mit Regel- bzw. verlängerten Öffnungszeiten. Außerdem wird nach der Neubebauung wieder ein öffentlicher Spielplatz angelegt. Nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden im November des vergangenen Jahres erfolgte nun der Auslegungsbeschluss. Der überarbeitete Bebauungsplanentwurf unter Berücksichtigung der eingegangen Stellungnahmen wird nun nochmals veröffentlicht.