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Postareal: Planungen können weiter vorangebracht werden 

Zwischen dem Rathaus am Belforter Platz und der Altstadt sollen auf 1,55 Hektar Grundstücksfläche unter anderem insgesamt acht Gebäude mit Mischnutzungen entstehen. 

Planungen und Vertragsverhandlungen werden fortgeführt

Während seiner Sitzung vergangene Woche Dienstag hat der Gemeinderat beschlossen, die Planungen und Vertragsverhandlungen mit der STRABAG Real Estate GmbH, der Investorin für das Postareal, fortzuführen.

Zwischen Rathaus und Altstadt sollen auf 1,55 Hektar Grundstücksfläche unter anderem insgesamt acht Gebäude mit Mischnutzungen entstehen. Geplant sind zum Beispiel Einzelhandel, Dienstleistungen, Hotel, Gastronomie und Wohnungen sowie ein zentraler Platz und eine öffentliche Parkfläche.

Städtebauliches Bindeglied mit Brücke zur Altstadt

Eine sechs Meter breite Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll als Verbindung zur Altstadt ("Brückenschlag") entstehen. Vorgesehen ist auch ein großzügig gestalteter, zentraler Platz, der den offenen Charakter des gesamten Quartiers betont. Für mehr Freiraum sollen die Gebäudekanten an der Eltinger Straße zurück versetzt werden.

"Städtebaulich ist das Postareal ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Neuköllner Platz und der Altstadt", erklärt Oberbürgermeister Martin Georg Cohn.

Aktueller Stand im Verfahren: Die Planungen werden nun konkretisiert

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde im März des vergangenen Jahres vom Gemeinderat gefasst: Das Gremium sieht die städtebauliche Notwendigkeit und beauftragt die Verwaltung, das Plankonzept zu entwerfen.

Als nächster Verfahrensschritt erfolgte zuletzt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit über die Ziele, Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung.

Auch Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange wurden in die Aufstellung des Bebauungsplans einbezogen, um unterschiedliche Belange zur Umwelt oder zum örtlichen und regionalen Einzelhandel zu untersuchen.

Nun werden die Planungen konkretisiert, danach öffentlich ausgelegt und abgewogen, ehe es zur finalen Entscheidung wieder in den Gemeinderat geht.

Änderung des Flächennutzungsplans

Eine Besonderheit bei der Entwicklung des Postareals ist, dass parallel der sogenannte Flächennutzungsplan (FNP) in diesem Teilbereich geändert werden muss. Der FNP ist die Basis der Raumordnung, der Bebauungsplan setzt darauf aufbauend alle Details fest.

Entsprechend der bisherigen Nutzung durch die Post und Telekom ist die Fläche des Postareals im Flächennutzungsplan bisher als Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen. Für die zukünftige Nutzung muss der FNP daher entsprechend geändert werden.