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Am Wochenende gibt es zwei Veranstaltungen zum Thema: Frauen wählen! 

Zum Internationalen Frauentag am Samstag tragen zwei Veranstaltungen diesen unterschiedlich zu interpretierenden Titel 

Das Frauenfrühstück findet am Samstag statt und das Erzählcafé zur Sonderausstellung im Stadtmuseum am Sonntag

Bei beiden Events besteht die Gelegenheit, Leonberger Gemeinde- und Ortschaftsrätinnen kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Frauenfrühstück am Samstag, 9.3.2019 ab 9 Uhr im Haus der Begegnung

Der Rahmen für die politisch-persönliche Begegnung könnte nicht einladender sein: ein sattes Frühstück des Frauenzentrums und musikalisch-schwäbischer Humor von Sabine Schief leiten samstags ab 9 Uhr die beiden frauenpolitischen Tage ein.

Karten hierfür gibt es ausschließlich im Vorverkauf bei StilBRUCH in der Zwerchstraße und bei Copy-Shop Ina Nadolski in der Leonberger Straße 41.

Weitere Informationen - auch zu den Vorverkaufsstellen und ihren Öffnungszeiten - finden Sie hier in unserem Veranstaltungskalender.


Beim Erzählcafé am Sonntag, 10.3.20189 um 14.30 Uhr

begleiten Kaffee, Tee, süßes Gebäck und neugierige Fragen den Auftritt der Kommunalpolitikerinnen Ursula Schmidt, Elke Staubach, Birgit Suckut und Christa Weiß.

Hierbei ist der Eintritt frei.

Wahlen sind das große Thema des Frühjahrs 2019

Am 26. Mai steht ein Wahlmarathon mit Europawahl, Regionalwahl, Kreistagswahl und Kommunalwahl bevor.

Das Frauenzentrum Leonberg e.V. und die Agendagruppe Frauen für Gleichberechtigung rücken am Internationale Frauentag das aktive und passive Wahlrecht in den Blick. Der Programmpunkt "Frauen wählen! Kurzvorstellung von Gemeinderätinnen anlässlich der Kommunalwahl" betont die politische Seite des Internationalen Frauentages, der heute nicht mehr als Kampftag, sondern mit dem Schärfen des politischen Bewusstseins für Frauenfragen, mit Kultur und Kulinarischem begangen wird.

Der Titel "Frauen wählen!" ist dabei als Hinweis gedacht, dass Frauen zahlenmäßig längst noch nicht gleichberechtigt in den politischen Gremien vertreten sind.

Im Zuge des Kampfes für das Frauenwahlrecht wurde der Internationale Frauentag initiiert. Frauenwahlrecht und Internationaler Frauentag sind Meilensteine in der Geschichte der Gleichberechtigung von Frauen.

Ein Beispiel einer bedeutenden Persönlichkeit ist Clara Zetkin (1857-1933)

Eine Persönlichkeit, die vor 100 Jahren in sozialen Fragen und Frauenfragen maßgeblich aktiv war und deren politisches Vermächtnis bis heute wirksam ist, ist die Politikerin, Theoretikerin und Publizistin Clara Zetkin, geborene Eißner (1857-1933).

Sie ist eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die in großen Zusammenhängen dachte und auf die Bühne der Weltpolitik trat. Politisches Engagement lernte Clara Eißner in ihrer Familie kennen. Claras Mutter war mit Louise Otto-Peters (1819-1895) und mit Auguste Schmidt (1833-1902), zwei Pionierinnen der bürgerlichen Frauenbewegung, befreundet. Über Auguste Schmidt erhielt Clara Eißner ihre Ausbildung zur Sprachenlehrerin, dem damals einzig möglichen standesgemäßen Beruf.

1878 trat Clara Eißner in die Sozialistische Arbeiterpartei ein, was ein Berufsverbot zur Folge hatte und die junge Politikerin zur Emigration nach Paris veranlasste.

Dort trat Clara, die den Namen ihres Lebenspartners Ossip Zetkin angenommen hatte, auf dem Gründungskongress der II. Internationale mit einer programmatischen Rede zur "Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart" auf.

Ab 1890 lebte Clara Zetkin in Stuttgart, wo sie die Leitung der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift "Die Gleichheit – Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen" übernahm. Clara Zetkin wurde zur Leitfigur und zum Zentrum der wachsenden proletarischen Frauenbewegung. 1907 organisierte sie die erste Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Stuttgart, 1910 folgte die zweite in Kopenhagen. Hier schlug sie mit Käte Duncker die Einrichtung eines internationalen Frauentags vor, einem Kampftag für Gleichberechtigung, Demokratie, Frieden und Sozialismus. 1911 wurde der Frauentag erstmals unter dem Motto "Heraus mit dem Frauenwahlrecht!" begangen.

Bewegte Lebensläufe scheinen die Regel zu sein, wenn Frauen sich politisch engagieren

Die Sonderausstellung des Stadtmuseums “100 Jahre Frauenwahlrecht. Meilensteine der Geschichte“ zeigt Politikerinnen und politische Ereignisse mit Wirkung für die Gleichberechtigung der Frauen.

Weitere Veranstaltungen zur Geschichte des Frauenwahlrechts und der Demokratie im Überblick:

"Damenwahl" – 100 Jahre Frauenwahlrecht
Exkursion mit Angelika Brombacher
Führung durch die Landesausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart
Freitag, 22. März 2019, 15-16.30
vhs-Kurs, Anmeldung erforderlich

Erzählcafé
Frauen wählen!
Sonntag, 24. März 2019 um 14.30 Uhr im Stadtmuseum

Öffentliche Führungen
Freitag, 29. März 2019 um 16 Uhr
Sonntag, 7. April 2019 um 14.30 im Stadtmuseum
mit Museumsleiterin Kristin Koch-Konz