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Landkreis: Grünes Licht für Entwurfsplanung zum Krankenhaus 

Der Planungs- und Bauausschuss des Landkreises Böblingen hat die Entwurfsplanung des Krankenhauses Leonberg sowie die Vorentwurfsplanung des Krankenhauses Herrenberg beschlossen. In Leonberg starten die ersten sichtbaren Bauarbeiten im Frühjahr am "Pavilon" des Gebäudekomplexes.

Modernisierungsmaßnahmen nehmen Gestalt an

Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen an den Krankenhäusern Leonberg und Herrenberg nehmen Gestalt an: So gab der Planungs- und Bauausschuss (PBA) des Landkreises Böblingen in seiner Sitzung Anfang Dezember 2019 sowohl die fertige Entwurfsplanung mit einem Kostenrahmen von 72,5 Millionen Euro für Leonberg frei und beauftragte parallel, die Entwurfsplanung für Herrenberg - auf Basis der vorliegenden, abgeschlossenen Vorentwurfsplanung mit einem Gesamtvolumen von 42,5 Millionen Euro inklusive Hubschrauberlandeplatz - fortzuführen.

Umbau- und Interimsmaßnahmen haben begonnen

In den kommenden Wochen stehen unter anderem für Leonberg die Erstellung der Förderanträge beim Sozialministerium sowie die weitere Genehmigungsplanung (Bauantrag) an. In Leonberg fließen allein rund 52,5 Millionen Euro des Gesamtvolumens in die Modernisierung der Gebäudestruktur und Gebäudetechnik. Der Rest fließt in die Planung, Erschließung einschließlich der Außenanlagen und Ausstattung. Die ersten Umbau- und Interimsmaßnahmen hierfür haben im Hintergrund bereits begonnen.

Im "Pavillon" geht es im Frühjahr los

Richtig sichtbar werden die Baumaßnahmen am sogenannten "Pavillon" im Frühjahr 2020, alle weiteren Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der Klinik schließen sich dann sukzessive ab Mitte 2020 an.

Fast 15.000 Quadratmeter Nutzfläche werden insgesamt modernisiert

Neben einer Erneuerung der Gebäudetechnik sehen die Planungen in den kommenden fünf Jahren mehrere gewichtige Teilprojekte für das Krankenhaus Leonberg vor – insgesamt eine Modernisierung von fast 15.000 Quadratmetern Nutzfläche. Bereits umgesetzt wurden hier in den letzten Jahren unter anderem der Neubau der Intensivstation, die Notstromversorgung und auch die neue DSA-Röntgenanlage zur bildgebenden Diagnostik und Behandlung von Gefäßerkrankungen.

Bis Ende 2024 bleiben damit immer noch gut 10.000 Quadratmeter, denen man den Zahn der Zeit ziehen muss, um nicht nur für Patienten, sondern auch für die Mitarbeiter zukunftweisend und attraktiv zu bleiben.

OP-Kapazitäten bleiben während des Umbaus erhalten

So werden unter anderem sukzessive der OP-Bereich, die Notfallaufnahme mit Untersuchungskabinen, Gipsraum, gynäkologischer Untersuchungsraum, Wundversorgung und Schockraum, sowie die Radiologie und die Ambulanzen modernisiert. Der OP-Bereich verbleibt am heutigen Standort im Westbau. Damit wird eine optimale Anbindung an die Intensivstation ermöglicht und eine enge funktionale Verbindung zur Notfallaufnahme geschaffen. Die Sanierung der Operationssäle erfolgt stufenweise im laufenden Betrieb. Eine komplexe Logistik ermöglicht dabei den Erhalt aller notweniger OP-Kapazitäten auch während des Umbaus.

Radiologie zieht ins Erdgeschoss um

Die Radiologie wird künftig ins Erdgeschoss des Nordflügels verlegt, ebenengleich zur Notaufnahme und zum Ambulanzbereich. Die restlichen, bis einschließlich 2010 noch nicht modernisierten Pflegestationen werden im Standard an die heutigen Anforderungen angepasst. Hinzu kommt eine Wahlleistungsstation im zweiten Obergeschoss des Nordflügels mit gehobener Ausstattung.

Ambulante Notfallpraxis kommt in den Eingangsbereich

Die ambulante Notfallpraxis zieht zudem in den Eingangsbereich um. Das ermöglicht eine einfachere, optimale Patientenführung und -steuerung zwischen Notfallpraxis und den Ambulanzen der Klinik.

Psychosomatik in eigenständigem Gebäudekomplex

Zudem zieht die bisher im Haus verortete Psychosomatik des Zentrums für Psychiatrie Nordschwarzwald (ZfP) voraussichtlich bis Herbst 2022 in einen eigenständigen neuen Gebäudekomplex neben dem Bestandsgebäude. Zentrale Krankenhausflächen werden so frei für die Modernisierung. Gleichzeitig bleibt dennoch die Nähe des ZfP zur Akutmedizin gewahrt. Für diesen Zusatz-Neubau geht man aktuell von knapp sechs Millionen Euro an Investitionskosten aus, die durch das ZfP mit dem Land Baden-Württemberg als Träger finanziert werden.