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Postareal: Gemeinderat beschließt Aufstellung des B-Plans 

Während seiner vergangenen Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan (B-Plan) für das Postareal aufzustellen. 

"Das ist der nächste Schritt zur Entwicklung des Gebiets", so Oberbürgermeister Martin Kaufmann. Zuvor ging im Sommer des vergangenen Jahres die Strabag Real Estate GmbH als Sieger eines Investorenwettbewerbs hervor, mit der die Stadt gemeinsam das Areal zwischen der Lindenstraße, dem Layher-Areal, der Bahnhofstraße sowie der Eltinger Straße planen wird.

Verbindung Stadtmitte - Altstadt

"Das auf 1,55 Hektar neu entstehende Quartier soll ein gelungenes Verbindungselement zwischen der Stadtmitte und der Altstadt werden - identitätsstiftend, mit breit gefächerten Nutzungsmöglichkeiten", erklärt Kaufmann. Auf Grundlage des bestehenden Planungsrechts ist das avisierte Vorhaben allerdings nicht umsetzbar, sodass der momentan bestehende Bebauungsplan "Bahnhof-/Linden-/Eltinger Straße" geändert werden muss. "Die dem B-Plan zu Grunde liegende planerische Konzeption entspricht nicht mehr den heutigen Zielvorstellungen für die städtebauliche Weiterentwicklung und Aufwertung des Quartiers", heißt es in der Drucksache.

Baukonzept: Gebäude gruppieren sich um Quartiersplatz

"Basis für die Festsetzungen des zu erstellenden Bebauungsplans ist die Konzeption von Strabag", erläutert Baubürgermeister Klaus Brenner. "Ziele sind etwa das neue innerstädtische Areal mit großzügigen und direkten Wegeverbindungen zu entwickeln und differenzierte Wohnformen, Einzelhandel, Hotel bzw. Appartementhaus, Gastronomie, Büros oder Praxen zu schaffen", fährt er fort und ergänzt: "Das Baukonzept sieht auf dem Postgrundstück sieben Gebäude vor, die teilweise über einzelne Geschosse miteinander verbunden sind. Davon sollen sich fünf Gebäude um den zentralen Quartiersplatz gruppieren." Die erdgeschossige Nutzung soll weitgehend durch Einzelhandel geprägt werden, darüber liegende Geschosse durch gewerbliche und wohnbauliche Nutzung.

Mobilitätskonzept erforderlich

Die verkehrliche Erschließung des Areals muss funktionieren. Deshalb ist die Erstellung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes für alle Verkehrsarten zwingend erforderlich", erklärt Oberbürgermeister Kaufmann.

Teil der Entwicklung ist auch der sogenannte "Brückenschlag" als Verbindung des Quartiers in Richtung Norden mit einer zugehörigen Kopfbebauung. Somit kann auch die Altstadt an dieser Entwicklung partizipieren.

Öffentlicher Erörterungstermin am 2. Mai

Die Öffentlichkeit wird am Donnerstag, den 2. Mai, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal (Raum 0.23) im Rathaus über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung sowie die voraussichtlichen Auswirkungen öffentlich informiert. Zudem besteht Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung weitere Infos »


Hintergrund


Der Aufstellungsbeschluss, wie Ende März vom Gemeinderat gefasst, ist der erste Schritt hin zum fertigen Bebauungsplan: Das Gremium sieht die städtebauliche Notwendigkeit und beauftragt die Verwaltung, das Plankonzept zu entwerfen. Als nächster Verfahrensschritt erfolgt eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit über die Ziele, Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung (siehe Termin am 2. Mai). Ebenso werden Behörden und sonstige Träger Öffentlicher Belange in die Aufstellung des B-Plans einbezogen – auch um Umweltbelange und die Belange des örtlichen und regionalen Einzelhandels  zu berücksichtigen. Danach muss das Plankonzept öffentlich ausgelegt werden, ehe es zur finalen Entscheidung wieder in den Gemeinderat geht.

Eine Besonderheit beim Postareal ist, dass parallel der sogenannte Flächennutzungsplan (FNP) in diesem Teilbereich geändert werden muss. Dieser ist quasi die unterste Ebene der Raumordnung, der B-Plan setzt darauf aufbauend alle Details fest. So regelt der FNP bisher für dieses Areal – analog der bisherigen Nutzung (Post und Telekom) – dass es eine Fläche für den Gemeinbedarf ist. Um den zukünftigen Nutzungen gerecht zu werden, muss daher auch der FNP entsprechend geändert werden.