Seiteninhalt

Orgelkonzerte in St. Johannes d.T. starten mit internationaler Besetzung 

Der diesjährige Reigen der Orgelkonzerte im Rahmen von "Musik in Leonberg" beginnt am 22. Mai in der katholischen Kirche. 

Den Auftakt machen traditionell zwei Absolventen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Hesse, Mozart, Duruflé und Litaize, die von Anna Orlova (Russland) und Mitchell Miller (USA) gespielt werden.

Über die Organisten

Anna Orlova, geboren in Moskau, begann ihre musikalische Ausbildung an der Zentralen Musikschule bei Prof. Valery Pyassezky als Klavierschülerin.

Das Musikgymnasium schloss sie 2012 nach Studien im Fach Orgel bei Galina Semenova ab. Es folgte das Studium am Staatlichen Konservatorium Moskau bei Prof. N. Goureeva und Prof. Konstantin Volostnov, das sie derzeit mit einem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) in Stuttgart bei Prof. Ludger Lohmann ergänzt.

Daneben findet sie Zeit für eine rege Konzerttätigkeit in Europa und den USA, sowohl solistisch als auch mit unterschiedlichen Ensembles.

Zu ihrem musikalischen Spektrum gehört auch die zeitgenössische Musik. Bereits mehrmals spielte sie Uraufführungen beim "Moskauer Herbst" sowie Erstaufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten. Außerdem nahm sie an verschiedenen europäischen Festivals teil und belegte Meisterkurse, u. a. bei Raul Prieto Ramirez, Ulrich Walthe und Tomas Trotter.

2011 war sie Preisträgerin bei der Orgelakademie Lübeck-Travemünde, 2013 und 2016 beim Internationalen Goedicke-Orgelwettbewerb in Russland, sowie 2014 Gewinnerin des Publikumspreises beim Internationalen Orgelfestival Mataro-Barcelona.

Mitchell Miller studiert derzeit im Studiengang Master-Orgel an der HDMK Stuttgart in der Klasse von Prof. Ludger Lohmann.

Vor kurzem machte er seinen Abschluss in Orgel und Germanistik am Oberlin College and Conservatory in den USA. Dort studierte er Orgel bei James David Christie, Klavier bei Jonathan Moyer und Cembalo bei Webb Wiggins und Mark Edwards. Im Frühling 2017 erhielt er das renommierte J. William Fulbright-Stipendium, das ihm sein weiterführendes Studium in Deutschland ermöglichte.

2018 gewann er den erster Preis im Pierre du Manchicourt Orgelwettbewerb. Er wurde 2017 mit ersten Preisen beim Tuesday Musical Orgelwettbewerb und Cleveland American Guild of Organists Bezirkswettbewerb für junge Organisten ausgezeichnet. 2014 nahm er am Bach Aria Project in Boston teil.

Weitere Auftritte folgten mit dem Oberlin Barockorchester und einem Barockensemble im Rahmen des Early Music America‘s Young Artists Festival in Boston.

Musiker aus dem In- und Ausland schätzen die sinfonische Orgel der katholischen Kirche in der Stohrerstraße

Das Instrument wurde 2007 von der Werkstätte für Orgelbau Mühleisen in Leonberg errichtet und ist dem Klangideal der französischen Orgelromantik nachempfunden, das der berühmte Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll im engen Kontakt mit den damaligen Organisten entwickelt und verwirklicht hat.

Mit 50 Registern, 3.086 Pfeifen und den besonderen Spiel- und Registrierhilfen bietet diese Orgel viele Klangfarben und breitgefächerte dynamischen Abstufungen.

Informationen zum Eintritt und der Konzertreihe

Der Eintritt zu den Orgelkonzerten ist frei.

Die Kooperationsveranstalter hoffen auf eine angemessene Spendenbereitschaft beim Publikum, um auch weiterhin herausragende Organisten präsentieren zu können.

Die Konzertreihe, organisiert vom Verein Freunde der Kirchenmusik in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und der Firma Mühleisen, ist nach mehr als zehn Jahren etabliert und ein Garant für herausragende Konzerte.

In diesem Jahr wagt man nun gemeinsam einen weiteren Schritt: Mit Paolo Oreni wird Ende Juni ein erster Meisterkurs an der Mühleisenorgel stattfinden.

Nähere Informationen erteilt der Verein Freunde der Kirchenmusik unter der E-Mailadresse musikstjohannes-leo@gmx.de.