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Gründung des Zweckverbands Breitbandausbau wird als zu früh erachtet 

Böblingen/Sindelfingen/Leonberg. Die Oberbürgermeister der Großen Kreisstädte Böblingen, Sindelfingen und Leonberg sehen den Zeitpunkt des auf Landkreisebene angestrebten Beschlusses zur Gründung des "Zweckverbandes Breitbandausbau" kritisch.

"Aktuell ist es zu früh, diesen Verband zu gründen", sind sich Dr. Stefan Belz, Dr. Bernd Vöhringer und Martin Kaufmann, die drei Oberbürgermeister der Städte, einig. "Der Zweckverband würde vorrangig deshalb gegründet, um mit der Telekom den Glasfaserausbau in der Region zu verhandeln", so Kaufmann. Sein Amtskollege Belz ergänzt: "Bisher ist jedoch überhaupt nicht klar, wie die Rahmenbedingungen aussehen, also auch nicht, wo der Mehrwert für die Kommunen liegt, mit der Telekom zu verhandeln." Vöhringer fügt an: "Erst soll der Landkreis seine Hausaufgaben machen und Fakten liefern. Erst wenn wir beurteilen können, wie das Gesamtpaket aussieht und was unsere Bürgerinnen und Bürger davon zu erwarten haben, können wir seriös entscheiden."

Wichtige Weichenstellung für die Zukunft der drei Großen Kreisstädte

Bei einer derart wichtigen Weichenstellung für die Zukunft der drei Großen Kreisstädte sei eine umfassendere Information der Gemeinderatsgremien für eine positive Entscheidungsfindung unumstößlich, so die Oberbürgermeister weiter. Während der kommenden Woche sollen alle drei kommunalen Gremien über den Beitritt abstimmen. Gerade deshalb sei genau darauf zu achten, inwieweit eine künftige Zusammenarbeit mit der Telekom echte Vorteile für Bürgerschaft und Betriebe bringe, heißt es weiter. "Da sich bislang nicht alle dazu offenen Fragen ausreichend beantworten lassen, sind die Voraussetzungen für die Beschlussfassung im Kreistag noch nicht gegeben."

Hintergrund

Das erklärte Ziel des Landkreises und der Region Stuttgart ist es, den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes und damit die Versorgung mit leistungsfähigem Internet für Betriebe und Bürger zu beschleunigen und zu erreichen. Das verfolgen auch die drei Großen Kreisstädte mit den jeweiligen Stadtwerken bzw. Eigenbetrieben mit Nachdruck und stehen dieser Zielsetzung offen und positiv gegenüber.