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Schelling und Hegel – zwei schwäbische Idealisten im Gespräch 

Beim Vortrag am Freitag, den 24. Januar sowie der Lektüretagung am Samstag, den 25. Januar geht es im Stadtmuseum um die Denker Schelling und Hegel. 

Zusammenkunft der Internationalen Schelling-Gesellschaft

Am nächsten Wochenende kommen traditionell Mitglieder der Internationalen Schelling-Gesellschaft in Leonberg zusammen, um an den Geburtstag des Naturphilosophen am 27. Januar 1775 zu erinnern.

Am Freitag um 19.30 Uhr hält Philipp Schwab, Juniorprofessor für Philosophie an der Uni Freiburg, einen Vortrag über das mehr als 50 Jahre geführte‚ "große Geistergespräch" zwischen Friedrich Schelling und Friedrich Hegel.

Hommage an den Jubilar Friedrich Hegel

Der Vortrag ist zugleich als Hommage für den Jubilar Friedrich Hegel anzusehen. Er wurde im Jahr 1770 geboren – ebenso wie der dritte des Tübinger Denker-Dichter-Terzetts Friedrich Hölderlin. Zur Lektüretagung am Samstag, von 10 bis 12.30 Uhr wird sich ebenso mit dem Werk der drei Philosophen auseinandergesetzt.

Die Grundlagentexte dazu können im Stadtmuseum abgeholt werden.

Das "große Geistergespräch" zwischen Friedrich Schelling und Friedrich Hegel

Im Vortrag am Freitag wird das "große Geistergespräch" zwischen den schwäbischen Philosophen F.W.J. Schelling und G.W.F. Hegel in seinen zentralen Stufen nachgezeichnet, ausgehend von der gemeinsamen Studienzeit im Tübinger Stift in den 1790er Jahren über die enge Zusammenarbeit beider in Jena, hin zur sukzessiven 'Entfremdung' und ihren Bruch um das Jahr 1807. Auch auf die spätere, wechselseitige, Kritik wird eingegangen.


Blick auf die philosophische "Streitfrage" beider Denker

Im Lichte dieser biografischen Entwicklungslinien des Gesprächs wird auch die philosophische "Streitfrage" beider Denker in den Blick kommen.

Gerade in ihrer Jenaer Phase vertreten Schelling und Hegel gemeinsam eine "Philosophie des Absoluten", beinahe von Beginn aber zeigt sich bereits im Keim, dass sie auf eine ganz unterschiedliche Ausgestaltung einer solchen Philosophie abzielen. Als Angelpunkt des Disputs werden sich dabei die Grundbestimmungen von Identität und Differenz erweisen.

 

Über den Vortragenden Junior-Prof. Dr. Philipp Schwab

Philipp Schwab ist Juniorprofessor für Philosophie mit dem Schwerpunkt "Klassische deutsche Philosophie und ihre Rezeption" an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Leiter einer Forschungsgruppe (DFG) zum Dialog zwischen Schelling und Hegel.

Er ist Mitglied im Ausschuss des Projekts "Schelling – Edition und Archiv" an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied im Beirat der Internationalen Schelling-Gesellschaft.

Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der Philosophie des 'Deutschen Idealismus' (Fichte, Schelling, Hegel) und in der Metaphysikkritik und Existenzphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts (Kierkegaard, Nietzsche, Heidegger).

 

Eintritt frei

Veranstaltungsort ist an beiden Tagen das Stadtmuseum. Der Eintritt ist frei.