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Kinderhäuser Stadtpark & Warmbronn: Raumtemperaturen werden optimiert 

Die sommerlichen Raumtemperaturen der baugleichen Kinderhäuser Stadtpark und Warmbronn sollen optimiert werden. Der Gemeinderat hat dazu beschlossen, ein Ingenieurbüro für die Ausarbeitung von Vorschlägen und zur Erstellung einer Kostenschätzung zu beauftragen.

Kinderhäuser heizten sich im Sommer auf

In den warmen Sommermonaten heizen sich die beiden Kinderhäuser stark auf. Grund dafür ist das verglaste Foyerdach, das keinen außenliegenden Sonnenschutz bietet. An heißen Tagen herrschen um 9 Uhr bereits Temperaturen bis zu 28° Celsius. Eine nächtliche Durchlüftung ist momentan nicht möglich, da die vorhandenen Fenster keinen Einbruchschutz bieten.

Temperatur-Verbesserung notwendig

In beiden Einrichtungen halten sich in den Mittagstunden bis zu 155 Kinder und 40 Beschäftigte auf. Es traten bereits mehrfach gesundheitliche Probleme bei Kindern und Angestellten auf. Als Richtwert werden für Kindertagesstätten Raumtemperaturen von 20° Celsius empfohlen. Daher ist es notwendig Maßnahmen zur Verbesserung der Temperaturen zu ergreifen.

Begehungen fanden bereits 2019 statt

Im August und September fanden bereits Begehungen mit dem Gebäudemanagement der Stadt und Bauphysikern statt. Hier wurden bereits erste Maßnahmen besprochen, die zur Reduzierung der Raumtemperatur führen.

Festlegung erster kurzfristiger Maßnahmen

Zunächst ist geplant, eine Wetterstation einzubauen, die mit dem vorhandenen Sonnenschutzsystem verbunden ist, so dass eine automatische Schließung erfolgt. Zudem sollen die mit Bewegungsmeldern ausgestatteten Leuchtstoffröhren im Foyer ausgetauscht werden und durch LED-Leuchten ersetzt werden. Diese sollen nur noch im Bedarfsfall angeschaltet werden.

Im Jahr 2016 wurden bereits Öffnungsflügel im Glasdach des Foyers nachgerüstet. Da diese bei Regen nicht zuverlässig funktionieren, wurde die automatische Öffnung bei Nacht von den Nutzern im Kinderhaus Stadtpark deaktiviert. Daher werden die motorische Ansteuerung sowie der Regensensor ausgetauscht. Diese Maßnahmen werden über das Gebäudemanagement schnellstmöglich ausgeführt.

Weitere geplante Maßnahmen

In einem zweiten Schritt können weitere Maßnahmen getroffen werden. Es wurde vorgeschlagen, dass die Kippfenster oberhalb der Außentüren automatisch geöffnet werden sollen und automatisch öffnende Fensterflügel in den Gruppenräumen nachgerüstet werden. Des Weiteren ist es möglich, die Fußbodenheizung so umzubauen, dass Kaltwasser in das Fußbodenheizsystem geleitet wird und die Räume gekühlt werden.

Ingenieurbüro prüft Maßnahmen

Ein Ingenieurbüro für Bauphysik wird diese Maßnahmen prüfen und erstellt eine Simulation um die Effekte der Maßnahmen zu untersuchen.

Für die infrage kommenden Maßnahmen wird eine Kostenschätzung erstellt und dem Gemeinderat vorgelegt.