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Mit Hochleistungsspritze: Eichenprozessionsspinner wird bekämpft 

Zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird am Mittwoch, den 29. April im Stadtgebiet der Wirkstoff Neem Protect eingesetzt. Er wird über eine Hochleistungsspritze von einem Pickup bis zu 30 Meter hoch gesprüht. 

Allergische Reaktionen durch Eiweißgift in Nestern oder Brennhaaren der Raupe möglich

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, deren Raupen sich hauptsächlich an Eichen finden. Parallel zum Austrieb des Laubes schlüpfen die Tiere je nach Witterung im Mai.

Die alten Gespinstnester bzw. Brennhaare können beim Menschen allergische Reaktionen auslösen, da sie ein Eiweißgift enthalten.

Symptome sind unter anderem Atemnot, Juckreiz, Rötung der Bindehaut, Fieber, Schwindelgefühl oder allgemeines Unwohlsein.

Bekämpfung per Besprühung am Mittwoch, 29. April

Zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird am Mittwoch, den 29. April im Stadtgebiet der Wirkstoff Neem Protect zur Bekämpfung eingesetzt, der über eine Hochleistungsspritze auf einem Pickup bis zu 30 Meter hoch gesprüht wird.

Vor allem Waldränder, Friedhöfe und innerstädtische Grundstücke, auf denen Eichen unter anderem in der Nähe von Schulen oder Spielplätzen stehen im Fokus, ebenso der Stadtpark. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners nehmen den Wirkstoff durch Fressen der behandelten Blätter auf. Das Neem Protect bewirkt, dass lebenswichtige Entwicklungsprozesse bei den Raupen gehemmt werden, sodass sie sich nicht weiterentwickeln und die Brennhaare nicht ausgebildet werden.

Wirkstoff unschädlich für Menschen und andere Tiere

Das eingesetzte Mittel hat keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren, außer eben auf Schmetterlingsraupen.

Es wird in Deutschland – und auch in Leonberg – seit Jahren verwendet. Auch im ökologischen Landbau kommt es zur Anwendung. Bei optimalen Bedingungen ist eine Erfolgsrate von 95 Prozent zu erwarten.

Richtiges Verhalten bei Kontakt mit dem Allergieauslöser

Besonders gefährlich ist das Berühren der Raupen und deren Nester sowie der Pflanzen und Gräser in der Nähe von befallenen Eichen. Daher sollte in Waldgebieten möglichst auf den Wegen geblieben werden.

Es empfiehlt sich, Hautbereiche durch lange Kleidung zu schützen.

Wer mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen ist, sollte die Kleidung wechseln und duschen, um die Symptome zu lindern.