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Friseurhauben erzählen von Liebe, Paradies und Arbeit 

Vom 7. bis 9. Juni werden persönliche Geschichten aus der Region im "Friseursalon" auf dem Leonberger Marktplatz hörbar 

Die KulturRegion Stuttgart rückt in ihrer diesjährigen Kampagne das private Leben in den Mittelpunkt. Rund 40 Menschen aus der Region haben einem Autoren-Trio ihre persönlichen Geschichten erzählt. Künstlerisch bearbeitet und elektronisch aufbereitet sind sie nun in einer Art mobilem Friseursalon, der durch die Mitgliedskommunen tourt, zu hören. Der Wagen macht vom 7. bis 9. Juni in Leonberg auf dem Marktplatz Station. Eröffnet wird der Leonberg-Stopp am 6. Juni, um 19 Uhr.

Geschichten umgeben uns, wo wir gehen und stehen

Sie beeinflussen unser Leben, schaffen Vorbilder oder haben eine abschreckende Wirkung. Geschichten erzählen etwas über die Menschen und über die Region in der sie leben.

Es gibt Orte, die wir mit Austausch, Begegnung und Geschichten verbinden. Dazu gehört im privaten Raum die Küche, die oft Mittelpunkt des Zusammenlebens ist. Im öffentlichen Raum kann das der Friseursalon sein - ein öffentlicher und zugleich geschützter Ort, an dem Geschichten zusammenfließen und ausgetauscht werden.

Die KulturRegion Stuttgart hat nach unbekannten Geschichten aus der Region gesucht und Menschen gefunden, auch in Leonberg, die bereit waren, zu erzählen. Es geht um die erste Liebe, das Paradies oder die Arbeit - allesamt Bereiche des menschlichen Lebens, in denen sich viele prägende Geschichten ereignen.

Wo könnten diese nun besser erzählt werden als in einem Friseursalon?

Dem Beispiel eines Pop-Up-Stores folgend, fährt von Juni bis Oktober ein mobiler stilisierter Friseursalon durch die Region und macht in rund 25 Kommunen Station. Im gemütlichen Friseur-Ambiente - bequeme Stühle und Kaffeemaschine inklusive - kann man "unter der Haube" Platz nehmen und sich etwas erzählen lassen: Die Friseurhauben spielen die Geschichten ab. So wird der Salon für einige Tage zum Rückzugsort aber auch zum offenen Treffpunkt von Menschen mitten im öffentlichen Leben der Stadt.

Zu den Stuttgarter Autoren


Gesammelt und aufbereitet wurden diese Geschichten von den Stuttgarter Autoren Jonas Bolle, Simon Kubat und Christian Müller, die auch im "Citizen.KANE.Kollektiv" zusammenarbeiten.

Jonas Bolle studierte Sprechkunst und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er ist tätig als Performer, Autor, Sprecher und Musiker und lebt und arbeitet in Stuttgart.

Simon Kubat arbeitet vorwiegend als Sprecher, Darsteller, Moderator und künstlerischer Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen der darstellenden Kunst.

Christian Müller ist freier Regisseur und lebt in Stuttgart. Neben Arbeiten für diverse Stadttheater verwirklicht er vor allem freie Theaterprojekte.

Zur KulturRegion Stuttgart


Die KulturRegion Stuttgart ist ein interkommunaler Verbund, der gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern Kulturprojekte entwickelt, Freiräume für Beteiligung vor Ort schafft und damit das kulturelle Erscheinungsbild der Region stärkt. Leonberg ist eine der über 40 Mitgliedskommunen.

Alle zwei Jahre realisiert die KulturRegion ein groß angelegtes Projekt zu regional und gesellschaftlich relevanten Themen. 2018 Fand das Festival "Drehmoment" statt, u.a. mit dem "Line Follower" (Sebastian Schmieg / ipo.PLAN) im Rathaus Leonberg.

In den Zwischenjahren organisiert der Verein kleinere Projekte, sogenannte Kampagnen, die zum nächsten großen Projekt überleiten wollen - in 2020 wird sich die Region mit dem Thema "Rückzugsorte" beschäftigen.

 

Öffnungszeiten des Pop-Up-Salons in Leonberg

Freitag, 7. Juni von 10 bis 21 Uhr
Samstag, 8. Juni von 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 9. Juni von 11 bis 18 Uhr

Eröffnet wird das Projekt in Leonberg durch den Ersten Bürgermeister, Dr. Ulrich Vonderheid und die Geschäftsführerin der KulturRegion Stuttgart, Bettina Pau, am Donnerstag, 6. Juni, um 19 Uhr.

Der Eintritt in den "Salon" ist frei. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt unter www.kulturregion-stuttgart.de.