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Neuer Defibrillator in Gebersheims Ortsmitte für Herz-Notfälle 

Seit Kurzem steht in der Filiale der Kreissparkasse in Gebersheim rund um die Uhr ein Defibrillator für Notfälle zur Verfügung. Die Anschaffungskosten des auf Initiative des Ortschaftsrats angeschafften Geräts teilen sich Kreissparkasse und Stadtverwaltung. 

Standort im Vorraum beim Geldautomaten

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und der Leiter der Kreissparkassen-Direktion Leonberg, Steffen Killian, haben das Gerät vergangene Woche offiziell der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben.

Der Standort im Vorraum beim Geldautomaten ist von der Ortschaftsverwaltung optimal gewählt. Denn der Defibrillator, kurz auch Defi genannt, ist dort rund um die Uhr zugänglich, wettergeschützt und sogar videoüberwacht.

DRK beschaffte und installierte das Gerät

Mitarbeiter des DRK haben den Defibrillator für die Ortschaftsverwaltung Gebersheim beschafft und ihn am 12. November in der Filiale aufgehängt.

"Ein Defibrillator kann Leben retten. Darum freue ich mich ganz besonders, dass wir in Gebersheim einen rund um die Uhr erreichbaren Standort für das Gerät bekommen haben", so Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. "Damit auch für Ortsfremde von außen zu sehen ist, dass sich hier ein solches Gerät befindet, wird in Kürze an der Außenseite der Kreissparkassenfiliale ein entsprechender Hinweis angebracht. Wir danken der Kreissparkasse für die tolle Kooperation und dafür, dass sie sich mit 50% an den Anschaffungskosten von 1800 Euro beteiligt", freut sich der Oberbürgermeister.

Das macht ein Defibrillator

Der überwiegenden Zahl aller plötzlichen Herztode geht ein sogenanntes Kammerflimmern voraus. Der Defibrillator kann dieses Kammerflimmern unterbrechen. In der Folge wird das Herz in einen Zustand versetzt, in dem sich der natürliche Herzschlag wieder einstellen kann.

So wird der Defibrillator angewendet

Wird der Kasten, der das Gerät enthält, geöffnet, ertönt zuerst ein lauter Piepton. Dieser Warnton soll Diebstahl und Vandalismus verhindern.
"Ist der Defi erst aktiviert, erklärt er sich quasi von selbst per Sprachfunktion. Verschiedene Abbildungen erläutern zusätzlich das Vorgehen",  weiß Kevin Schöneck, Sanitäter und Einsatzkoordinator des Deutschen Roten Kreuzes.

Weitere Standorte mit Defibrillatoren in Leonberg

Die Stadt Leonberg unterhält 12 Defibrillatoren in den Hallen in der Kernstadt und den Ortschaften und organisiert alle drei Jahre Schulungen für Trainer der Sportvereine und Sportlehrer. Im Rahmen der Ersthelferschulung werden auch die Hausmeister im Umgang mit den Defis regelmäßig geschult.

Weitere Defibrillatoren stehen im Rathaus Leonberg, im Alten Rathaus am Marktplatz sowie im Bauhof in der Au zur Verfügung.

Seit 2008 konnten im Stadtgebiet bereits drei Menschenleben durch den Einsatz von Defibrillatoren gerettet werden.