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Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr 

Die Feuerwehr Leonberg hat Mitte Januar ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 in Dienst gestellt.

Es ersetzt ein 26 Jahre altes Tanklöschfahrzeug 16/25 und ist in der Feuerwache in der Römerstraße stationiert

Im Oktober des vergangenen Jahres hat der Gemeinderat der Anschaffung und den damit verbundenen Kosten in Höhe von rund 430.000 Euro zugestimmt.

Das HLF 20 verfügt gegenüber den bisher vorhandenen Fahrzeugen über einige Neuerungen und Besonderheiten. Daher mussten sich alle Feuerwehrleute der Abteilung Leonberg in insgesamt 700 Stunden mit der Technik von Fahrgestell, Aufbau und Ausrüstung des neuen Einsatzfahrzeuges vertraut machen.

Das Fahrzeug wurde von der Firma Rosenbauer auf einem Allradfahrgestell von MAN aufgebaut und bietet Platz für neun Feuerwehrleute. Für den Einsatz im Engelbergtunnel sind insgesamt sechs Atemschutzgeräte – zwei im Führerhaus und vier in der Mannschaftskabine – vorhanden. Bei Brandalarm in den Tunnelröhren rücken daher mit dem HLF 20 nur sechs Einsatzkräfte aus.

Zur Brandbekämpfung führt das Fahrzeug 2.000 Liter Wasser und 120 Liter Löschmittelzusatz mit

Die Feuerlöschkreiselpumpe kann bei einem Druck von acht bar 2.000 Liter Wasser pro Minute fördern und diesem über eine Druckzumischanlage bei Bedarf Löschmittelzusätze beimischen.

Für die Unfallrettung und andere technische Hilfeleistungen stehen leistungsfähige hydraulische Rettungsgeräte sowie eine Vielzahl von hand- und motorbetriebenen Werkzeugen zur Verfügung. Die kompakten Hydraulikaggregate der Rettungszylinder, der Rettungsschere und des Rettungsspreizers lassen sich von nur einer Person auch an unwegsame Einsatzstellen transportieren und können dort aufgrund des Akkubetriebs sofort eingesetzt werden.

Sollte eine Rettung eine längere Zeit beanspruchen, können die Hydraulikaggregate wie gewohnt über Stromkabel und einen Stromerzeuger mit elektrischer Energie versorgt werden. Nach demselben Prinzip funktionieren auch die beiden tragbaren LED-Beleuchtungseinheiten, die Säbelsäge, der Akkuschrauber sowie der Überdrucklüfter.

Eine weitere Neuerung betrifft die Lagerung der 75 Kilogramm schweren tragbaren Schiebleiter (Auszugslänge: 14 Meter) auf dem Aufbaudach: Diese ist auf einer kippbaren Schlittenkonstruktion gelagert und kann vom Boden aus entnommen werden.

Das HLF wurde werksseitig im gewohnten Design der Feuerwehr Leonberg mit reflektierender Folie beklebt. Erstmals erscheint nun auch auf einem Großfahrzeug der Kernstadtabteilung das modifizierte Signet der baden-württembergischen Feuerwehren. Dieses besteht in der Leonberger Version aus einer stilisierten Flamme, einem Stauferlöwen und dem Engelbergturm.