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Bauantragsverfahren werden weiter digitalisiert 

Nachdem die Stadtverwaltung Anfang des vergangenen Jahres Formulare und Assistenten zum Baugesuch online bereitgestellt hat, um das Ausfüllen der mitunter recht komplexen Antragsformulare digital zu unterstützen, werden zunächst in einer Testphase Bauanträge künftig auch digital – also papierlos – im Rathaus bearbeitet. 

Bearbeitung von Bauanträgen künftig digital

"Hierfür haben wir mehrere große Curved Monitore für unsere Mitarbeiter gekauft", so Beate Keim, Leiterin des Bauverwaltungs- und Bauordnungsamtes. Sie fügt an: "Die technischen Zeichnungen und planerischen Unterlagen werden – je nach Komplexität des Vorhabens – vom A3-Format bis 'Tischgröße' eingereicht. Daher brauchen wir diese hochauflösenden Bildschirme."

Mitarbeiter des Bauverwaltungs- und Bauordnungsamtes werden geschult

Die Anträge werden nun nicht mehr in Papierform geprüft, sondern digital am Monitor. Hierfür werden in den kommenden Wochen 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauverwaltungs- und Bauordnungsamtes geschult, um mit entsprechender Software die mit dem Baugesuch eingereichten Dokumente am PC zu kontrollieren und zu messen. Wichtige Parameter sind dabei etwa die Grund- und Geschossfläche, Einhaltung des Baufensters sowie Abstände zur Grundstücksgrenze.

Antragsassistent seit einem Jahr im Einsatz

Bereits seit einem Jahr führen die Antragsassistenten zum Baurecht auf der städtischen Homepage den Nutzer Schritt für Schritt durch jeden Antrag. Das fertig ausgefüllte Formular kann anschließend ausgedruckt und unterschrieben oder gespeichert werden.

Unkompliziertes Nachreichen einzelner Formulare

"Neu hinzugekommen ist seit Anfang des Jahres die Möglichkeit, die fertigen Formulare auch über das Internet einzureichen", erklärt Karin Kießling-Emhardt, Leiterin von Online-Redaktion und E-Government. "Diese neue Option ermöglicht das unkomplizierte Nachreichen einzelner Formulare zu bereits eingereichten Baugesuchen über das Internet", erläutert sie.

Für die eindeutige Zuordnung zu einem Antragsverfahren muss dabei die Vorgangsnummer angegeben werden.

"Für ein neues Baugesuch benötigen wir beim aktuellen technischen Ausbaustand zusätzlich zur Papierform alle Antragsformulare und die Planunterlagen von den Architekten auch digital – also auf USB-Stick, DVD oder CD", erklärt Keim.

Sie ergänzt: "Mittels Merkblatt informieren wir über die Hintergründe und die Anforderungen an die digitale Version der Planunterlagen. Mit der Umstellung auf ein neues Programm soll im kommenden Jahr das vollständige Antrags- und Genehmigungsverfahren digital erfolgen, von der Antragstellung bis zur Genehmigung."

Zukunft wird papierlos

Nicht nur die neu eingereichten Unterlagen werden digitalisiert, parallel werden ebenso die Bestandsakten gescannt. "Ziel ist es, in der Zukunft weitgehend papierlos zu arbeiten", so die Amtsleiterin.

Über 400 baurechtliche Verfahren werden jährlich beim städtischen Bauverwaltungs- und Bauordnungsamt bearbeitet. In der großen Mehrzahl der Fälle muss das Landratsamt beteiligt werden – vor allem ist es in Bezug auf Umwelt-, Immissions- oder Brandschutzaspekte zu hören.

Seit Anfang dieses Jahres fordert die Kreisbehörde die Unterlagen im Rahmen der Behördenbeteiligung ebenso digital an. Bereits seit Herbst des vergangenen Jahres werden die Architekten und Planer gebeten, Unterlagen auch digital einzureichen. Mit der Umstellung beim Landratsamt wird dies nun quasi zur Pflicht.

Digitalisierung: effizient und bürgerfreundlich

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn: "In den letzten 18 Monaten haben wir viele Prozesse und Strukturen in den baurechtlichen Verfahren optimiert und so die Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt. Mit der vollständigen Digitalisierung der Vorgänge werden wir noch effizienter und bürgerfreundlicher arbeiten. Unseren Weg, künftig immer mehr Dienstleistungen online anzubieten, gehen wir konsequent weiter."