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Richtiges Parken hält Wege für Feuerwehr, Müllabfuhr und ÖPNV frei 

Der Parkdruck in Leonberg hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Mehr und größere Fahrzeuge "verstopfen" enge Straßen in Wohngebieten. Das erschwert im Notfall das Durchkommen von Rettungsfahrzeugen und behindert unsere schwächeren Verkehrsteilnehmer. Auch Busse und die Fahrzeuge der Müllabfuhr werden durch falsches Parkverhalten behindert.

Erkundungsfahrten decken Problembereiche auf - auch richtiges Parkverhalten hilft

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Parkdrucks fahren Ordnungsamt und Feuerwehr mehrmals im Jahr gemeinsam Straßen im Leonberger Stadtgebiet sowie in den Teilorten ab. Sie überprüfen dabei ob Rettungsfahrzeuge im Ernstfall die Straßen zügig befahren können.

Durch richtiges Parkverhalten und das Wissen um Hintergründe leisten auch alle Autofahrer einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Engstellen und Verkehrsbehinderungen.

Schnelles Durchkommen: beim Retten von Menschen geht es oft um Sekunden

Immer wieder beklagt die Feuerwehr, dass sie durch falsch und behindernd parkende Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig zum Einsatzort gelangen kann. Um Menschen in Gefahrensituationen retten zu können, geht es jedoch vielfach um Sekunden. Auch die Müllabfuhr und der ÖPNV bekommen in engen Straßen und vielfach in Wendeanlagen zunehmend Probleme.

Engpässe und Gefahrenstellen vermeiden: Halteverbote kraft Gesetz gelten auch ohne Schild

Vielen Autofahrenden ist nicht bewusst, dass sie behindernd oder an Stellen parken, an denen kraft Gesetzes ein Haltverbot besteht, wie zum Beispiel

  • in Kurven
  • innerhalb von fünf Metern an Kreuzungen und
  • überall dort, wo die Straßenrestbreite durch parkende Fahrzeuge zu schmal für die Einsatzfahrzeuge wird.

Diese gesetzlichen Regelungen sind vielfach nicht bekannt, andere schätzen die Distanzen und den Platzbedarf der breiten und langen Rettungsfahrzeuge insbesondere in Kurven nicht richtig ein.

Gehwegparken: nur dort zulässig, wo ein Schild es erlaubt

In Bereichen mit hohem Parkdruck und zu geringer Fahrbahnbreite werden Fahrzeuge häufig mit zwei Rädern auf dem Gehweg geparkt. Fahrerinnen und Fahrer bedenken dabei nicht, dass durch das Gehwegparken oftmals für Fußgänger und Fußgängerinnen, Rollstuhlfahrende und Kinderwagen nicht mehr genug Platz auf dem Gehweg verbleibt. In der Folge müssen diese auf die Fahrbahn ausweichen, um passieren zu können.

Aus diesem Grund, also zum Schutz dieser Gruppe der schwächeren Verkehrsteilnehmenden, ist das Gehwegparken nur an Stellen zulässig, an denen es ausdrücklich durch ein Schild erlaubt wurde.

Damit der Müll abgeholt werden kann: Wendeplatten und Engstellen freihalten

Die Müllabfuhr hat an denselben Stellen, die auch für die Feuerwehr problematisch sind, Schwierigkeiten bei der Durchfahrt. Aber auch zu enge oder zugeparkte Wendekreise bereiten den Müllfahrzeugen regelmäßig große Probleme. Denn aufgrund von Sicherheitsvorschriften dürfen sie auf gerader Strecke nicht rückwärtsfahren, sind also auf diese Wendemöglichkeiten in besonderem Maße angewiesen.

Dabei haben die meisten Müllfahrzeuge nicht nur die gleichen Maße wie ein Löschfahrzeug der Feuerwehr, sie müssen die Engstellen zudem auch mehrmals wöchentlich befahren.

Die Probleme durch falsches Parkverhalten zeigen sich folglich wesentlich häufiger und führen entsprechend oft zu Konsequenzen: Wo die Müllfahrzeuge nicht durchkommen, können Mülltonnen nicht geleert werden.