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Das Herbstprogramm des Theaters im Spitalhof 

Das Programm des kleinen Kulturhauses garantiert auch im Herbst wieder Vielfalt. 

Politsatire, Klassik und Triviales

Die durch die Fassadensanierung bedingte Pause nähert sich dem Ende, der Veranstaltungsherbst im Spitalhof kann kommen.

Das Amt für Kultur und Sport präsentiert das neue Programm der kleinen Kulturbühne in der Leonberger Altstadt: Das "Theater im Spitalhof" garantiert ab September wieder beste Unterhaltung bei Theater, Kleinkunst und Musik. Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen. Karten sind erhältlich im i-Punkt im Rathaus, in der Stadthalle und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen.

  • Nach dem großen Erfolg im Juni dieses Jahres zeigt der Jugendspielclub des Kulturamts an zwei Abenden noch einmal seine eindringliche Inszenierung von George Orwells düsterem Zukunftsroman "1984". Die 15 Jugendlichen im Alter von 13 bis 20 Jahren haben unter der Regie von Swantje Willems ihre ganz eigene Sicht auf das Stück erarbeitet und verhandeln die bis heute hoch aktuellen Themen Wahrheit und Mitmenschlichkeit im Spannungsfeld von Überwachung und Manipulation. "1984" ist zu sehen am 19. und 20. September.
  • An der Jugendmusikschule Leonberg unterrichten über vierzig professionelle Musikerinnen und Musiker. Im Wechsel gestalten sie jährlich das "plaisir musical", einen Konzertabend auf hohem künstlerischem Niveau. Auf dem Programm des diesjährigen Konzertes am 27. September stehen Werke von John Kenny, Georg Friedrich Händel, Johann Friedrich Fasch, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, Niels Viggo Bentzon, Gordon Jacob, Joaquín Turina und Iannis Xenakis.
  • Im Rahmen der interkulturellen Wochen Leonberg gastiert das theater ulüm am 6. Oktober im Spitalhof. Ulüm ist das erste und bisher einzige professionelle türkische Theater in Süddeutschland. Das Stück "Oh Gott, die Türken integrieren sich" – in deutscher Sprache – nimmt mit viel Humor Ängste und Vorurteile unter die Lupe und beschäftigt sich mit Fragen der Integration, Zweisprachigkeit, Generationskonflikten, doppelter Staatsbürgerschaft, Männergesellschaft und Frauenrechten.
  • In den 80er Jahren war die Radiosendung des damaligen SDR "Der Frauenarzt von Bischofsbrück" Kult. Präsentiert als Hörspiel, wurde der Trivialroman gehörig auf die Schippe genommen und lieferte nebenbei einen kritischen Kommentar zur Zeit. Die Württembergische Landesbühne hat einige Folgen auf die Bühne gebracht, die als Theater-Satire mitreißend spaßig das Thema weiterspinnen. Bereits 2018 war eine Episode im Theater im Spitalhof zu sehen. Am 9. Oktober folgt nun „Tödlicher Trollinger“.
  • Frauen zu verstehen gilt manchem als Kunststück, vielen jedoch als alltägliche Herausforderung. Erik Lehmann, alias Uwe Wallisch, hat das zum Titel seines Kabarettprogramms gewählt: "Der Frauenversteher". Jener kämpft in einer Welt, die sich gegen den kleinen Mann verschworen hat. Lehmann ist Gewinner des Dresdner Satirepreises und kommt als "Uwe Wallisch – Hobbybastler, Kleingärtner, Mensch" am 22. Oktober auf die Spitalhofbühne.
  • Andreas Thiel ist vielleicht der schwärzeste Politsatiriker der Schweiz. Das liegt an den Gegenständen seiner Betrachtungen: Folter, Krieg, Terror. Dass die Zuschauer die Theater trotzdem mit einem Lächeln verlassen, liegt an Thiels Sprache. Er ist ein poetischer Schwärmer! Keiner beherrscht die hohe Kunst, die düsteren Winkel der Politik mit dem hellen Schein der Poesie auszuleuchten, wie Andreas Thiel. Am 13. November blickt der Gewinner des Prix Pantheon und des Deutschen Kabarettpreises mit seinem Programm "Thiels Streichelzoo" zurück auf 20 Jahre politische Satire.
  • Faust I ist und bleibt Dauerbrenner im Theaterrepertoire und Standardwerk der deutschen Schul-Lehrpläne. Die Württembergische Landesbühne seziert Goethes Meisterwerk in einer eigenwilligen und aktuell frechen Annäherung: Der etwas in die Jahre gekommene Dr. Heinrich Faust steckt in der Krise – wissen tut er alles, erlebt hat er nichts. Statt sich einen Porsche zu kaufen, schließt er einen Pakt mit dem Teufel, dessen Konsequenz hinlänglich bekannt ist. Wozu das alles? Das klären zwei Moderatoren im Late Night Talk, zu dem sie Faust eingeladen haben. Das Stück wendet sich an Erwachsene und Schüler gleichzeitig und wird im Theater im Spitalhof in einer Vormittagsvorstellung am 3. Dezember gezeigt.
  • Das Kabarett-Duo "Die Buschtrommel" war mehrfach zu Gast in der Leonberger Altstadt. Nun haben Britta von Anklang und Andreas Breiing ein Weihnachtsprogramm entwickelt und zeigen die „Satirische (Weih-)Nacht“ am 11. Dezember. Es wird feierlich böse.
  • Als Bühne für Junges Theater hat sich das Theater im Spitalhof schon vor langer Zeit einen Namen gemacht und wurde mit dem ASSITEJ-Veranstalter-Preis ausgezeichnet. Von Oktober bis Dezember stehen, immer vormittags, vier Veranstaltungen auf dem Programm. Am 17. Oktober wird für Zuschauer ab vier Jahren das Grimm’sche Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" gezeigt. "Die Reise ins Schlaraffenland" befasst sich am 7. November mit viel Fantasie mit dem Thema Leistungsdruck und zeigt ein geheimnisvolles Stück über die Lust am Faulsein.
  • Am 21. November wird der Teppich für die Allerkleinsten ausgerollt. Zuschauer ab zwei Jahren sitzen gemütlich auf dem Boden der Bühne und erleben am 21. November bei "Schwimm, Socke, schwimm" im eingefassten Bühnenraum, wie Wäschestücke auf wundersame Weise lebendig werden und nach und nach eine Geschichte entsteht.
  • Lummerland und Lok Emma, Prinzessin Li Si und Herr Tur Tur, Nepomuk und Frau Mahlzahn – wer kennt sie nicht? Mit viel Fantasie wird am 28. November für alle ab fünf Jahren der Klassiker von Michael Ende, "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer", als musikalisches Abenteuer gezeigt.
  • Leo Lionnis Maus "Frederick" sammelt als Vorräte für den Winter lieber Wörter, Farben und Sonnenstrahlen, statt Nüsse – ein Rätsel für die anderen Mäuse. Kinder ab drei Jahren erfahren am 5. Dezember, was Frederick schließlich damit vorhat.

 

Karten zu allen Veranstaltungen im Theater im Spitalhof sind im i-Punkt im Rathaus, in der Stadthalle, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de erhältlich.

Reservierungen werden unter der Telefonnummer 07152 990-1402 entgegengenommen.