Seiteninhalt

Wir bauen für Sie: Kindertageseinrichtungen  

Leonberg wächst und somit auch der Bedarf an weiteren Kindertageseinrichtungen. Daher investiert die Stadt in die gesicherte Betreuung unserer Jüngsten mit vier Bauprojekten. 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Leonberg wächst. Im Mai dieses Jahres wurde im Gemeinderat der Bedarfsplan für die Kinderbetreuung in den Jahren 2019 bis 2022 behandelt.

Für das Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wurde darin der Bedarf bei den 3- bis 6-Jährigen auf die stattliche Zahl von 1843 Plätzen, am Ende des Kindergartenjahrs 2020/21 auf 1917 Plätze prognostiziert. Und es ist davon auszugehen, dass diese Zahl weiter ansteigt.

Ähnlich stellt sich die Entwicklung bei den Kindern unter 3 Jahren und beim Bedarf in der Schulkindbetreuung dar.

Die Zahlen der Bedarfsplanung sind natürlich ein Grund zur Freude. Sie verdeutlichen uns aber gleichzeitig den dringenden Bedarf an weiteren Kindertageseinrichtungen in Leonberg und die Notwendigkeit sogenannter "Interimskitas" im Stadtgebiet zur Überbrückung der Zeit bis zur Fertigstellung der geplanten Kita-Neubauten.

Es ist uns Pflicht und Bedürfnis zugleich, in die gesicherte Betreuung unserer Jüngsten zu investieren. Im Gemeinderat wurden hierfür in letzter Zeit zahlreiche wichtige Weichen gestellt.

Hier finden Sie detaillierte Informationen über Planung und Umsetzung vier verschiedener Bauprojekte im Bereich der Kindertageseinrichtungen.

Gemeinderat, Stadtverwaltung und die Träger der Kindertageseinrichtungen in Leonberg arbeiten gemeinsam daran, jungen Familien die besten Voraussetzungen für einen guten Start ihrer Kleinsten ins Leben zu bieten.

Ihr

Martin Georg Cohn
Oberbürgermeister

Vorstellung der einzelnen Bauprojekte

Bildungscampus im Ezach geplant


Im Wohngebiet Ezach soll ein Bildungszentrum gebaut werden. Geplant ist der Neubau einer Kindertageseinrichtung, einer Mensa sowie Wohnraum. Der Campus soll auf dem Gelände, auf dem sich das Ökumenische Zentrum (ÖZE) sowie die Kindergärten Schopfloch und Ezach befinden, entstehen. Der weiter ansteigende Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Ezach und in Eltingen macht dies erforderlich.

Dafür war es zunächst notwendig, das bestehende Erbbaurecht am Ökumenischen Zentrum durch die beiden Erbbauberechtigten aufzuheben. Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes d. T. und die evangelische Gesamtkirchengemeinde Leonberg erhalten von der Stadt Leonberg hierfür eine Entschädigung in Höhe des Verkehrswerts. Der Gemeinderat hat die Zahlung in Höhe von 459.900 Euro (inklusive 21.900 Euro Grunderwerbssteuer) in seiner Sitzung am 19. November genehmigt. Das Gebäude des Ökumenischen Zentrums wird zur Kindertageseinrichtung umgebaut werden. Künftig bietet es Platz für zwei Kindergartengruppen und die bereits bestehende Tagespflegegruppe "Die kleinen Tapire".

Der Ezach- sowie der Schopflochkindergarten weisen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Daher sollen diese abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser wird künftig Platz für acht Kindergartengruppen bieten. Insgesamt werden auf dem Areal dann also bis zu zehn Kindergartengruppen mit allen Angebotsformen untergebracht sein.

Weiter soll die Sophie-Scholl-Schule zur Ganztagsgrundschule in der Wahlform ausgebaut werden. Auf dem Gelände wird eine Mensa mit Betreuungsräumen für die Grundschulkinder entstehen.

Die drei Gruppen des Ezach-Kindergartens müssen während der Bauphase vorübergehend anderweitig untergebracht werden. Die zwei Gruppen aus dem Schopfloch-Kindergarten werden in das Gebäude des dann umgebauten Ökumenischen Zentrums einziehen.

Ein Teilgrundstück des Geländes könnte für die Wohnbebauung an einen Investor verkauft werden. Geplant ist der Bau von ca. 20 Wohnungen. Ein Projektsteuerungsbüro wird für die Betreuung eines Vergabeverfahrens (VgV-Verfahren) zur Planerauswahl beauftragt. Die geschätzten Kosten für den Bildungscampus betragen rund 10 Millionen Euro.


Kita West: Neubau mit vier Wohnungen genehmigt

Am 15. Oktober hat der Gemeinderat den Neubau der Kita West mit vier Wohnungen genehmigt. Die Fertigstellung wird für Sommer 2022 angestrebt.

Der Neubau entsteht in der westlichen Kernstadt, der sogenannten "Schweizermühle" in Nachbarschaft zum bestehenden Kreisverkehrsplatz. Die Kindertagesein­richtung soll Platz für 105 Kinder bieten. Dabei sind 85 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren vorgesehen. 20 Plätze entfallen auf Kleinkinder bis zum 3. Geburtstag. Es entstehen zwei Krippengruppen, drei Ganztagesgruppen und eine Gruppe mit Regel- bzw. verlängerten Öffnungszeiten.

Bereits im Juni 2017 beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, für die Einzugsgebiete der westlichen Kernstadt eine sechsgruppige Kindertageseinrichtung zu projektieren. Im Januar 2018 wurden der Flächenbedarf und der Standort dem Gemeinderat vorgestellt und genehmigt. "Neben der Deckung der Bedarfslagen an Kinderbetreuung in der westlichen Kernstadt von Leonberg ist ein weiteres Ziel die Schaffung von Wohnraum", heißt es in der Beratungsvorlage. Daher wurde die Verwaltung vom Gemeinderat in derselben Sitzung im Januar 2018 beauftragt, zusätzlich zur Kita Wohnungen an dem Standort zu projektieren.

Nach Vorstellung der Vorentwurfsplanungen für die Kita und die Wohnungen wurden diese in der Gemeinderatssitzung am 15. Oktober mit voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von rund 7,15 Millionen Euro genehmigt. Im zweiten Obergeschoss der Kita entstehen vier Wohnungen mit jeweils einer Wohnfläche von knapp 80 Quadratmetern.

Anstelle des bisherigen Bolzplatzes entsteht ein Kinderspielplatz mit Spielwiese. Der bisher diagonal durch die Grünfläche verlaufende Weg erhält eine neue Führung zwischen Spielplatz und Kindertageseinrichtung. Der Stellplatznachweis für die zukünftigen Nutzer wird an der Schweizermühle geführt. Zur Herstellung der baurechtlichen Genehmigungsfähigkeit muss ein Bebauungsplan erstellt werden.

Parallel wurde Ende 2018 eine Interimslösung in der Stadtmitte auf den Weg gebracht, um die fehlenden Plätze bis zur Fertigstellung des Neubaus schaffen zu können.

Interimskita West in Vorbereitung

In derselben Oktober-Sitzung hat der Gemeinderat den Auftrag zum Aufstellen des mobilen Mietgebäudes vergeben. Die Kita wird auf dem stadteigenen Grundstück am Standort Distelfeldstraße 20, Mozartstraße aufgestellt. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im Februar 2020.

Es sind zwei Gruppen mit Regel- bzw. verlängerten Öffnungszeiten und eine Ganztagesgruppe vorgesehen – insgesamt also drei Gruppen. Kinder von zwei bis sechs Jahren werden betreut. Das eingeschossige Gebäude wird aus einzelnen Containermodulen vorgefertigt und vor Ort montiert. Die Trägerschaft erfolgt durch die Stadt.




Bebauungsplan zur Kita Nord beschlossen, Baubeginn für Herbst 2020 geplant

Am 15. Oktober hat der Gemeinderat den Grundstein für den Bau der Kita Nord gelegt: Der Bebauungsplanentwurf "Ob der Oberen Burghalde – KiTa Nord" wurde beschlossen. Der Baubeginn ist für Herbst 2020 geplant.

"Im nördlichen Stadtgebiet der Leonberger Kernstadt besteht dringender Bedarf an Betreuungsplätzen", heißt es in der Beratungsvorlage. Deshalb hat der Gemeinderat bereits im Mai den Bau einer Kita mit vier Gruppen mit Wohnungen im Obergeschoss beschlossen. Im Neubau können künftig 75 Kinder betreut werden. 65 Kitaplätze sind für Kinder zwischen drei und sechs Jahren vorgesehen. Für Kleinkinder unter drei Jahren entstehen zehn Krippenplätze.

Ziel des Bebauungsplans ist es, die Voraussetzungen für die Realisierung eines neuen Standorts für eine Kita in Leonberg-Nord zu schaffen. Des Weiteren kann durch den Beschluss des Bebauungsplans neuer Wohnraum geschaffen und die Stellplatzanlage für die Allgemeinheit, Besucher der Tennisanlage und des Wohngebietes sowie für die Kita neu geordnet werden. Voraussichtlich entstehen mehr als 30 Stellplätze. Teil des gemeinderätlichen Beschlusses ist auch, entlang der Stuttgarter Straße eine Parkbucht zu schaffen für den motorisierten Hol- und Bringverkehr.

Im Erdgeschoss des geplanten Gebäudes werden die für den Kindergartenbetrieb erforderlichen Nutzflächen geschaffen, während ergänzend im Obergeschoss fünf Wohnungen geplant sind. Diese sind über ein separates Treppenhaus erreichbar. Es entstehen drei Zweizimmerwohnungen und eine Vierzimmerwohnung. Eine weitere Dreizimmerwohnung wird für eine Tagespflegegruppe für Kleinkinder (Tagespflege in anderen geeigneten Räumen, kurz: TAPiR) genutzt.

Die Gesamtkosten des geplanten Neubaus liegen bei ca. 5,7 Millionen Euro.

Um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, ist es erforderlich, einen Bebauungsplan aufzustellen und den bestehenden Flächennutzungsplan zu ändern. Beide Planverfahren sind derzeit im Gang.

Hierzu wurden zum Start der Planverfahren zunächst im Dezember 2017 die notwendigen Aufstellungsbeschlüsse gefasst und im Laufe des Februars 2018 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Fachbehörden durchgeführt. Parallel zur weiteren Hochbauplanung entstand der Bebauungsplanentwurf, der nach Genehmigung durch den Gemeinderat zwischen Mitte Dezember 2018 und Ende Januar 2019 öffentlich ausgelegt wurde. Es gingen dabei zahlreiche Stellungnahmen aus der Mitte der Bürgerschaft ein, die sich thematisch unter anderem mit dem Städtebaulichen Entwurf, der Verträglichkeit mit dem angrenzenden Wohnen, dem Landschaftsbild und verkehrlichen Fragen beschäftigten.

Über diese Stellungnahmen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 15. Oktober dieses Jahres beraten. Gleichzeitig wurde eine Reihe von planerischen Anpassungen, auch als Ergebnis der öffentlichen Auslegung, in den Bebauungsplanentwurf aufgenommen und die Verwaltung mit einer erneuten öffentlichen Auslegung des Planentwurfs beauftragt. Dieser aktuelle Bebauungsplanentwurf liegt noch bis 16. Dezember im Rathaus Leonberg, Stadtplanungsamt und Wartebereich Servicebüro Bauen (3. OG) während der üblichen Dienstzeiten öffentlich aus. Einsehbar sind hier auch die in diesem Zusammenhang aufgestellten Fachgutachten, zum Beispiel zum Artenschutz.





Kindergarten Mammutzahn bekommt eine Naturkindergartengruppe


Der Kindergarten Mammutzahn bekommt zum 1. Mai des kommenden Jahres eine sogenannte integrierte Naturkindergartengruppe. Das hat der Gemeinderat Mitte Oktober beschlossen.

"Die integrierte Naturkindergartengruppe ist einer Kindertageseinrichtung mit Gebäude angeschlossen, das heißt, die Kinder haben ihren festen Standort in einer bestehenden Kindertageseinrichtung und gehen von dort aus täglich zu einer abgestimmten Uhrzeit für mehrere Stunden in die Natur, um danach wieder in die Einrichtung zum Abholen zurückzukehren", heißt es in der Beratungsvorlage. Bis zu 20 Kinder können ab Mai täglich die Natur in und um Höfingen erforschen.

Die Kinder treffen sich künftig morgens im Kindergarten Mammutzahn. Von dort gehen sie zur Streuobstwiese beim Spielplatz in der Ditzinger Straße. Dort wird ein Bauwagen aufgestellt, in dem die Kinder sich vor schlechtem Wetter und Kälte schützen können. Von hier aus erkunden sie die Umgebung. Die fünf Stationen des Projekts "Naturerfahrungsraum Höfinger Täle" können erforscht werden. An der Station Tilghäuslesbach dürfen die Kleinen z. B. matschen und plantschen. Der Naturerfahrungsraum Höfinger Täle und die Naturkindergartengruppe bilden eine geradezu ideale Ergänzung. Gegen 13 Uhr kehren die Kinder in die Einrichtung zurück.

In Höfingen fehlen knapp 70 Betreuungsplätze. Durch das geplante Neubauvorhaben am Kinderhaus Kunterbunt sollen die fehlenden Plätze gedeckt werden. Leider verzögert sich dieses erheblich, sodass eine kurzfristige Lösung gefunden werden muss. Der Kindergarten Mammutzahn bietet schon seit Jahren Naturtage an. Daher lag es nahe, dieses Angebot auszubauen und eine Naturkindergartengruppe zu errichten.

Für die Einreichung des Baugesuchs wurde von der Stadtverwaltung ein Architekturbüro beauftragt. Die Gesamtkosten für den Erwerb des Bauwagens und die Anschlusskosten für Wasser und Kanalisation betragen ca. 56.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Planung und Erschließung. Für die Betreuung der Kinder werden zwei Fachkräfte eingestellt.