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Expertentelefon ab 1. April in jedem Quartal: Demenz geht uns alle an! 

Rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind aktuell an einer Demenz erkrankt, davon etwa zwei Drittel an der Alzheimer Demenz. 

Der tatsächliche Beginn der Erkrankung liegt oft schon Jahre zurück - Demenz beginnt schleichend

Zwei Drittel aller Menschen mit Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Je nach Krankheitsstadium fordert diese häusliche Betreuung und Versorgung den Angehörigen ein Maximum an Kraft und Nerveneinsatz ab.

Demenz trifft nicht nur die Anderen. Sich also rechtzeitig mit Alzheimer bzw. Demenz auseinander zu setzen, ist wichtig, sinnvoll und ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber. Dazu kommt: Wer gut über das Thema Bescheid weiß, kann besser mit der Erkrankung umgehen, wenn er konkret mit ihr konfrontiert wird.

Expertinnen beraten erstmalig am 1. April von 15 bis 17 Uhr

Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz bietet ab April in Kooperation mit der Leonberger Kreiszeitung in jedem Quartal ein Expertentelefon mit jeweils zwei Fachkräften an. Bürgerinnen und Bürgern erhalten am Telefon direkt und kompetent Antworten auf ihre Fragen. Die Experten unterliegen der Schweigepflicht, alle Gesprächsinhalte sind vertraulich.

Betroffene, Angehörige und Interessierte können so ganz unkompliziert erste Informationen rund um das Thema Demenz einholen.

Der erste Termin des Expertentelefons Demenz ist am Montag, 1. April, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr.

Am Anfang ist es schwer, eine "normale Vergesslichkeit" von einer Demenz abzugrenzen

Jeder Mensch vergisst einmal etwas. Sich etwas merken zu können, ist auch abhängig von der momentanen seelischen und geistigen Belastung, der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Nicht jede Gedächtnisstörung muss gleich eine Demenzerkrankung bzw. die Alzheimer Krankheit bedeuten. Auffälligkeiten sollten jedoch weder verharmlost noch überdramatisiert werden. Klarheit bringt nur eine gesicherte Diagnose.

Die Alzheimer Demenz ist nur zu einem sehr geringen Prozentsatz (ca. 3 %) familiär vererblich. Trotz verstärkter Aufklärung und verbesserter Hilfs- und Beratungsangebote löst die Diagnose "Demenz" nach wie vor große Angst und Verunsicherung aus.

Netzwerk "Lokale Allianz für Menschen mit Demenz"

In Leonberg hat die Stadtverwaltung ein Netzwerk "Lokale Allianz für Menschen mit Demenz" etabliert, das die Öffentlichkeit gut informieren will. Die Fachleute des Netzwerks sind Ansprechpersonen für von Demenz Betroffene, für pflegende Angehörige von Menschen mit dementiellen Veränderungen und für Fachkräfte, die beruflich mit Demenzerkrankten zu tun haben.

Leonberg hatte hierzu an einem Bundesprojekt teilgenommen und setzt nach wie vor auf Vernetzung vor Ort und die gemeinsame Basis- und Informationsarbeit. Vertreter von Stadt, Klinikverbund Südwest, Samariterstift, Seniorenresidenz, Sozialstation, Betreuungsvereinen wie fish e.V. und Insel und der Stadtseniorenrat gehören dem Leonberger Netzwerk Lokale Allianz für Menschen mit Demenz an.

Die große Resonanz auf frühere Informationsveranstaltungen und auf Beratungsangebote zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Hintergrundwissen in der Bevölkerung tatsächlich ist. Vor diesem Hintergrund haben die Fachleute das künftig quartalsweise angebotene Expertentelefon Demenz ins Leben gerufen.