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Der Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet wird bekämpft 

In der kommenden Woche kommt der Wirkstoff Bacillus thuringiensis erneut zum Einsatz. 

Geplanter Termin für die Maßnahme ist der 13. Mai, bei schlechtem Wetter wird sie verschoben

Bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners hat die Stadt Leonberg seit über zehn Jahren gute Erfahrungen gesammelt und wird jährlich zum Schutz der Bevölkerung vorbeugend aktiv.

Der Wirkstoff Bacillus thuringiensis wird mit einer Hochleistungsspritze auf einem Pickup bis zu 30 Meter hoch gespritzt. Der Wirkstoff wird von den Raupen gefressen, dann verenden sie aufgrund eines Kristallprotein, das vom Bazillus gebildet wird.

Das Mittel hat keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren, außer auf frei fressende Schmetterlingsraupen. Es wird in Deutschland seit über 30 Jahren eingesetzt, auch im ökologischen Landbau. Die Bekämpfung wird ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt.

Bekämpft wird der Eichenprozessionsspinner an Waldrändern, Friedhöfen und innerstädtisch, wo Eichen auf städtischen Grundstücken stehen - also auch im Stadtpark, an Schulen, Kinderspielplätze u.ä..

Trotz der Bekämpfung ist die Gefahr im Wald für Waldbesucher, Brennholzkunden und Beschäftigte des Forstbetriebs gegeben. Eine akute Gefahr besteht insbesondere von Mai bis August, jedoch auch über diesen Zeitraum hinaus, da die alten Gespinstnester bzw. Brennhaare weiterhin aktiv sein können. Die Brennhaare lösen allergische Reaktionen aus, da Sie ein so genanntes Eiweißgift enthalten.

Es kann dann zu folgenden Symptomen kommen

  • Atemwege / Lunge: asthmaähnliche Symptome / Atemnot, Bronchitis, Schwellung der Nasenschleimhaut
  • Hautreaktionen: starker Juckreiz mit sichtbaren Hautreaktionen (Pusteln / Quaddeln)
  • Augen: Schwellung der Augenlieder, Rötung der Bindehaut, auch in Verbindung mit Juckreiz
  • Allgemein: Fieber, Schwindelgefühl, allgemeines Unwohlsein / Krankheitsgefühl

Richtiges Verhalten

  • Besonders gefährlich ist das Berühren der Raupen und deren Nester, sowie der Pflanzen und Gräser in der Nähe von befallenen Eichen.
  • Bleiben Sie in Waldgebieten möglichst auf den Wegen.
  • Schützen Sie die Hautbereiche durch lange Kleidung.
  • Sollten Sie mit Brennhaaren in Kontakt gekommen sein, so wechseln Sie Ihre Kleidung, duschen Sie, um die Symptome zu lindern.

Der Eichenprozessionsspinner kommt ausschließlich an Eichen vor, bevorzugt in lichten Eichenwäldern, sonnigen Waldrändern und an Einzelbäumen

Die Ausbreitung des Falters hat in den letzten Jahren zugenommen. Die Falter legen ihre Eier in den oberen Kronenbereichen der Eichen ab. Parallel zum Austrieb des Eichenlaubes schlüpfen die Raupen je nach Witterung im Mai. Danach durchlaufen sie mehrere Entwicklungsstadien, wobei sich die so genannten Brennhaare ab dem 3. Stadium bilden.


Ab Juni / Juli verpuppen sich die Raupen und schlüpfen dann im August als eher unscheinbare Schmetterlinge.