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Seit 1. August ist eine weitere Stufe des "Starke-Familien-Gesetzes" in Kraft 

Ziel ist die bessere finanzielle Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. 

Kindern aus Familien mit kleinem Einkommen sollen faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe geschafft werden

Ziel ist die Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Änderungen

  • Schulbedarf Die Leistungen steigen von 100 auf 150 Euro pro Schuljahr und werden zukünftig dynamisiert.

  • Mittagsverpflegung Der bisherige Eigenanteil der Eltern für die Mittagsverpflegung in Schulen und Kindertageseinrichtungen in Höhe von einem Euro pro Mittagessen entfällt, d. h. die Kosten für die Mittagsverpflegung werden komplett vom Sozialleistungsträger übernommen.

  • Schülerbeförderung Der bisherige Eigenanteil der Eltern in Höhe von 5 Euro monatlich entfällt, d. h. die Kosten für die Fahrkarte werden komplett vom Sozialleistungsträger übernommen.

  • Lernförderung Der Anspruch auf Leistungen zur Lernförderung besteht nicht mehr nur bei Versetzungsgefährdung, sondern bereits dann, wenn die nach den schulrechtlichen Bestimmungen festgelegten wesentliche Lernziele nicht erreicht werden.

  • Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben Aktivitäten zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben - wie zum Beispiel Mitgliedschaften in Sportvereinen, Musikunterricht oder auch Freizeiten - können zukünftig mit einem monatlichen Budget in Höhe von 15 Euro bezuschusst werden.

Für Bezieher von Arbeitslosengeld 2, Sozialgeld, Sozialhilfe und Asylbewerberleistungen wird die Antragstellung vereinfacht

Seit 1. August 2019 sind die Anträge auf Bildungs- und Teilhabeleistungen bereits von den Grundanträgen auf Arbeitslosengeld 2, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen umfasst und wirken so auf den Beginn des jeweiligen Bewilligungszeitraums zurück.

Mit Ausnahme der Leistungen für Schulbedarf, die automatisch ausgezahlt werden, müssen die tatsächlich begehrten Leistungen vom Leistungsempfänger aber später noch konkretisiert werden.

Dies gilt nicht für die Leistungen zur Lernförderung. Diese müssen auch weiterhin extra beantragt werden und können vom Leistungsträger erst ab dem Monat der Antragstellung bewilligt werden.

Wer erhält Leistungen für Bildung und Teilhabe und wo können diese beantragt werden?

Anspruchsberechtigt für Bildungs- und Teilhabeleistungen sind grundsätzlich Familien, die Wohngeld, Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld 2, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen beziehen. Leistungen erhalten Kinder und Jugendliche oder junge Erwachsene bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Die Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben werden bis zum 18. Geburtstag gewährt.

Anträge auf Bildung und Teilhabe sind bei der Behörde zu stellen, bei der auch die "Grundleistung" bezogen wird

Empfänger von Arbeitslosengeld 2 oder Sozialgeld wenden sich daher an das für sie örtlich zuständige Jobcenter in Böblingen. Empfänger von Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz an das Landratsamt Böblingen.

Für Wohngeld- oder Kinderzuschlagsempfänger ist die Wohngeldstelle der Leonberger Stadtverwaltung zuständig

Bitte wenden Sie sich hierfür an Frau Leonie Konz.

Antragsformulare sowie weitere Informationen zu den Bildungs- und Teilhabeleistungen erhalten Sie auch auf der Homepage des Landratsamts Böblingen unter Dienstleistungen – Bildungs- und Teilhabepaket.