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Engelbergtunnel: Zweite Bauphase auf Anfang Juli verschoben 

Seit Anfang September laufen die Hauptbaumaßnahmen der ersten Bauphase zur Sanierung des Engelbergtunnels. Derzeit finden die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn und an den beiden Betriebsgebäuden statt. 

Pandemie schränkt Verfügbarkeit von Personal und Material ein

Seit Anfang September laufen die Hauptbaumaßnahmen der ersten Bauphase zur Sanierung des Engelbergtunnels. Derzeit finden die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn und an den beiden Betriebsgebäuden statt.

"Der Beginn der daran anschließenden zweiten Bauphase wird sich im Wesentlichen aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie verschieben, da es Einschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Personal und Material gibt", heißt es aus dem Regierungspräsidium. Und weiter: "Stand heute kann die zweite Bauphase voraussichtlich Anfang Juli begonnen werden."

Verkehrseingriffe am Tag in zweiter Bauphase

Ab der zweiten Bauphase werden Verkehrseingriffe auch am Tag vorgenommen. Dabei wird es in keiner Bauphase tagsüber Sperrungen von Fahrstreifen geben. Ausschließlich in der Nacht, und somit in der verkehrsärmeren Zeit von 20 bis 5 Uhr, werden einzelne Fahrstreifen gesperrt. Tagsüber bleiben alle sechs vorhandenen Fahrstreifen bestehen.

Keine Umleitungen durch Leonberg

Die Fahrstreifenbreiten werden in dieser Bauphase eingeschränkt und die Geschwindigkeit reduziert. Umleitungen etwa durch Leonberg werden nicht erforderlich.

Verkehrslenkung wurde optimiert

Die überregionale und regionale Verkehrslenkung auf der Autobahn erfolgt ab der zweiten Bauphase mit den vorhandenen und neuen Netz- und Streckenbeeinflussungsanlagen sowie der neuen Tunnelverkehrstechnik. Für die Tunnelverkehrstechnik wurden 24 Verkehrszeichenbrücken mit LED-Technik neu errichtet. An beiden Tunnelportalen wurden außerdem zusätzlich Schranken neu errichtet, die es bei einem Brand zukünftig möglich machen, den Tunnel sofort zu sperren.

"Mit der neuen Tunnelverkehrstechnik und deren Verknüpfung mit den vorhandenen Streckenbeeinflussungsanlagen auf der A 8 und A 81 wird es zukünftig möglich sein, schneller und besser auf unterschiedliche Verkehrssituationen zu reagieren", so das Regierungspräsidium.

Die neue Tunnelverkehrstechnik wurde bereits am 8. März 2020 in Betrieb genommen.

Reisezeitanzeigen im Einsatz

Zu Beginn der zweiten Bauphase wird eine temporäre Reisezeitanzeigeanlage auf der A 8 und A 81 sowie der B 295 in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt des Landes Baden-Württemberg. Die Verkehrsteilnehmer sollen mit dieser Anlage aktuell und genau über die bestehende Verkehrssituation informiert werden.

Ziel ist es, dass der Verkehr auf der Autobahn bleibt und nicht in die umliegenden Kommunen ausweicht. An neun Standorten werden hierzu insgesamt 14 LED-Tafeln errichtet, die mit Solarstrom betrieben werden. Der Aufbau der LED-Tafeln wurde bereits im März abgeschlossen. Derzeit erfolgt der Probebetrieb, der für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar ist.

Umfangreiche bauliche und technische Ertüchtigung des Tunnels

Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels.

Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die durch Anhydritquellen geschädigten Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt. Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren auf 2.520 Metern erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt.

Für die Durchführung der Bauarbeiten wurde vom Land Baden-Württemberg eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die aus drei Firmen besteht. Die Baukosten betragen etwa 130 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen. Im Mai 2024 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.