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Machbarkeitsstudie zur Seilbahn vom Gemeinderat beschlossen 

Diese soll untersuchen, ob eine urbane Seilbahn zu einem verbesserten ÖPNV in Leon­berg beitragen kann.

Entscheidung fiel in der Gemeinderat-Sitzung am 18. Dezember

Die Machbarkeitsstudie wird von einer Bietergemeinschaft unter der Projektleitung des Stuttgarter Pla­nungsbüros Drees & Sommer mit Beteili­gung des Stuttgarter Verkehrsplanungsbü­ros IGV sowie der Zatran GmbH, ein österrei­chisches Seilbahnplanungsunternehmen, erstellt.

"Wegen der besonderen Verkehrssituation in Leonberg ist es notwendig, ganzheitliche, in­tegrative verkehrs-­ und stadtplanerische Lö­sungen zu finden", so Bärbel Sauer, die mit ihrer Stabsstelle im Rathaus für innovative Mobilität zuständig ist. "Daher ist es das Ziel der Unter­suchung, zu prüfen, ob eine Seilbahn als ein Baustein des ÖPNV­-Systems zu einem leis­tungsstärkeren Mobilitätskonzept in der Stadt beitragen kann", fügt sie an.

Die Studie beinhaltet eine Potenzialabschät­zung, untersucht die technische- sowie wirt­schaftliche Machbarkeit und die städtebauliche Integration. Im Detail geht es bereits um die Ausarbeitung der Trassenvorschläge mit Stre­cken­ und Längsschnitten, Stationen, Stützen und erforderliche Betriebseinrichtungen.

Insge­samt werden vier Varianten inklusive der Inves­titions-­ und Betriebskosten dargestellt

Das Ho­norar für die Machbarkeitsstudie beträgt rund 56.000 Euro, wovon die Hälfte vom Land Ba­den-Württemberg finanziert werden soll.

"Die Ergebnisse, die spätestens im Herbst die­ses Jahres vorliegen sollen, werden im Gemein­derat vorgestellt. Das Gremium entscheidet dann, ob das Thema Seilbahn weiterverfolgt werden soll", erklärt Sauer und ergänzt: "Die Studie durchzuführen ist in jedem Fall sinnvoll. Denn selbst im Falle eines für die Seilbahn ne­gativen Ergebnisses können die erhobenen Daten als weitere Gesprächs­- und Planungs­grundlage für die Erarbeitung von alternativen Lösungsansätzen mit Blick auf die Verkehrs­- und Parkplatzsituation in Leonberg herangezo­gen werden."

Daher liegt ein weiterer wirt­schaftsfördernder Fokus der Studie darin, mit den Firmen BOSCH und GEZE betriebliche Mo­bilitätskonzepte zu entwickeln: Etwa ob eine Seilbahntrasse von den Unternehmen zum Autobahnanschluss Leo­-West in Kombination mit einem Park­ and Ride-­Parkplatz in die wei­teren Überlegungen einbezogen werden kann.